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  • Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test - Ein in jeder Hinsicht würdiges Metal Gear - und erfrischend anders

    Kojimas finaler Streich: Mit dem wohl letzten Metal Gear Solid, das die Handschrift des einstigen Serienschöpfers trägt, beschreitet Konami neue Wege. In unserem Test zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain lest ihr, das euch ein in jeder Hinsicht würdiges Metal Gear erwartet.

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test: Nehmt euch mal einen kurzen Augenblick Zeit und lasst die vergangenen neun Jahre eures Lebens an eurem inneren Auge vorbeiziehen. Was habt ihr in dieser langen Zeit alles erlebt? Einige von euch haben höchstwahrscheinlich ihre schulische Laufbahn beendet. Andere wiederum haben mit der Gründung einer eigenen Familie begonnen. Auch der Autor dieser Zeilen stand vor einer Dekade noch am Beginn seiner journalistischen Laufbahn, deren Früchte er nun bei der play4 erntet. Worauf wir aber eigentlich hinauswollen, sollte ersichtlich sein: Neun Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der viel passieren kann. Ob nun zum Guten oder zum Schlechten – das sind oftmals Dinge, die man selbst kaum zu beeinflussen vermag. Nicht einmal Big Boss, seines Zeichens Hauptcharakter von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain, ist vor der Laune des Schicksals gefeit, wie das Intro des Spiels deutlich macht.

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test - Back in the 80s

          

    Streng genommen begann die Einleitung von Metal Gear Solid 5 allerdings bereits im vergangenen Jahr. Mit Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes veröffentlichte Konami eine recht umfangreiche und kostenpflichtige Demo, die schon mal einen Vorgeschmack auf das vollständige Spiel bieten sollte. Angesiedelt im Jahr 1975, müsst ihr als Big Boss in das streng bewachte Camp Omega eindringen, um den dort festgehaltenen Jungen Chico sowie die ehemalige Verbündete Paz Ortega Andrade zu befreien. Ein Unterfangen, das gelingt, doch während der Flucht im Hubschrauber wird klar, dass Paz einen Sprengsatz in ihrem Körper trägt. Bevor sie sämtliche Insassen mit in den Tod reißt, lässt sie sich freiwillig aus dem Helikopter fallen – eine um wenige Sekunden zu spät getroffene Entscheidung.

    Erst mal eine paffen: Mithilfe der Zigarre könnt ihr einen Zeitraffer aktivieren. Das ist nützlich, wenn ihr etwa nachts angreifen und nicht so lange warten wollt. Erst mal eine paffen: Mithilfe der Zigarre könnt ihr einen Zeitraffer aktivieren. Das ist nützlich, wenn ihr etwa nachts angreifen und nicht so lange warten wollt. Quelle: Konami Die Explosion lässt nicht nur den Hubschrauber ab-, sondern auch Big Boss selbst für neun Jahre ins Koma stürzen, aus dem er im Jahr 1984 wieder erwacht. Erst hier beginnt das eigentliche Hauptspiel namens Phantom Pain und lässt unwissende Zocker erst einmal im Regen stehen. Für den kompletten Spielverlauf sind Kenntnisse über die Vorgänger zwar nicht dringend erforderlich, sehr wohl aber zu empfehlen. Wer Big Boss eigentlich ist, was es mit seiner Organisation Militaires Sans Frontières auf sich hat und was genau in den vergangenen zwei Jahrzehnten passiert ist, erschließt sich nur echten Serienkennern. Zunächst aber gilt es erst einmal, heil aus dem Krankenhaus zu entkommen, denn das Erwachen von Big Boss bleibt nicht lange unbemerkt. Unbekannte Spezialeinheiten überfallen das Krankenhaus und sind nicht erpicht darauf, Gefangene zu machen.

    Geschwächt und ohne jegliche Ausrüstung müsst ihr in dem Chaos einen sicheren Weg nach draußen finden. Nahezu typisch für Metal Gear Solid gibt es anstelle erster Antworten erst mal nur neue Fragen. Wer ist die Person namens Ishmael, die uns auf der Flucht begleitet? Was hat es mit dem in Flammen stehenden Mann auf sich, der uns zielstrebig durch das Hospital verfolgt? Und zu welchem Zweck haben wir uns vorher in einem umfangreichen Charaktereditor ein eigenes Antlitz verpasst, laufen aber trotzdem mit der Visage von Big Boss durch das Spiel? Speziell auf letztere Frage blieb uns Konami auch nach unserem Test eine Antwort schuldig. Wir gehen allerdings stark davon aus, dass der Charaktereditor mit dem im Oktober startenden Metal Gear Online in Verbindung steht.

    05:42
    Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain: Video-Test des Open-World-Schleichers
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test - Nächster Halt: Kabul

          

    Das für die Serie sonst so typische Leveldesign mit seinen engen Gängen und recht vorgegebenen Pfaden lässt Metal Gear Solid nach dem Tutorial im Krankenhaus hinter sich – The Phantom Pain ist der erste Titel der Reihe, der sich dem Sandbox-Gameplay zuwendet. Mit dem Norden Afghanistans und dem südwestlichen Afrika stehen euch gleich zwei große Gebiete zur Verfügung, die ihr relativ frei erkunden könnt. Relativ deshalb, weil beide Länder von der russischen Armee beziehungsweise afrikanischen Befreiungsfronten besetzt sind. Einfach so am nächsten Kontrollpunkt vorbei oder in eine Militärbasis hineinspazieren könnt ihr also nicht. Auch wenn The Phantom Pain durch wichtige Story-Missionen stets einen roten Faden durch das Spiel zieht, könnt ihr jederzeit tun und lassen, was ihr wollt.

    Schlechte Karten: Solange euch noch keine schweren Waffen zur Verfügung stehen, solltet ihr bei gepanzerten Fahrzeugen immer die Flucht antreten. Schlechte Karten: Solange euch noch keine schweren Waffen zur Verfügung stehen, solltet ihr bei gepanzerten Fahrzeugen immer die Flucht antreten. Quelle: Konami Da Big Boss' einstiges Söldnerimperium in Trümmern liegt, ist es eure Aufgabe, den Traum von Outer Heaven ein weiteres Mal aufleben zu lassen. Wie schon zuvor in Peace Walker verfügt ihr in den Gewässern vor den Seychellen über eine Ölplattform namens Mother Base. Diese stellt nicht nur den Ausgangspunkt einer jeden Operation dar, sondern auch eines der wichtigsten Spielelemente von The Phantom Pain. Mithilfe von erbeuteten Ressourcen und dem Geld, das ihr durch absolvierte Missionen verdient, seid ihr bald in der Lage, eure zunächst verschwindend kleine Basis schnell mit weiteren Plattformen zu erweitern. Mit Quartieren und Einrichtung für Entwicklungs- und Kampfeinheiten alleine könnt ihr jedoch keinen Krieg gewinnen. Das dazugehörige Personal holt ihr euch direkt auf dem Schlachtfeld. Jeder Soldat im Spiel verfügt über verschiedene Fähigkeiten, die von unterdurchschnittlichen D-Werten bis hin zum seltenen S+ reichen.

    Nur absolute Elitetruppen glänzen auf jedem Fachgebiet – der gemeine Soldat hingegen ist meist nur auf einen oder zwei Jobs spezialisiert. Um das gewünschte Subjekt auf eure Seite zu ziehen, müsst ihr es zunächst außer Gefecht setzen (merke: nicht töten) und anschließend mit einem Ballon-Apparat in eure Basis schicken. Zugegeben, das mag nicht sonderlich realistisch sein. Auch steht die allgegenwärtige Frage im Raum, warum die gefangenen Soldaten sich ohne Protest eurer Gemeinschaft anschließen. Zweiteres kann man mit "Wow, ich darf für DEN Big Boss arbeiten, was für eine Ehre!" immerhin halbwegs erklären, doch die Art des Transports zur Basis muss man mit Videospiellogik betrachten. Allein bei humanoidem Personal bleibt es hierbei übrigens nicht. Sogar Tiere, Fahrzeuge und selbst Frachtgüter oder Panzer könnt ihr mit einem ausgebauten Ballon nach Hause schicken. Sind die Voraussetzungen bei Personal, Geld und Ressourcen erfüllt, dürft ihr nämlich neue Forschungsprojekte in Auftrag geben, bestehendes Equipment verbessern oder die Mother Base weiter ausbauen. In den ersten Spielstunden weist dieses Feature noch einen leichten Gimmick-Faktor auf, mausert sich aber sehr schnell zu einer der größten Stärken von The Phantom Pain. Später erhaltet ihr auch noch die Möglichkeit, ganze Einsatztruppen auf Sondermissionen zu schicken oder eurer Basis einen neuen Anstrich samt selbst designtem Logo zu verpassen.

    Flieg, Schäfchen, flieg: Alles, was nur irgendwie nützlich erscheint, solltet ihr in eure Basis mitnehmen. Das können später sogar schwere Fahrzeuge sein. Flieg, Schäfchen, flieg: Alles, was nur irgendwie nützlich erscheint, solltet ihr in eure Basis mitnehmen. Das können später sogar schwere Fahrzeuge sein. Quelle: Konami The Phantom Pain ist Customizing pur – und anders als in vielen anderen Sandbox-Titeln ist der Fortschritt im Spielverlauf sowohl sicht- als auch spürbar. Mit einer verbesserten Ausrüstung kann sich die Infiltration eines Stützpunktes, mit dem ihr einige Stunden zuvor noch Probleme hattet, gleich als viel einfacher entpuppen. Und wenn alle Stricke reißen, sind später sogar zielgenaue Artillerieschläge samt Luftunterstützung von schwer bewaffneten Hubschraubern möglich. Eine ganze Basis aus sicherer Entfernung in Schutt und Asche legen klingt einfach und verführerisch, kostet euch jedoch ordentlich Kohle. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass euch auf diese Weise neue Verbündete und Ressourcen durch die Lappen gehen. Ganz ohne Stealtheinsätze kommt ihr in The Phantom Pain also nicht weiter. Verbündete Streitkräfte mit in den Einsatz nehmen dürft ihr zudem auch nicht – mit Ausnahme von einigen wenigen Buddys, die ihr im Spiel finden könnt.

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test - Alle meine Freunde

          

    Die illustre Truppe der optionalen Kameraden besteht aus insgesamt vier – womöglich noch mehr extrem gut versteckte – Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit einem Pferd als Reittier wird euch der erste Helfer gleich schon in der ersten Mission vor die Nase gesetzt. Für den Kampf nur bedingt tauglich, gelangt ihr mit dem weißen Ross schnell von A nach B. In den weiten Steppen von Afrika und Afghanistan durchaus ein Vorteil. Findige Spieler stellen das Tier auch einfach auf die Straße und behindern damit den nächsten Konvoi – Pferdeäpfel auf Kommando inklusive. Reist ihr lieber etwas moderner, könnte euch der später zur Verfügung stehende D-Walker zusagen, eine Art Metal Gear im Mini-Format. Sowohl für Gebietsaufklärung als auch für die Offensive eignen sich der in Afghanistan auffindbare Wolfshund sowie die sehr verschwiegene Scharfschützin Quiet.

    Bloody Hell: Alleine die Hauptstory wird euch für viele Stunden beschäftigen - danach warten noch viele Nebenmissionen und der Multiplayer-Modus auf euch. Bloody Hell: Alleine die Hauptstory wird euch für viele Stunden beschäftigen - danach warten noch viele Nebenmissionen und der Multiplayer-Modus auf euch. Quelle: Konami Beide sind wie geschaffen dafür, euch ein genaues Bild vom vor euch liegenden Außenposten zu vermitteln. Ist das Verhältnis zu eurem Buddy besonders gut, schaltet ihr mit der Zeit weitere Befehle frei. Quiet etwa kann dann auf eigene Faust Stützpunkte angreifen und im Idealfall sogar im Alleingang erobern – was sie während unseres Testlaufes mehr als einmal unter Beweis gestellt hat. Ab einem bestimmten Zeitpunkt machte es keinen Sinn mehr, einen anderen Partner aufs Feld zu holen, weil Quiet im Direktvergleich einfach zu effektiv war. Auch für sämtliche Partner darf mit der Zeit neues Equipment und ein breites Waffenarsenal erforscht werden. Dies bleibt aber, so wie der Partnereinsatz im Allgemeinen, in jeglicher Hinsicht optional. Eine nicht zu unterschätzende Hilfe stellen sie aber definitiv dar.

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test - Gewaltmarsch

          

    Koordiniert wird das Ganze – also Missionsauswahl, Übersichtskarte, Ausbau der Basis und Nachschubanfrage – mit einem tragbaren Multifunktionsgerät, das den Namen iDroid trägt. Mit einem Druck auf das Touchpad eures PS4-Controllers erhaltet ihr jederzeit Zugriff auf sämtliche Funktionen des Hightech-Geräts. Pausiert wird das Geschehen dabei nicht, für eine sichere Umgebung solltet ihr vorher also sorgen. Mit etwas Einarbeitungszeit habt ihr schnell Zugriff auf alle wichtigen Untermenüs und könnt euren Einsatz nach wenigen Augenblicken wieder fortsetzen. Etwas knifflig wird es jedoch, wenn ihr euch im Duell mit einem der leider recht seltenen Bossgegner befindet. Wer zu lange braucht, um sich das nächste Munitionspaket per Fallschirm abwerfen zu lassen, hat schnell eine Kugel im Kopf – und muss anschließend erst mal einen erneuten Marsch durch die Pampa in Kauf nehmen, bevor er sich erneut am Kampf versuchen darf. Generell sind die automatischen Speicherpunkte von The Phantom Pain teilweise sehr willkürlich gesetzt. Mal wirft euch das Spiel nach dem Laden des Checkpoints um satte 40 Minuten zurück, an anderer Stelle ist der Speicherpunkt so unvorteilhaft gesetzt, dass man den zu verfolgenden LKW auch beim nächsten Versuch gar nicht mehr einholen kann. In letzterem Fall war ein Abbruch der Mission für uns unausweichlich und kostete uns weitere wertvolle Testzeit. Zwar kam dies im gesamten Spielverlauf nicht allzu häufig vor, für einige Stunden gefühlten Leerlaufes sorgte so manch künstlich in die Länge gezogene Mission aber dennoch.

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test - Der Boss lässt sich Zeit

          

    Leerlauf ist ein in The Phantom Pain zu einem gewissen Grad sehr relevantes Stichwort, das in der allgemeinen Spielstruktur begründet liegt. Das Genre der Sandbox-Games ist ideal dafür geschaffen, den Spieler mit massig Content an der Leine zu halten. In diesem Bezug enttäuscht auch The Phantom Pain nicht und kann euch locker für 100 Stunden beschäftigen. Hinsichtlich der Story ist es jedoch auch eines der schwächsten "großen" Metal Gears. Nach dem sehr gelungenen, brillant gescripteten und herausgearbeiteten Einstieg ins Spiel passiert für eine lange Zeit erst mal wenig. Über viele Charaktere, die man im Prolog das erste Mal zu Gesicht bekommt, weiß man auch nach dem ersten Kapitel nicht viel mehr – und allein das beschäftigt flotte Spieler schon mindestens 25 Stunden.

    Wir sind die Borg: Beim Bossdesign hält sich Kojima überraschend zurück. Ähnlich starke Figuren wie zum Beispiel The Boss sind in TPP leider eher Mangelware. Wir sind die Borg: Beim Bossdesign hält sich Kojima überraschend zurück. Ähnlich starke Figuren wie zum Beispiel The Boss sind in TPP leider eher Mangelware. Quelle: Konami Es fehlt die überzogene, teils auch selbstironische, letztendlich aber doch so coole Inszenierung eines Sniper Wolf, Gray Fox, The End oder The Boss. Auf der Seite der Protagonisten sieht es nicht viel anders aus. Ocelot und Kazuhira Miller stellen sich zu selten ins Rampenlicht und verweilen lieber zu Hause in der Mother Base. Big Boss selbst ist teilweise sogar ein wenig zu mürrisch geraten – sein neuer Synchronsprecher Kiefer Sutherland macht seinen Job zwar sehr gut, lässt sein Talent aber nur sehr selten durchscheinen. Mehr als einen einzelnen Satz gibt der Anführer der Diamond Dogs oft nicht von sich, überlässt stattdessen seinen Kumpanen das Wort. Kojima hat sich sehr bemüht, berechtigte Kritikpunke wie die verworrenen Handlungsstränge eines Sons of Liberty oder ausufernde Zwischensequenzen in Spielfilmlänge aus Guns of the Patriots zu vermeiden. Das mag ihm gelungen sein, aber zu einem gewissen Teil entfernt sich The Phantom Pain doch von dem, was Metal Gear Solid sonst immer ausgemacht hat – im Guten wie auch im Schlechten.

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Test - Das fehlende Teil im Puzzle

          

    Wie so oft ist weniger aber manchmal mehr. Und dies trifft auch auf The Phantom Pain zu. Kojima schwingt im offiziell fünften Teil vielleicht seltener den Dirigentenstab. Aber wenn er es tut, macht ihm so schnell keiner was vor. Ob nun als One-Shot hautnah dran am Geschehen oder gleich ganz in der Totale – der Mann versteht sein Handwerk und holt dabei mit seiner jahrzehntelanger Erfahrung alles heraus. Das Gesamtbild wird nur durch die nicht ganz taufrische Grafik etwas getrübt, immerhin waren sowohl Ground Zeroes als auch The Phantom Pain lange Zeit für PS3 und Xbox 360 in Entwicklung. Die Last-Gen-Wurzeln des Titels sind zwar klar zu erkennen, ein Kind der Hässlichkeit ist das fünfte Metal Gear Solid aber definitiv nicht. Zumal das Geschehen auf der Playstation 4 jederzeit flüssig bleibt und konstante 60 Frames pro Sekunde abliefert. Von allen vier Versionen ist die PS4-Version ganz klar die stärkste und muss sich nur vor dem PC geschlagen geben.

    Mütterchen Basis: Recht schnell erweitert ihr eure Mother Base um zusätzliche Plattformen, auf denen ihr neue Forschungsprojekte in Auftrag geben könnt. Mütterchen Basis: Recht schnell erweitert ihr eure Mother Base um zusätzliche Plattformen, auf denen ihr neue Forschungsprojekte in Auftrag geben könnt. Quelle: Konami Beim Sound allerdings übertrifft sich das Spiel auf allen verfügbaren Systemen beinahe selbst. Durch die Bank exzellente Sprecher, eine wuchtige Soundkulisse und eine hervorragende Hintergrundmusik aus der Feder von Harry Gregson-Williams sorgen zusammen mit der guten Soundabmischung für ein echtes Klangerlebnis. Vor allen Dingen aber gelingt es Kojima und seinem Team, die Lebensgeschichte von Big Boss perfekt mit den Ereignissen des allerersten Metal Gear zu verbinden, welches auf dem Nintendo Famicom und dem MSX seinen Anfang nahm. Selbst abseits der perfekt choreografierten Zwischensequenzen lebt das Spiel von seinen ganz eigenen Momenten. Wer im Morgengrauen von seiner eigens aufgebauten Mother Base im Hubschrauber losfliegt, während aus dessen Lautsprechern das Titellied von Snake Eater ertönt, dem ist eine Gänsehaut gewiss. Und das wird unter Garantie häufiger passieren als euch lieb ist.

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain ist ein inhaltliches wie spielerisches Epos, das euch für sehr lange Zeit beschäftigen wird. Die weitläufigen Areale des Spiels laden zum Erkunden ein, es gibt Unmengen an Nebenaufgaben zu erledigen und der motivierende Ausbau der Mother Base ist ein superbes Feature, das auch lange nach der Story zu beschäftigen weiß – der im Oktober folgenden Online-Anbindung sei Dank. Um The Phantom Pain in seiner ganzen Pracht genießen und vor allem verstehen zu können, müsst ihr in der Serie allerdings über die Grundkenntnisse hinaus bewandert sein. Sollte dies nicht gegeben sein, müsst ihr euch allein mit den spielerischen Werten zufrieden geben. Stärken, auf die Konami angesichts des nun zugrunde liegenden Gameplay-Gerüsts in Zukunft wohl weiterhin setzen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass sie bereit sind, ebenso viel Herzblut in die Serie zu investieren wie Serienvater Kojima und sein Team, denn in Zukunft werden sie ohne ihn auskommen müssen.


    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain (PS4)

    Spielspaß
    88 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Riesige, prall gefüllte Spielwelt
    Eigene Mother Base
    Fette Sounduntermalung
    Tolle Charakterzeichnung …
    … die nur langsam in Fahrt kommt
    Technisch nicht ganz zeitgemäß
    Fazit
    Ein in jeder Hinsicht würdiges Metal Gear – und erfrischend anders.


    30:56
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - 30-minütige Gameplay-Demo von der Gamescom
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    • Es gibt 47 Kommentare zum Artikel

      • Von mjrkoenig
        Ich weis kommt spät aber der Ballon zum ausfliegen is ja an sich nix neues. Gab's beim Film the dark knight. Als er den Chinesen aus seinem Bunker gemobst hat. War ziemlich das gleiche Prinzip. 
      • Von golani79 Erfahrener Benutzer
        Freu mich schon auf den Titel - vorher noch die versäumten nachholen.
        Bin grade bei MGS 2 :)

        Schade, dass es nun vorbei ist .. schönes und zugleich trauriges Video ..

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von JayDee1207 Neuer Benutzer
        Wenn nur diese Tastatursteuerung nicht wäre, bzw. sie sich besser anpassen liesse. Ansonten ziemlich geil das Spiel.
    • Aktuelle Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain Forum-Diskussionen

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Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
Test - Ein in jeder Hinsicht würdiges Metal Gear - und erfrischend anders
Kojimas finaler Streich: Mit dem wohl letzten Metal Gear Solid, das die Handschrift des einstigen Serienschöpfers trägt, beschreitet Konami neue Wege. In unserem Test zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain lest ihr, das euch ein in jeder Hinsicht würdiges Metal Gear erwartet.
http://www.pcgames.de/Metal-Gear-Solid-5-The-Phantom-Pain-Spiel-14823/Tests/Test-1168932/
24.08.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/08/Metal_Gear_Solid_5_The_Phantom_Pain_Test_Screenshots__1_-pc-games_b2teaser_169.jpg
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