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  • METAL GEAR RISING: REVENGEANCE

    Metal Gear Rising: Revengeance im Test - Update mit PC-Test-Video

    Metal Gear Rising: Revengeance ist ein waschechtes Videospiel für PS3 und Xbox 360 - und das ist gut so! Der Verzicht auf Realismus kommt den rasanten Kämpfen zugute, die Story ist gelungen und das gesamte Spiel perfekt inszeniert. Wenn nur diese skandalöse Kamera nicht wäre... Update: Jetzt mit Test der PC-Version!

    Seit seinem Debüt in Metal Gear Solid 2 genießt Cyber-Samurai Raiden einen eher zweifelhaften Ruf bei Metal Gear-Fans. Bisher spielte der weißhaarige Schwertkämpfer im Vergleich zu Solid Snake eine untergeordnete Rolle. Doch mit Metal Gear Rising: Revengeance ist es endgültig aus mit diesem Image, denn in welch grandioser Manier die Japaner von Platinum Games den guten Raiden in diesem Action-Festival in Szene setzen, dürfte nicht nur Hideo Kojima gefallen. Getestet haben wir die Konsolenversionen von Metal Gear Rising: Revengeance - wann eine PC-Version kommt, ist nicht bekannt.

    Es dauert ungelogen keine zehn Minuten im Spiel bis zum ersten, spitzenmäßig inszenierten Kampf, bei dem Raiden eindrucksvoll demonstriert, aus welchem Holz, äh Metall er geschnitzt ist. Und dabei ist das nur ein Vorgeschmack auf das, was in den nächsten sieben bis acht Spielstunden folgt, in denen Rising dieses Top-Niveau bis zum ebenso exzellenten wie leicht durchgeknallten Ende komplett aufrechterhält. Mal hüpft Raiden völlig lässig von einer auf ihn zufliegenden Rakete zur nächsten, als wären die tödlichen Sprengkörper nur Treppenstufen. Ein andermal rennt er einen Wolkenkratzer senkrecht empor, als wäre die Schwerkraft ein albernes Hirngespinst und Newton ein Hochstapler. Doch der absolute Knaller sind die fulminanten Boss-Showdowns. Jeder Fiesling in Rising bringt euch noch mehr ins Schwitzen als der letzte. Dazu spielt fetziger J-Rock, der immer intensiver wird, je weniger Lebenspunkte euer Widersacher hat, und euch so immer stärker anpeitscht. Platz für Langeweile bleibt da nicht. Zu keinem Zeitpunkt.

    Metal Gear Rising: Revengeance - Können gefragt

    Ein großer Teil des Spaßes in Rising resultiert aus dem fabelhaften Kampfsystem. Anfangs bedarf es zwar einiger Eingewöhnungszeit, da es sich ein wenig von typischen Actionspielen unterscheidet. Doch dann schnetzelt es sich mit Raidens Klinge gar wunderbar. Mit Quadrat teilt ihr leichte Schläge aus, die Dreieck-Taste dient für harte Treffer. Damit und mit dem linken Analogstick bastelt ihr hervorragend choreografierte Combos zusammen. Das geht wunderbar von der Hand, etwas mehr Tiefe hätte aber schon noch sein dürfen. Anspruchsvoller ist dafür die Defensive. Eine Ausweichrolle gibt es in Rising ebenso wenig wie eine Blocktaste. Stattdessen kontert ihr Feindangriffe, indem ihr im richtigen Moment den Stick in die Richtung des Gegners drückt und die Angriffstaste betätigt. Das Tolle an diesem System ist, dass es skillvolles Spielen belohnt, da ihr so fast alle Nahkampfangriffe blocken könnt.

    Metal Gear Rising: Revengeance- Schnittige Action

    Metal Gear Rising Revengeance im Test: Erstklassig inszeniert, aber die Kameraführung kommt aus der Hölle. (6) Metal Gear Rising Revengeance im Test: Erstklassig inszeniert, aber die Kameraführung kommt aus der Hölle. (6) Quelle: PC Games Das markanteste Merkmal an Rising ist der innovative Klingenmodus, der es auch ermöglicht, mit Raidens Katana so ziemlich alles und jeden in Scheiben zu schneiden (siehe Kasten Seite 58). Was dank der ungeschnittenen USKFassung übrigens reichlich explizit dargestellt wird. Das ist mitunter hart an der Grenze, die moralische Fragwürdigkeit hinter Raidens Schnetzel-Marathon wird in der Story aber vernünftig thematisiert und Raidens Motive werden klar aufgezeigt. Davon abgesehen geht es in Rising nicht darum, hirnlos alles zu verhackstücken. Das klappt auch gar nicht.

    Stattdessen müsst ihr den Klingenmodus mit Bedacht einsetzen. Denn der saugt Raidens Energievorrat richtig fix leer. Um ihn wieder aufzuladen, bedarf es eines Präzisionsschnitts, der die Energiezellen der feindlichen Cyborgs freilegt. Abseits von Standardgegnern müsst ihr die Kontrahenten obendrein erst mit Combos schwächen, bevor ihr ihnen Körperteile absäbeln könnt. Im Verlauf des Spiels schaltet ihr zudem den Ripper-Modus frei, den ihr aktivieren könnt, wenn Raidens Energie komplett gefüllt ist. Das versetzt ihn in einen Kampfrausch, durch den er die Panzerung von Feinden ignoriert. Doch das leert euren Energievorrat so richtig schnell.

    Update: Test der PC-Version

    Metal Gear Rising: Revengeance - Kampf dem Kamera-Krampf!

    Metal Gear Rising Revengeance im Test: Erstklassig inszeniert, aber die Kameraführung kommt aus der Hölle. (5) Metal Gear Rising Revengeance im Test: Erstklassig inszeniert, aber die Kameraführung kommt aus der Hölle. (5) Quelle: PC Games Gestört wird der Kampfspaß leider von der unverschämt störrischen Kamera. Die kommt Raidens blitzschnellem Kampfstil hin und wieder nicht hinterher und platziert sich ab und zu vor Wände. Besonders aufgeregt hat es uns, als sich die Kamera vereinzelt einfach selbstständig machte und völlig ungefragt den Blickwinkel änderte. Was soll der Quatsch bitte? Um dem beizukommen, kann man Gegner zwar anvisieren, was ohnehin wertvoll ist. Doch bei Kämpfen gegen mehrere Feinde ist das auch nicht das Gelbe vom Ei, da man so eigentlich immer mindestens einen Widersacher im toten Winkel hat. Bei den teils sehr hektischen Kämpfen geht daher gerne mal der Überblick flöten, was uns zwar nie Raidens Leben, jedoch sehr wohl einige unserer Nerven kostete.

    Metal Gear Rising: Revengeance - Leistungsorientiert

    Die einzelnen Spielkapitel verlaufen sehr linear, nur selten könnt ihr für optionale Kämpfe noch mal umdrehen. Jedes Kapitel ist nochmals in Abschnitte unterteilt und in jedem davon wird eure Kampfleistung in verschiedenen Kategorien bewertet. Da spielen Faktoren wie die benötigte Zeit, wie lang eure beste Combo war oder die Anzahl an ausgeführten Zandatsu-Moves rein. Je besser ihr euch schlagt, desto mehr Kampfpunkte gibt es. Mit diesen Punkten kauft ihr zwischen den Spielkapiteln Upgrades für Raidens Cyborgkörper sowie seine Bewaffnung und schaltet neue Skills frei. Weitere Kampfpunkte könnt ihr zudem in VR-Missionen erspielen, die ihr im Spielverlauf freischaltet.

    Die VR-Missionen sind im Grunde simple Zeit-Challenges, die ihr vom Hauptmenü aus anwählt. Wesentlich spannender sind die zahlreichen Secrets, die zusätzlich zu normalen Items wie Granaten und Reparaturkits in den Spielabschnitten versteckt sind. Die Secrets reichen von nützlichen Sachen wie Upgrades für Raidens maximale Lebenspunktemenge über Sammelobjekte bis hin zu Eastereggs und Anspielungen auf Metal Gear Solid-Spiele. So könnt ihr Raiden zum Beispiel in bester MGS-Manier unter einem Pappkarton verstecken und schleichend agieren. Das ist natürlich witzig, macht aber – vor allem wegen der blöden Kamera – merklich weniger Laune als ein actionbetontes Vorgehen.

    Metal Gear Rising: Revengeance - Gelungene Mischung

    Metal Gear Rising Revengeance im Test: Erstklassig inszeniert, aber die Kameraführung kommt aus der Hölle. (4) Metal Gear Rising Revengeance im Test: Erstklassig inszeniert, aber die Kameraführung kommt aus der Hölle. (4) Quelle: PC Games Die Story spielt vier Jahre nach den Ereignissen in MGS 4 und wird Metal Gear-typisch in ausufernden Zwischensequenzen und Funk-Dialogen präsentiert, die eine willkommene Abwechslung zu der Daueraction bieten. Das bedeutet aber auch, dass ihr etwa ein Viertel der Spielzeit in die Rolle des Zuschauers gedrängt werdet, während ihr den fabelhaft gemachten Zwischensequenzen zuseht. Oder während ihr den Charakteren dabei lauscht, wie sie minutenlang über Bestimmung, Recht und Unrecht schwadronieren. Das ist natürlich genau wie bei den anderen Metal Gears nicht für jeden Geschmack, uns hat es jedenfalls gut gefallen.

    Vor allem weil die Story von Rising kein abgedroschenes Schwarz-Weiß-Bild zeichnet, sondern stattdessen auf kluge Weise Gesellschaftskritik übt und einige Parallelen zu aktuellen Problemen in der Realität zieht. Eine Figur hat es uns da ganz besonders angetan. Welche und warum, verschweigen wir aus Spoilergründen natürlich. Nur so viel: Dieser Charakter ist eine fabelhafte Parodie auf amerikanische Politiker und deren oft haltlose Wahlkampfversprechen. Rising gelingt also der ideale Spagat zwischen der Metal Gear-typischen, ausufernden Story- Präsentation und fetziger, wunderbar griffiger Action der Sorte Bayonetta oder Vanquish. Und das mit einer fabelhaften Inszenierung, wie man sie von Platinum Games gewohnt ist.

    Metal Gear Rising: Revengeance (X360)

    Spielspaß-Wertung
    87 %
    Leserwertung
    (0 Stimmen):
    -

    Metal Gear Rising: Revengeance (PS3)

    Spielspaß-Wertung
    87 %
    Leserwertung
    (0 Stimmen):
    -
    Pro & Contra
    Irrwitzig gut inszenierte Action
    Fabelhafte Schwertkampf-Mechanik
    Famose Bosskämpfe
    Coole Anspielungen und Secrets
    Story-Kampagne recht fix durchgespielt
    Die Kamera ist der Hass!

  • Metal Gear Rising: Revengeance

    Metal Gear Rising: Revengeance

    Plattform
    X360
    PC
    PS3
    Publisher
    Konami
    Developer
    Platinum Games
    Release
    01.01.2012

    Es gibt 14 Kommentare zum Artikel

    Von LouisLoiselle
    Den gibt es ja mit Videogameszone im Grunde schon. Um so unverständlicher ist das alles.
    Von RedDragon20
    Ich hab es nun schon einige Male durch. Ein Wochenende exzessives Spielen. Die Kamera ist wirklich ein Graus, gerade in engeren Räumen. Da braucht man viel Geduld. Aber ich finde, das allein sollte keine "Nicht-Kauf-Warnung" sein. Denn das Spiel selbst ist wirklich gelungen. Nicht herausragend, aber ich…
    Von sauerlandboy79
    Die Warnung bezüglich der Kamera ist schon fast eine Nicht-Kauf-Warnung für mich. 
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