Medal of Honor: Pacific Assault
Kluge Kerlchen
Über jeden Zweifel erhaben ist die künstliche Intelligenz. Sowohl Ihre Mitstreiter als auch die Feinde agieren erstaunlich menschlich. Liegt ein Soldat unter Beschuss, bleibt er so lange in Deckung, wie ihm Blei über das Haupt fegt. Selbst wenn die Luft rein ist, kann es passieren, dass er weiter verängstigt in der Ecke kauert und sogar direkte Befehle ignoriert. Traut sich ein Asiate nicht aus seinem Versteck, schmeißen Sie entweder eine Granate oder kreisen ihn ein. Es sei denn, er hockt hinter einer Holzkiste. Dann pusten Sie einfach diese Deckung weg. Dank der Havoc-Engine lassen sich nämlich bestimmte Objekte physikalisch korrekt in sämtliche Einzelteile zerlegen. Als Landschaftsgärtner à la Söldner dürfen Sie sich aber nicht austoben. Lediglich Kisten und diverse Aussichtstürme brechen zusammen. Sehr authentisch simuliert MoH: Pacific Assault den japanischen Kampfgeist: Nähern Sie sich einem Gegner auf wenige Meter, so stürmt dieser todesmutig auf Sie zu und versucht, Sie mit dem Bajonett oder - im Falle von Offizieren - mit dem Samuraischwert aufzuspießen. Und wehe, Ihr Magazin ist in diesem Moment leer und Sie müssen nachladen. ... Obwohl sich Ihre Kameraden in puncto Wegfindung keine Schnitzer erlauben, treiben die Jungs Sie besonders gegen Spiel-ende in den Wahnsinn. In engen Passagen, also in Bunkeranlagen oder Häusergängen, platzieren sich die Computerkrieger derart unglücklich, dass Sie einfach nicht mehr an ihnen vorbeikommen. Mal eben einen Kollegen nett beiseite schieben, wie es in Raven Shield möglich ist, geht nicht. Wenn es kein Durchkommen gibt, können Sie nur noch einen alten Spielstand laden oder per Granate die "Blockade" wegsprengen. Sterben können Teammitglieder übrigens nicht. Der Sanitäter ist ein wahrer Wunderheiler und hilft jedem Verletzten mit ein paar Spritzen wieder auf die Beine. Auch Ihnen, wenn Sie es nötig haben. Aber Vorsicht: Der Medizinmann führt nur für KI-Marines und sich selbst unbegrenzt Verbandspäckchen mit. Für Sie selbst sind seine Sprechstunden auf etwa fünf pro Level begrenzt.
Wiederholungstäter
Während die Pearl-Harbor-Mission vor allem durch den enormen Abwechslungsreichtum und die fantastische Atmosphäre begeistert, verliert MoH: Pacific Assault im Dschungel merklich an Fahrt. Ähnlich grandiose Passagen tauchen in den folgenden neun Stunden nur selten auf. Die Einsätze sind stellenweise fast genauso eintönig wie die Spielumgebung. Zudem halten sich Überraschungen in Grenzen. Ein Beispiel für solch eine Szene: Nichts ahnend betreten Sie eine Lichtung. Überall liegen Leichen. Als Sie die Körper untersuchen wollen, stehen die tot geglaubten Soldaten plötzlich auf und eröffnen das Feuer. Die übrige Zeit sprengen Sie wiederholt Artilleriestellungen, holen zum x-ten Mal in bester Incoming-Manier minutenlang Feindflieger vom Himmel, vertreiben immer wieder Japaner aus Dörfern und wehren zig Angriffswellen auf eigene Stellungen ab. Das war's. Bis Sie sich dem eigentlichen Missionsziel nähern, latschen Sie in der Regel fast eine Stunde lang durch die linearen Levels und ballern alles ab, was Ihnen über den Weg läuft. Hier beschleicht einen das Gefühl, dass die Spielzeit auf Biegen und Brechen nach oben geschraubt werden sollte. Weniger wäre in diesem Fall deutlich mehr gewesen. Obendrein hemmen die häufigen Ladezeiten den Spielfluss.


schon sehr geil umgesetzt.
habe für das game keinen patch installiert und bei mir isses…
ok, es hat ein paar detailmängel, zb. bei der ki und v.a. der kollisionsabfrage,
die mich persönlich aber nicht so extrem gestört haben.
grafik ist grösstenteils auch sehr ansehnlich - und…