Midway: Ein Publisher auf der Suche nach Gründen für die Finanz-Misere
Midway geht es derzeit nicht gut. 75,9 Millionen US-Dollar habe der Publisher laut eigenen Angaben im dritten Quartal verloren, doppelt soviel wie im selben Zeitraum des vergangenen Fiskaljahres. Der Umsatz liege bei 51.5 Millionen US-Dollar, zu wenig, um Umstrukturierungskosten gewinnbringend decken zu können.
Doch nicht nur finanziell gesehen laufe einiges schief. Wie ein nicht näher genannter ehemaliger Mitarbeiter berichtet, habe es Probleme mit der Unreal Engine 3 gegeben. "Unsere Techniker und Programmierer sollten unterschiedlichste Dinge hinzufügen. Man wollte sich nicht mit der normalen Unreal Engine 3 zufrieden geben. Die vielen Technologien überforderten unsere Entwickler. Sie waren nicht imstande, die Sachen ordentlich zu programmieren. Das führte zu Komplikationen in den Zeitplänen."
Steve Allison, ehemaliger Chief Marketing Officer für TNA Impact, zu dem Thema: "Die Verschiebungen der Next-Gen-Titel führte dazu, dass Geld immer wichtiger für die Firma wurde. Wenn das passiert, ist es normal, dass Entscheidungen zu Gunsten des Cash-Flows, nicht zu Gunsten des Spiels getroffen werden. Das ist die Untergangsspirale für jeden Spielepublisher. Man kann qualitativ schwache Titel eben nicht gegen, gute Games von der Konkurrenz antreten lassen."
"Das perfekte Beispiel dafür ist John Woo's Stranglehold (dt.). Das Actionspiel wurde um ein Jahr verschoben und kostete rund 40 Millionen US-Dollar. Es kam eine Woche vor Halo 3 auf den Markt. Kombinieren Sie diesen Umstand mit kritischen Testberichten und schon wissen Sie, dass dieses Spiel nicht gut laufen konnte. Die 320.000 verkauften Exemplare sprechen eine eigene Sprache," so Allison gegenüber variety.com.
Diesen Verlust versuchte Midway mit Blacksite zu kompensieren und veröffentlichte das Spiel trotz bekannter Bugs. Das Unternehmen scheiterte.
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Es steht doch, dass die Kombination mit kritischen (hier wohl negativ gemeint) Berichten für die schlechte Bilanz führte. SIe haben also bedacht, dass es nicht gut war