Medal of Honor: EA verklagt USK wegen Uncut-Version
Medal of Honor: EA verklagt die USK, weil diese die Uncut-Version des Spiels nicht kennzeichnen wollte. (10)
EA vs. USK: Der Kölner Publisher Electronic Arts hatte laut einer Pressemitteilung vom heutigen Donnerstag parallel zur deutschen Version von Medal of Honor bei der USK auch die Alterskennzeichnung "Keine Jugendfreigabe" (18+) für die ungeschnittene PEGI-Version von Medal of Honor beantragt. Heute sei die Entscheidung gefällt worden, die PEGI-Version nicht zu kennzeichnen. Damit kann die PEGI-Version indiziert werden, was bei der von der USK gekennzeichneten deutschen Version nicht möglich ist. Electronic Arts teilt nun mit, dass sie diese Entscheidung nicht nachvollziehen könnten und rechtlich dagegen vorgehen würden.
Als Begründung schreibt der Pressesprecher von Electronic Arts, Martin Lorber, folgendes: "Bei der Entwicklung des Spiels haben wir großen Wert auf eine möglichst realistische, filmartige Darstellung gelegt. Die filmähnliche Grafik präsentiert sich detailreich und beschönigt den Kriegsalltag in keiner Weise. Die Hintergrundgeschichte, in die der Spieler in besonderer Weise eingebettet ist, problematisiert vielmehr das Kriegsgeschehen. Zunehmend zweifeln die Soldaten am Sinn der Befehle, die sie auszuführen haben. Das Spiel folgt der Tradition filmischer Umsetzungen der Kriegsthematik wie beispielsweise Soldat James Ryan oder Inglorious Bastards, die mit teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellungen arbeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Nichtkennzeichnung in unseren Augen nicht nachvollziehbar. Hier wird schlicht mit zweierlei Maß gemessen." Eine Stellungnahme der USK lag bis Donnerstagabend nicht vor.
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