Spielerische Tiefe statt breiter Erzählungen
Ein Kampfroboter verwandelt sich in einer bildschönen Explosion vom Stahlmonster zum Aschehaufen.
Im Gegensatz zum Hauptprogramm erzählt Black Knight seine Geschichte (ein verstoßener Soldat beginnt in einer Söldnertruppe ein neues Leben und kämpft für das ehemals verhasste Haus Steiner) nur über kurze Funksprüche. Die Spieldesigner haben ihren Schwerpunkt offensichtlich auf den Spielinhalt gelegt - was ja eigentlich auch nicht schlecht ist.
Die dynamische Kampagne besteht aus 20 abwechslungsreichen Missionen. Es sind einzelne Gegner zu vernichten, der eigene Nachschub zu sichern oder im Team Basisgebäude dem Erdboden gleichzumachen. Als "Fahrzeug" stehen vom blitzschnellen Uller bis zum mächtigen Giganten Black Knight fünf neue Mechs zur Auswahl, auf die der Spieler seine Waffen schrauben darf. In dem Add-on findet man diese nicht nur als Wrackteile auf dem Schlachtfeld, sondern kann sich (man ist ja schließlich Söldner) auch auf dem Schwarzmarkt eindecken. Von Zeit zu Zeit gibt es dort wahrhaft Furcht einflößende Raketen und Strahlenwaffen zu kaufen - wer brav seine Sekundärziele erfüllt, hat bald Geld zum Großeinkauf. Dank der neuen Mechs und der Vielzahl neuer Waffen ist Black Knight weitaus strategischer zu spielen als das Hauptprogramm. Dennoch sind einige Missionen nur mit einem einzigen Waffentyp zu schaffen - blindes Ausprobieren ist hier unumgänglich.
Technisch bietet Black Knight nichts Neues. Für eine Kampfroboter-Simulation sind Grafik und Sound nach wie vor sehenswert, andere 3D-Action-Shooter zeigen aber längst weitaus mehr Details und Effekte. Nicht einmal die unpräzise und komplizierte Maus-/Tastatur-Steuerung hat Cyberlore überarbeitet, immerhin wurde der Mehrspielermodus mit fünf neuen Spielarten (unter anderem Belagerung und David gegen Goliath) aufgewertet.


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