Auf der Flucht vor Agent Smith
Das Handy klingelt, Thomas Anderson hebt ab - und gerät unvermittelt ins Visier der Polizei; eine hektische Flucht beginnt. An dieser Stelle startet der Hauptteil von Path of Neo: Auf Weisung des mysteriösen Anrufers (Matrix-Kenner wissen, dass es sich um Befreier Morpheus handelt) hetzen Sie den Titelhelden durch enge Büroräume und Gänge bis aufs Dach des Wolkenkratzers und schließlich zurück zum Haupteingang.
Immer wieder zwingen patrouillierende Polizisten und plötzlich auftauchende Agenten Neo, hinter Aktenschränken und Raumteilern zu verharren. In Deckung vergehen gespannte Sekunden: Können sie mich sehen? Droht Gefahr von der anderen Seite? Wohin spurte ich als nächstes? Neo bleibt nur der Rückzug, denn genau wie im Film weiß er noch nichts von der ihn umgebenden Scheinwelt und seinen verborgenen Kampffertigkeiten. Einzig schwache Schubser halten ihm Wachleute notdürftig vom Leib. Es folgt ein rasanter Abstieg durch das Treppenhaus, dicht gefolgt von Agent Smith und seinen Begleitern. Unten angekommen nimmt Morpheus Verbündete Trinity Sie in Empfang - die Flucht ist geglückt.
Doch diese Sequenz, obgleich spannend, fördert Designfehler zutage. Besonders die hakelige Kamerasteuerung per Maus und das zu schnell in Klickorgien ausartende Kampfsystem hätten die Entwickler besser machen können.
Toll: Zwischen den einzelnen Abschnitten belohnen neu geschnittene Videoszenen den Spielerfolg und bereiten auf den nächsten Part vor.
Path of Neo ist keine geradlinige Adaption der Filmtrilogie, sondern weicht aus Gründen der Dramatik immer wieder von der bekannten Chronologie ab. Zu den neuen Abschnitten zählt beispielsweise das umfangreiche Training, das weit über die im Film gezeigten Kung-Fu-Stunden hinaus geht. Darauf gehen wir morgen detaillierter ein.
Mein ganz… 
