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  • 30 Jahre Metroid: Special zum Geburtstag der großartigen Nintendo-Serie
    Quelle: PC Games

    Metroid: Nintendos wohl erwachsenste Serie wird heute 30 Jahre alt – logisch, dass wir gemeinsam mit Samus feiern!

    Als einer der drei ganz Großen in Nintendos Bunde feiert nun auch das Science-Fiction-Adventure Metroid seinen runden Geburtstag: Begebt euch mit uns in die Tiefen von Zebes, lauscht der ereignisreichen Geschichte von Weltraum-Kopfgeldjägerin Samus Aran und erfahrt, was die Serie so besonders macht.

    Es war der Anbeginn von Nintendos goldenen Jahren: im Jahr 1986 kam einfach niemand, der sich nur ansatzweise für Videospiele interessierte, an dem aufsteigenden Unternehmen aus Japan vorbei. Gelang es Nintendo nur wenige Jahre zuvor nicht nur, den brachliegenden Markt mit dem hauseigenen Famicom/NES neues Leben einzuhauchen, sollte diese Welle des Erfolges noch bis weit in die 90er andauern. Der Hardware alleine ist dieser Aufschwung natürlich nicht alleine zuzuschreiben. Neben einer breit aufgestellten Front an Drittherstellern beteiligte sich auch Nintendo selbst daran, mit hochwertigen Spielen für den nötigen Support zu sorgen. Tatsächlich hatte man 1985 mit dem Jump & Run Super Mario Bros. nicht nur einen echten Systemseller im Portfolio, das Spiel sorgte zugleich für einen echten Quantensprung im Videospieldesign. Einen ähnlichen Erfolg erzielte im darauffolgenden Jahr The Legend of Zelda - für Freunde von Fantasy-Abenteuern war Links erstes Spiel wie geschaffen. Natürlich war sich Nintendo der Stärke dieser neuen Marken mehr als bewusst. Niemanden dürfte es daher verwundern, dass die rasant wachsende Firma nun auf die Idee kam, die Stärken beider Spiele zu kombinieren. Die Mischung aus fordernder Jump & Run-Action à la Super Mario und einem breiter aufgestellten Adventure-Leveldesign der Marke Zelda sollte alsbald Realität werden: Am 6. August 1986 wurde das Spiel Metroid erstmals in Japan veröffentlicht.

    Ein Stern wird geboren

    Genauso wie die beiden schon erwähnten Millionenseller von Nintendo setzte Metroid inhaltlich auf eine recht simple Prämisse: Weltraumpiraten haben eine mysteriöse Spezies namens Metroid in ihre Gewalt gebracht und planen, sie in eine Superwaffe zu verwandeln. Die Space Federation entschließt sich dazu, den Kopfgeldjäger Samus Aran zu entsenden, damit dieser sich des Problems annimmt und die Piraten samt Alienwaffe zur Strecke bringt. So sah das erste Metroid im Jahr 1986 aus. Vieles, was die Serie später ausmachen sollte, war aber schon im ersten Versuch enthalten und funktionierte. So sah das erste Metroid im Jahr 1986 aus. Vieles, was die Serie später ausmachen sollte, war aber schon im ersten Versuch enthalten und funktionierte. Quelle: PC Games Wir man heute weiß, ist der Plot der Metroid-Serie mit jeder Fortsetzung weiter ausgebaut worden, doch 1986 reichte dieser Story-Rahmen aus, um ein spannendes Spiel zu gestalten. Weit mehr im Fokus stand jedoch das Gameplay. In Sidescroll-Manier steuerte man Samus durch ein verzweigtes Höhlenlabyrinth, setzte mit der Standardkanone Alien-Ungeheuer außer Gefecht und sammelte auf dem Weg neue Ausrüstung ein. Bemerkenswert, und ganz nebenbei ein hervorstechendes Merkmal der Metroid-Serie, war hierbei die offen gestaltete Spielwelt. Anders als in Super Mario Bros. ging es nicht einfach nur nach rechts, sondern je nach Abzweigung auch mal hoch, runter oder sogar links. Oftmals kam es dabei vor, dass man auf Hindernisse oder Türen stoß, welche von Samus nicht überwunden werden konnten. Des Rätsels Lösung musste also an anderer Stelle gesucht werden, wodurch Metroid den Spieler sehr subtil zwar von A nach B lotste, ihm auf den Weg dorthin aber größtmögliche Freiheit gewährte. Das nicht-lineare Action-Adventure wurden von NES-Besitzern dank seines innovativen Spieldesigns und seines coolen Hauptcharakters sehr positiv angenommen. Und bevor ihr uns nun erboste E-Mails schreibt: wir wissen natürlich, dass es sich bei Samus Aran um eine weibliche Figur handelt. Bis zum Abspann des Spiels wurde damals aber ein großes Geheimnis daraus gemacht, wovon nicht einmal ausländische Nintendo-Mitarbeiter etwas wussten.

    Rollenverteilung

    Mit der Darstellung von Samus Aran entfernte sich Nintendo weit von dem Typus Spielfigur, dem das Unternehmen in den Jahren davor virtuelles Leben eingehaucht hatte. Ein Krawatte tragender Affe, ein schnauzbärtiger Klempner und ein elfenartiger Schwertkämpfer: Nintendo hatte beim Erschaffungsprozess seiner heute nach wie vor erfolgreichen Figuren nicht nur ein glückliches Händchen, sondern stellte auch sein hohes Maß an Kreativität unter Beweis. Die offensichtlichen Inspirationsquellen sollte man fairerweise aber nicht außer Acht lassen. Donkey Kong mit seinem Hang zum Stibitzen von hübschen Damen wäre wohl niemals Miyamotos Geist entsprungen, hätte nicht Jahrzehnte zuvor King Kong Pionierarbeit geleistet. Somit muss man auch nicht lange suchen, um die Eingebung von Metroid und Samus Aran zu finden. Sowohl das Design der Spielwelt als auch einiger Kreaturen von Metroid sind klar auf das 1979 entstandene Alien-Universum von H.R. Giger (1940-2014) zurückzuführen. Auch die Idee mit einem weiblichen Hauptcharakter, damals noch sehr unüblich, gefiel Nintendo wohl ausgesprochen gut und ließ sich an dieser Stelle ganz von Ellen Ripley beeinflussen, ebenfalls aus dem Science-Fiction-Klassiker aus dem Jahre 1979. Dass unter dem Roboteranzug in Wahrheit aber eine Frau steckte, offenbarte sich aber nur jenen Spielern, die Metroid in einer Mindestzeit durchspielten. Wer es schafft, die Spiel in einer Mindestzeit durchzuspielen, bekommt die Heldin ohne Rüstung zu Gesicht - beispielsweise wie hier in Metroid II: Return of Samus. Wer es schafft, die Spiel in einer Mindestzeit durchzuspielen, bekommt die Heldin ohne Rüstung zu Gesicht - beispielsweise wie hier in Metroid II: Return of Samus. Quelle: PC Games
    Das ursprüngliche Design von Samus behielt Nintendo für viele Jahre bei, wenn man von verschiedenfarbigen Rüstungen einmal absieht. Die Erscheinung von Samus selbst hingegen unterschied sich in den ersten Teilen der Serie teilweise noch heftig. Erst mit Metroid Prime formte sich langsam ein festes Bild von der Weltraumjägerin, die fortan eine blonde, nach hinten gekämmte Haarpracht sowie einen blauen Ganzkörperanzug tragen sollte. Mit Metroid Fusion stand auch Samus' endgültige Frisur fest: Pferdeschwanz und Pony-Seitenscheitel. Dank ihres hautengen Zero Suit traten erstmals auch Samus' optische Reize in den Vordergrund, was unter Serienfans so manch kontroverse Diskussion auslöste. Viele Spieler konnten sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass aus der taffen Kopfgeldjägerin, ehemals eine Mischung aus Ellen Ripley und Boba Fett, plötzlich ein blondes Sexsymbol geworden ist. Metroid: Other M war für den Ruf von Samus Aran ebenfalls nicht sehr förderlich, wich das Charakterdesign hier noch weiter von der ursprünglichen Fassung ab. Wir sind schon gespannt darauf, wie sich Samus im nächsten, großen Metroid präsentieren wird. Die Ironie an der ganzen Sache: Während Samus ihr Schweigen schon vor Jahren gebrochen hat, sind Mario und Link bis heute wortkarg geblieben - wenn man von diversen Zeichentrickserien und Mangas mal absieht und nur die jeweiligen Videospiele in Betracht zieht.

    Ergraute Lady

    Bis zu einer Fortsetzung ließ Nintendo viel Zeit ins Land gehen. Erst fünf Jahre später entschied man sich, ein Sequel namens Metroid II: Return of Samus auf dem Game Boy zu veröffentlichen. Aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar, war der tragbare Game Boy zum damaligen Zeitpunkt doch das ganz große Ding. Spielerisch hingegen musst aufgrund der Technik diverse Abstriche gemacht werden, auch wenn Metroid II für seine Verhältnisse immer noch ziemlich gut aussah. Dennoch war es für den Spieler äußerst schwierig, in den unzähligen, identisch aussehenden Gängen des Planeten SR388 die Übersicht zu behalten. Anders als der Vorgänger glänzte Return of Samus mit einem modulinternen Speicher, wodurch man die Jagd nach den verbliebenen Metroid-Kreaturen nicht stets aufs Neue beginnen musste. Bis zum nächsten Abenteuer von Samus sollten die Fans nicht mehr so lange warten müssen, trotzdem ließ Nintendo sie fast drei Jahre ehrfürchtig bangen. 1994 war es dann soweit: Metroid 3, gemeinhin bekannt als Super Metroid, erschien exklusiv für das Super Nintendo Entertainment System.

    Samus’ Ausstieg aus ihrem Raumschiff gehört zu den vielen ikonischen Momenten, die Super Metroid zu bieten hat. Samus' Ausstieg aus ihrem Raumschiff gehört zu den vielen ikonischen Momenten, die Super Metroid zu bieten hat. Quelle: PC Games Wie so viele andere Fortsetzungen auf dem SNES war Super Metroid im Grunde nur verbesserte Remakes von NES-Original, knappe acht Jahre zuvor. Erneut muss Samus zum Planeten Zebes aus dem ersten Teil zurückkehren - diesmal mit dem Auftrag, die letzte bekannte Metroid-Larve aus den Klauen von Piratenanführerin Mother Brain zu retten. Hielt sich Super Metroid in Sachen Story also wieder angenehm bedeckt, Samus selbst kam nur im grandios gestalteten Intro kurz zu Wort, wurde in Sachen Atmosphäre unglaublich stark nachgelegt. Bereits das erste Metroid auf dem NES wies beim Artdesign viele Parallelen zum Horrorfilm-Meilenstein Alien aus dem Jahr 1979 auf, doch erst mit Super Metroid sollte sich auch beim Spielen echtes Grusel-Feeling einstellen. Samus' Flucht aus der Raumstation und die ersten Schritte auf Zebes dürften bis dato zu den atmosphärisch dichtesten Momenten gehören, die man je auf einer Nintendo-Konsole erleben durfte. Wieder einmal stand allerdings auch das Erforschen der Höhlensysteme und Installationen von Zebes im Vordergrund. Dank 16-Bit-Power konnte man die Spielwelt nun mit einer deutlich individuelleren Fauna und Flora versehen, ohne dabei das äußerst gelungene Leveldesign zu vernachlässigen. Abermals war es nicht möglich, viele Bereiche zu betreten, ohne mit der passenden Ausrüstung versehen zu sein. Neu im Sortiment von Samus waren aber nicht nur verschiedene Waffen, sondern auch Upgrades, die sich auf ihr Bewegungsrepertoire auswirkten: Dank Speed-Boots waren Hochgeschwindigkeitspassagen kein Problem mehr, per Grappling Beam hangelte sich Samus zielgenau über den vor ihr liegenden Abgrund.

    Metroid 2 Remake AM2R ist ein inoffizielles Fan-Remake von Metroid 2, das 1991 für den Nintendo Game Boy erschien. PC 6

    Metroid 2 Remake: Aufwendiges Fanprojekt jetzt erhältlich! (Update)

      Frischzellenkur für Metroid 2: Ein tolles Fan-Remake hievt den Game-Boy-Klassiker in die Moderne! Update: Das kostenlose Remake ist jetzt erhältlich!

    Super Metroid stellte in mehrfacher Hinsicht eine echte Glanzleistung dar. Nicht nur perfektionierte das Spiel die zuvor eigens entworfene Gameplay-Formula, sondern ebnete auch das Fundament für die bald erscheinenden, sogenannten Metroidvanias. Der dritte Teil auf dem Super Nintendo gehört zu den besten Spielen der 90er-Jahre und sorgte mit der Entstehung der Metroidvanias für ein neues Spielegenre. Der dritte Teil auf dem Super Nintendo gehört zu den besten Spielen der 90er-Jahre und sorgte mit der Entstehung der Metroidvanias für ein neues Spielegenre. Quelle: PC Games Hatten schon die ersten beiden Teile diesem Designansatz viel Spielspaß zu verdanken, ging das Konzept erst mit Super Metroid vollends auf. Es sollte nicht lange dauern, bis die ersten Titel erschienen, welche auf den von Nintendo in Fahrt gebrachten Zug aufsprangen. Ausgerechnet Konami hatte die Idee, das erste Castlevania für die Playstation 1 einer Frischzellenkur zu unterziehen und sehr viel Metroid in den Titel einfließen zu lassen. Der Plan ging auf: Castlevania: Symphony of the Night gilt heute als eines der besten Spiele der gesamten Vampir-Saga, da sie komplexes Leveldesign, RPG-Elemente und fordernde Plattform-Passagen miteinander kombinierte. Als Folge daraus erschienen im Verlauf der Jahre weitere Titel dieser Machart - vor allem mit dem Game Boy Advance und Nintendo DS hatte Konami seine idealen Plattformen für zahlreiche Metroidvanias gefunden. Rückblickend betrachtend lassen sich noch viele weitere Spiele, die schon vor und nach Metroid erschienen sind, diesem Genre unterordnen. Als Initialzündung, wie es richtig gemacht wird, gilt jedoch nach wie vor Symphony of the Night. Mit Bloodstained: Ritual of the Night erscheint im nächsten Jahr ein weiteres Spiel dieser Machart - allerdings nicht von Konami, sondern über Kickstarter finanziert.

    Die Ruhe vor dem Sturm

    Rund 1,4 Millionen verkaufte Einheiten zementierten die Serie felsenfest ins Sortiment von Nintendo, wo es selbst zwischen Hits wie F-Zero, Super Mario World oder Zelda: A Link to the Past noch besonders hervorstach - leichten Startschwierigkeiten in Japan zum Trotz. Fortan waren die Weichen aber gestellt, denn mit Super Metroid hatte Nintendo seine Richtung für die Serie gefunden. Die mit Vorfreude erfüllten Fans wurden jedoch ein weiteres Mal enttäuscht, denn weder auf dem Super Nintendo noch auf dem Nintendo 64 ließ sich Samus mit einer Fortsetzung blicken. Stattdessen tauchte die blonde Schönheit mit einem Cameo-Auftritts in Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars auf und feierte ihre Premiere in Super Smash Bros., wo sie zu den dienstältesten Charakteren der Beat 'em Up-Reihe gehört. Ihren Hauptberuf der interstellaren Kopfgeldjägerin sollte Samus erst wieder auf dem Gamecube ausüben dürfen. Im Gegensatz zu früheren Vertretern der Reihe, die noch unter der Schirmherrschaft des Serien-Masterminds Yoshio Sakamoto standen, entstand das Metroid der nächsten Generation nicht bei Nintendo selbst.
    Technisch brillant, spielerisch noch besser: Die gesamte Metroid Prime-Serie gehört unumstritten zu den Highlights, welche man auf dem Gamecube finden kann. Technisch brillant, spielerisch noch besser: Die gesamte Metroid Prime-Serie gehört unumstritten zu den Highlights, welche man auf dem Gamecube finden kann. Quelle: Nintendo
    Mit den Entwicklungsarbeiten wurden stattdessen die noch recht jungen Retro Studios beauftragt. Da sich diese Firma aber aus ehemaligen Mitarbeitern von Iguana Entertainment zusammensetzte, welche schon auf dem N64 mit der erfolgreichen Turok-Reihe für Aufsehen sorgte, waren alles andere als blutige Anfänger am Werk. Zum Start von Nintendos neuer Gamec ube-Konsole war das Spiel zwar noch nicht fertig, am 17. November 2002 wurde es unter dem Namen Metroid Prime aber endlich auf den Markt gebracht. Zeitlich gesehen sogar deutlich Japan und Europa, welche erst im Februar beziehungsweise März des Folgejahres erschien. Die achtjährige Abwesenheit ging, in positiver Hinsicht, nicht spurlos an Metroid vorbei. Das Spiel war nicht länger mehr ein Plattformer aus der Seitenperspektive, sondern verlagerte das Geschehen in das Innere von Samus' Helm - Metroid Prime präsentierte sich als ein waschechter Ego-Shooter. Damit vollzog die Serie einen Wandel, den Mario und Link bereits eine Generation zuvor erfolgreich überstanden.

    Wird gerne mal übersehen: Das 2005 auf DS veröffentlichte Metroid Prime Pinball. Nett, aber spielerisch hat es so gut wie nichts mit der eigentlichen Serie gemeinsam. Wird gerne mal übersehen: Das 2005 auf DS veröffentlichte Metroid Prime Pinball. Nett, aber spielerisch hat es so gut wie nichts mit der eigentlichen Serie gemeinsam. Quelle: Nintendo Nun stand die Befürchtung im Raum, dass Metroid Prime zu einem stumpfen Geballer verkommen könnte, wie man es heute sehr gut aus der Call of Duty-Reihe kennt. Den Retro Studios war jedoch von vornherein klar, dass Metroid sich nicht allein durch die Action definierte, sondern der tatsächliche Fokus stets auf das Erforschen der Spielwelt und dem Lösen von Puzzle-Aufgaben liegt. Der neuen Perspektive zum Trotz schaffte es Metroid Prime mit Bravour, diesen Designansatz in eine 3D-Spielwelt zu übertragen. Interessanterweise geht die Idee mit der Ego-Ansicht auf einen Vorschlag von Miyamoto zurück, denn anfangs stand noch die Planung im Raum, Metroid Prime als Third-Person-Shooter zu konzipieren. Der besseren Übersicht wegen wechselte das Spiel nur dann zur Außenansicht, wenn Samus ihre Morphball-Fertigkeit einsetzte. Ansonsten konnte Metroid Prime jeden Pluspunkt, den sich die bisherigen Serienteile mühsam aufgebaut hatten, ohne Verluste in die neue Perspektive übertragen. Als Folge daraus entstand nicht nur eine, sondern gleich zwei Fortsetzungen, welche der Serie zum vorläufigen Höhepunkt ihrer Popularität verhalfen. Nicht nur spielerisch wurden Metroid Prime 2: Echoes und Metroid Prime 3: Corruption ums ein oder andere Feature erweitert. Selbiges wurde auch für die Story vorgenommen, welche das bis dato nur durch Mangas und anderen Nebengeschichten erweiterte Universum ausbaute.

    Flache Ableger

    Metroid Prime war nicht das einzige Spiel der Reihe, das am 17. November 2002 veröffentlicht worden ist. Genau am selben Tag erschien auch der Game Boy Advance-Ableger Metroid Fusion. Ganz offensichtlich nicht mit der gleichen Hardware ausgestattet wie Nintendos stationärer Gamecube, handelte es sich natürlich nicht um eine bloße Umsetzung von Metroid Prime. Anstelle der Retro Studios waren für das mobile Metroid wieder Sakamoto und sein Team verantwortlich. Die dem SNES sehr ähnliche 32-Bit-Maschine war offenkundig perfekt dazu geeignet, um dem modernen 3D-Metroid ein eher klassisch angehauchtes Spiel zur Seite zu stellen. Somit ist es also kein Wunder, dass Metroid Fusion, so der Name des GBA-Titels, viel mit Super Metroid gemeinsam hat viele Fans es sogar als eigentlichen, legitimen Nachfolger betrachten. Zwar erkundete Samus in diesem Spiel eine riesige Raumstation anstatt eines Planeten, doch spielerisch waren die Parallelen fast schon identisch. Samus' Bewegungsspektrum wurde aber unter anderem durch die Fähigkeit, sich an Kanten festzuhalten, um einige sinnvolle Moves erweitert. Ein kleines Novum stellten die für ein 2D-Metroid neuen Zwischensequenzen dar. Metroid Fusion brachte einiges an Story ins Spiel, hielt sich hier im Vergleich zum Wii-Titel Other M noch dezent zurück. Eine neue Richtung wurde eingeschlagen. Metroid Fusion brachte einiges an Story ins Spiel, hielt sich hier im Vergleich zum Wii-Titel Other M noch dezent zurück. Eine neue Richtung wurde eingeschlagen. Quelle: PC Games So etwa kommentierte Samus das Geschehen mithilfe mehrerer Monologe, beispielsweise an Bord eines Fahrstuhls. Auch die neue Bedrohung durch die intelligenten X-Parasiten wurde ein ums andere Mal in verschiedenen Sequenzen thematisiert. Der Gedanke, Metroid mit einer umfangreichen Story zu versehen, fand bei Nintendo offenbar spürbaren Zuspruch. Gerade einmal zwei Jahre später veröffentlichte man mit Metroid: Zero Mission das nächste Spiel der Reihe auf dem Game Boy Advance. Wo aber Fusion inhaltlich das bislang letzte Spiel der Serie war, ging Zero Mission zurück zu den Wurzeln und verpasste dem Original einen rundum neuen Anstrich mit zahlreichen Verbesserungen. An das qualitativ leicht überlegene Fusion konnte Zero Mission aber nicht ganz heranreichen. Eine 2005 angekündigte Fortsetzung namens Metroid Dread geisterte noch für mehrere Jahre durchs Internet, wirklich enthüllt wurde bislang aber noch nichts. Es darf also davon ausgegangen werden, dass die Arbeiten an Dread eingestellt wurden.

    Der erneute Abstieg

    Nach drei erfolgreichen Ego-Shootern und zwei Old-School-Plattformern war es für Metroid an der Zeit, erneut einen Schritt nach vorne zu gehen. Zu diesem Zweck wandte sich Nintendo an das japanische Studio Team Ninja, um gemeinsam unter dem Decknamen "Project M" an einem neuen Metroid-Titel zu arbeiten. Eine vorzügliche Wahl, ist der Entwickler neben seiner Dead or Alive-Reihe doch vor allem für seine exzellenten Action Titel der Ninja Gaiden-Serie bekannt. Man konnte sich also schon im Vorfeld ausmalen, woran sich Metroid: Other M spielerisch orientieren werde. An der Third-Person-Perspektive des fertigen Spiels war dann auch nur bedingt etwas auszusetzen. Das flotte Gameplay war aber nicht wirklich mit dem Wechsel in die Ego-Ansicht vereinbar, der sporadisch vollzogen werden musste - in dieser Zeit konnte Samus sich nämlich nicht weiter fortbewegen. Leichte Orientierungsprobleme kamen durch den häufigen Wechsel ebenfalls noch hinzu. Die größte Kritik musste Nintendo aber angesichts der Charakterisierung von Samus Aran hinnehmen. Aus der schweigsamen, unabhängig agierenden Heldin war eine zurückhaltende und fast schon introvertierte Frau geworden, die ohne ihren Befehlshaber Adam Malkovich - ohnehin eine zweifelhaft aufgenommene Figur der Serie - nichts auf die Reihe bekommt.
    Metroid: Other M enttäuschte viele Fans vor allem bei der Story und der Charakterisierung der Hauptfigur. Immerhin konnte das Gameplay etwas überzeugen. Metroid: Other M enttäuschte viele Fans vor allem bei der Story und der Charakterisierung der Hauptfigur. Immerhin konnte das Gameplay etwas überzeugen. Quelle: PC Games
    Mit einer unnötig ausgebauten Vorgeschichte der Kopfgeldjägerin tat sich Nintendo genauso wenig einen Gefallen. Die enttäuschenden Verkaufszahlen und vergleichsweise niedrigen Wertungen veranlassten Big N dazu, Metroid eine Zwangspause zu verordnen. Abermals ließ sich Samus nur noch in anderen Videospielen blicken, der bekannteste unter ihnen dürfte zweifelsohne Super Smash Bros. für Wii U und 3DS sein. Mit der im letzten Jahr erfolgten Ankündigung von Metroid Prime: Federation Force tat Nintendo den ungeduldigen Fans leider alles andere als einen Gefallen. In dem am 2. September erscheinendem Multiplayer-Titel für 3DS spielt nämlich nicht die blonde Kopfgeldjägerin die Hauptrolle, sondern namenlose Föderationssoldaten. Eine hitzige Diskussion wird das Spiel bei seiner Veröffentlichung aber definitiv auslösen. Das Positive daran: der eine oder andere potenzielle Käufer wird mit Sicherheit ein Auge auf die bisherigen Klassiker werfen. Und erkennen, was für eine großartige Serie Metroid auch nach über 30 Jahren noch ist.

    Metroid Prime: Federation Force kam bislang nicht so gut weg. Vor allem der erste E3-Trailer aus dem vergangenen Jahr zog viel negative Resonanz nach sich. Metroid Prime: Federation Force kam bislang nicht so gut weg. Vor allem der erste E3-Trailer aus dem vergangenen Jahr zog viel negative Resonanz nach sich. Quelle: Nintendo

    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von linktheminstrel Erfahrener Benutzer
        das einzige, was nintendo zum jubiläum einfiel, war zu bewirken, dass am2r vom netz genommen wurde... reife leistung! :-$
        aber hey, immerhin gibt es dieses absolut grottige fußball-minigame zum runterladen und nicht mehr auf federation force, das multiplayer-metroid im kiddie-look, auf das sicher jeder fan der serie gewartet hat 
      • Von FelixSchuetz Redakteur
        Im Grunde gibt's gerade ein neues Metroid. Ist zwar kein offizieller Release von Nintendo, aber das merkt man kaum. Sehr empfehlenswert.

        [url=http://www.pcgames.de/AM2R-Another-Metroid-2-Remake-Spiel-59751/News/Release-Termin-Fan-Remake-gratis-1203685/]Metroid 2 Remake: Aufwendiges Fanprojekt jetzt…
      • Von McDrake Erfahrener Benutzer
        Zitat von Exar-K
        Es ist auch schon längst an der Zeit, dass ein richtiger neuer Teil erscheint.
        Vielleicht ist es ja mit der NX soweit, zu hoffen wäre es.
        Wäre wirklich schön.
        Nur befürchte ich, je weniger Erfolg Nintendo hat, desto mehr konzentriert man sich aus Mario ubd Zelda in allen erdenklichen Formen.
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Metroid: Nintendos wohl erwachsenste Serie wird heute 30 Jahre alt – logisch, dass wir gemeinsam mit Samus feiern!
Als einer der drei ganz Großen in Nintendos Bunde feiert nun auch das Science-Fiction-Adventure Metroid seinen runden Geburtstag: Begebt euch mit uns in die Tiefen von Zebes, lauscht der ereignisreichen Geschichte von Weltraum-Kopfgeldjägerin Samus Aran und erfahrt, was die Serie so besonders macht.
http://www.pcgames.de/Metroid-NES-Classics-Classic-14894/Specials/30-Jahre-Metroid-1203736/
06.08.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/08/Kasten-Samus02-pc-games_b2teaser_169.png
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