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  • Memento Mori: Die Spur des Todesengels im Lesertest

    Im Adventure Memento Mori muss der Spieler den Raub eines Kunstwerkes aus der Eremitage in St. Petersburg aufklären. Was erst einmal nicht besonders spannend klingt, entwickelt sich jedoch im Spielverlauf zu einem mysteriösen Thriller.

    Das Adventure beginnt gemächlich mit den Ermittlungen zu einem Kunstraub aus der Eremitage in St. Petersburg. Hier wurde ein wertvolles Gemälde gestohlen und durch eine Kopie ersetzt. Der für die Sicherheit der Eremitage verantwortliche Oberst Ostankovic möchte, aus persönlichen Gründen, diesen Raub möglichst geheim halten und beauftragt den ehemaligen französischen Kunstfälscher Max Durand und die Interpol-Kommissarin und ehemalige russische Agentin Lara Svetlova mit der Aufklärung des Falls. Dabei setzt Ostankovic Max sehr unter Druck und fordert eine rasche Aufklärung des Raubes.

    Der Spieler schlüpft nun abwechselnd in die Rollen von Max und Lara und hat die Aufgabe, den Fall zu lösen und das gestohlen Gemälde wieder zu beschaffen. Die Handlung fängt zu Beginn spannend an, lässt dann etwas nach und wird gegen Ende wieder fesselnder. Je nachdem wie man einige Entscheidungen trifft, soll es insgesamt sechs leicht unterschiedliche Enden geben. Mein Ende war ein wenig dramatisch inszeniert, aber ich hätte mir ein spektakuläreres und aufschlussreicheres Finale gewünscht. Erzählt wird die Geschichte in kurzen Renderfilmchen und durch Zwischensequenzen in der Spiel-Engine. Die in 18 teils sehr kurze Akte eingeteilte Geschichte unterhält gut, man kann ihr anständig folgen und möchte immer weiterspielen. Meine Spielzeit würde ich auf circa neun Stunden beziffern.

    Bei den Ermittlungen verschlägt es die beiden Hauptcharaktere nicht nur an verschiedene Örtlichkeiten in St. Petersburg und Lyon, sondern auch nach Lissabon, Großbritannien und Finnland. Grafisch ist das Spiel in 3D gehalten und durch die nicht immer optimalen Kamerawinkel gewöhnungsbedürftig. Die Engine protzt teilweise mit hübschen Texturen an Wänden und Gegenständen und bezaubert durch die guten Licht- und Spiegeleffekte. Die Lara Svetlova auf Spurensuche in der Wohnung eines Kunstfälschers. Lara Svetlova auf Spurensuche in der Wohnung eines Kunstfälschers. Quelle: Prime85 Vegetation wirkt dagegen meist detailarm, steril und oft auch ziemlich hässlich. Clippingfehler traten nur sporadisch auf und störten kaum. Die Umgebungen der einzelnen Schauplätze werden atmosphärisch dicht dargestellt und durch Menschen, Autos und Wasserspiele aufgelockert. Die Charakteranimationen sehen oft realistisch aus, laufen aber recht langsam ab und lassen sich zum Teil nicht abbrechen. Das Spiel bietet einen animierten Mauszeiger an, der aber auf meinen zwei Computern ein extrem schwammiges Mausgefühl erzeugte. Aus diesem Grund habe ich auf diesen unnötigen Effekt verzichtet.

    Das Kombinieren und Interagieren mit Gegenständen und Personen ist komfortabel und schnell zu erlernen. In einigen Gesprächen und Situationen verlangt das Spiel eine schnelle Entscheidung. In den meisten Fällen kann man aber die zwei oder drei Varianten auch nacheinander wählen. In einem Gespräch musste man, wenn man nicht sofort die richtige Variante gewählt hatte, sogar alle drei Möglichkeiten ausprobieren, um überhaupt weiterzukommen. Dieser Schnitzer war aber auch fast die einzige Ungereimtheit im Rätseldesign. Die Aufgaben sind meist Kombinationsrätsel, aber auch Zahlenrätsel müssen gelöst werden. Zum großen Teil sind sie sehr einfach und man kommt meist recht schnell auf die Lösung. Das liegt auch daran, dass es recht wenige Objekte zu betrachten oder einzusacken gibt. Während man in anderen Adventures schon einmal den Überblick auf Grund des vollen Inventars verlieren kann, beschränkt sich bei Memento Mori die Auswahl der gleichzeitig im Inventar befindlichen Gegenständen auf meist nicht mehr als eine Hand voll.

    Dafür sollte man sich diese Objekte aber auch genau anschauen und um 360 Grad drehen. Bei so manchem Utensil wird man erst nach einem Rundumblick auf ein wichtiges Detail aufmerksam. Gespeichert wird an vorgesehenen Stellen automatisch, und der Spieler kann jederzeit einen eigenen Spielstand anlegen. Für den einen oder anderen Adventure-Spieler sind die Rätsel bestimmt viel zu einfach, aber ich fand sie zumeist genau richtig, um nicht zu verzweifeln und stundenlang nach einem Ergebnis zu suchen. So verliert man nicht die Lust am Spielen und die Handlung aus den Augen. Ein großer Bug hat mich leider so gestört, dass ich einen älteren Spielstand laden musste. In einer Krypta sprang die Kamera, durch irgendeinen Tastendruck oder Programmfehler, in eine Ecke und ich konnte Max nicht mehr aus dieser Szene lenken.

    Lara Svetlova unterwegs in Lissabon. Lara Svetlova unterwegs in Lissabon. Quelle: Prime85 Die Soundkulisse ist ein zweischneidiges Schwert. Umgebungsgeräusche gibt es kaum, aber dafür ist die Hintergrundmusik angenehm, fügt sich super ins Geschehen ein und klingt stimmungsvoll. Die Sprecher von Max, Lara und Ostankovic fand ich gut gewählt und passend. Einige Nebencharaktere hörten sich dagegen recht gezwungen und wenig glaubwürdig an. Ein Satz eines Museumswächters hatte gar keine Sprachausgabe.

    Meine Negativpunkte:
    - großer Bug in Krypta (-4)
    - unschöne Vegetation und langsame, zum Teil nicht abbrechbare Animationen (-4)
    - teils unglaubwürdige Sprecher (-3)
    - Kamerawinkel nicht immer optimal (-2)
    - Geschichte nicht durchgehend fesselnd (-2)
    - kleine Bugs (Clippingfehler, fehlende Sprachausgabe) (-2)
    - animierter Mauszeiger ist extrem schwammig (-2)
    - kurze Spielzeit (-1)

    Fazit: Auch wenn so manche Punkte ein klein wenig stören, die Rätsel sehr einfach sind und die Geschichte nicht durchgehend fesselt, ist Memento Mori ein Adventure, welches unterhält und Spaß macht.

    Meine Wertung: 80 %


    Memento Mori

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Prime85
    80 %
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Atmosphäre
    8/10
    PC GAMES
    Spielspaß-Wertung
    74%
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Memento Mori: Die Spur des Todesengels
    Memento Mori: Die Spur des Todesengels
    Publisher
    ANACONDA
    Developer
    Centauri Production
    Release
    31.10.2008
    Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
    Von Nyx-Adreena
    Zumindest lässt das Bild schon erahnen, an welches Ende der zweite Teil anknüpfen bzw. nicht anknüpfen wird. :)Ich…
    Von Prime85
    So sehe ich das auch. Das Adventure-Genre ist zwar eine Nischen-Genre aber es stirbt nicht aus und beschert uns jedes…
    Von Nyx-Adreena
    Das stimmt, gerade das Adventure- Genre kann nie Aufmerksamkeit genug bekommen. :)Richtig, da war doch was. ;)Es sind…

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767532
Memento Mori
Memento Mori: Die Spur des Todesengels im Lesertest
Im Adventure Memento Mori muss der Spieler den Raub eines Kunstwerkes aus der Eremitage in St. Petersburg aufklären. Was erst einmal nicht besonders spannend klingt, entwickelt sich jedoch im Spielverlauf zu einem mysteriösen Thriller.
http://www.pcgames.de/Memento-Mori-Die-Spur-des-Todesengels-Spiel-14708/Lesertests/Memento-Mori-Die-Spur-des-Todesengels-im-Lesertest-767532/
15.08.2010
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2010/08/Memento_Mori_5.jpg
memento mori
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