Im Flugwrack auf Rettungseinsatz
Ohne Hilfe eines Kopiloten sind die Straßen reichlich eng.
So jedenfalls will es uns RTL weismachen. Das Computerspiel ist weniger hektisch: Bis zu zwei Stunden kann ein einziger der insgesamt 40 Einsätze dauern, in denen der Spieler immer wieder die gleiche Aufgabe zu erledigen hat. Am Landeplatz startet er den Helikopter, fliegt eine halbe Stunde an den Einsatzort, sammelt einen Verletzten ein und fliegt wieder zurück. Von all dem ist nur das Aufsammeln der potenziellen Patienten halbwegs unterhaltsam - aber eigentlich ist es nur schwierig. Der Helikopter weist nämlich ein einigermaßen glaubwürdiges Flugmodell auf und muss sehr gefühlvoll gesteuert werden. Einen Kopiloten, der den Spieler metergenau zum Ziel dirigieren würde, gibt es leider nicht und so gerät das Retten zum Blindflug. Weitaus schlimmer: Eine Stimme warnt bei ausgeschaltetem Motor vor zu hoher Drehzahl, gelegentlich gerät der Medicopter grundlos ins Trudeln und ab und an explodiert er auch. Die Software durchlief offenbar einen hurtigen Betatest.

