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  • Mass Effect 3: Sammelklagen wegen Spielende wären laut Juristen "Zeitverschwendung"

    Verschiedene Juristen haben sich zu den Klagen von Spielern geäußert: Die Sammelklagen derer, die Bioware wegen dem Spielende Werbebetrug vorwerfen, sind in den Augen der Anwälte "unverhältnismäßig" und eine "Zeitverschwendung".

    EA wird von der US-Rating-Agentur Better Business Bureau (kurz BBB) vorgeworfen, Mass Effect 3 mit irreführender Werbung angepriesen zu haben. BBB, die vor kurzem erst durch die Herabstufung Capcoms von A+ auf B Aufmerksamkeit erregte, erklärt in persona Marjorie Stephens, Chefsprecherin in Northern Indiana: "Stellen sie sich vor, Sie erwerben ein Spiel für knapp 60 US-Dollar, das mit der Aussage, dass ihre Entscheidungen vollen Einfluss auf das Ende des Spiels haben, beworben wird – und stellen fest, dass das Ende trotz ihrer Entscheidungsmöglichkeiten feststeht. Wären sie dann nicht enttäuscht? Die Frage ist: Hat Bioware irreführend geworben? Auf technischer Ebene definitiv." Da die Amerikaner weltweit für ihre teils abstrusen Klagen bekannt sind, befragte die englische Internetplattform gamesindustry.biz verschiedene Juristen, ob es eine rechtliche Grundlage zur Sammelklage von Spielern gebe – oder ob das Better Business Bureau die Lage einfach künstlich hochstilisiert.

    Michael Pachter, Branchenanalyst von Wedbush Securities äußerte sich unglaubwürdig zu einem Erfolg möglicher Spielerklagen: "Laut Gesetz hat der Konsument dann Anspruch auf Klage wegen irreführender Geschäftspraktiken, wenn der Verkäufer den Vebraucher anlügt und ein anderes Produkt anstatt dem Versprochenen anbietet. Vergleichbar wäre das, wenn ein Metzger Hundefleisch statt Rindefleisch verkauft – halb anstatt ganz durchgebraten." Weiter erklärt Pachter, dass er den Einfluss des Spielers nicht als direkten Kaufimpuls sieht: "Das Unternehmen hat [bei Mass Effect 3] gesagt, dass die Entscheidungen der Spieler das Ende beeinflussen würden. Niemand hat unendlich viele Enden garantiert. […] Es kann zwar sein, dass jemand bei Bioware mal den Einfluss der Entscheidungen auf das Ende versprochen hat, allerdings wird es schwer zu beweisen, dass diese Versprechung die Grundlage des Kaufes eines Spielers ist."

    "Es könnte zwar für ein Gerichtsverfahren wegen irreführender Werbung reichen, allerdings scheint mir das doch leicht abwegig. Im Falle Capcoms steht ein Verfahren praktisch außer Frage. Capcom hätte die zusätzlichen Charakter als ausdrücklich kostenlos bewerben müssen. Im Grunde sparen sie sich so nur die Bandbreite, die sonst zum DLC Download nötig wäre", sagte Mark Methenitis, Autor bei Law of the Game. Er hält die Szenarien vom BBB für unverhältnismäßig und übertrieben. Bei Mass Effect 3 sei die Sachlage allerdings ein bisschen anders, äußerte sich Methenitis: "Die Entscheidungen wirken sich [im Spiel] nicht so aus, wie vorher in den Interviews versprochen. Allerdings kann man bei Interviews nicht direkt von Werbung sprechen."

    Über das kontroverse Ende von Mass Effect 3 wird immer noch heiß diskutiert. Deswegen arbeitet Bioware, Entwickler von Mass Effect 3, an einem kostenlosen DLC, der den Namen Mass Effect 3: Extended Cut trägt und im Sommer veröffentlicht werden soll. Die Original-Interviews zum Mass-Effect-3-Ende könnt ihr auf gamesindustry.biz nachlesen, weitere Infos könnt ihr auf unserer Themenseite zu Mass Effect 3 nachlesen.


    08:35
    Mass Effect 3: 10 Dinge, die genauso stören wie das Ende
    Spielecover zu Mass Effect 3
    Mass Effect 3
  • Mass Effect 3
    Mass Effect 3
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Bioware
    Release
    08.03.2012
    Leserwertung
     
    Bewerte dieses Spiel!
    Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
    Von HIOBrs
    16 verschiedene Enden? Es gibt nicht einmal 3 vernünftige. Aus meiner Sicht wäre die Umsetzung der ME3-Versprechen…
    Von Shadow_Man
    Naja ich kann das schon irgendwie verstehen. Ich kann ja auch keine Tomaten bewerben und mach nachher Äpfel in die…
    Von Amanra
    :-lol eine Sammelklage... irgendwann wird dann jeder Spielehersteller verklagt, weil irgendwas im Spiel anders ist,…

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    • Es gibt 9 Kommentare zum Artikel

      • Von HIOBrs Neuer Benutzer
        16 verschiedene Enden? Es gibt nicht einmal 3 vernünftige.

        Aus meiner Sicht wäre die Umsetzung der ME3-Versprechen mit extrem viel mehr Arbeit verbunden gewesen und hätte ein anderes Konzept benötigt.

        Trotzdem - ich bin zwar nicht wütend... würde mich einer Sammelklage aber anschließen. Ich habe mir…
      • Von Shadow_Man Erfahrener Benutzer
        Naja ich kann das schon irgendwie verstehen. Ich kann ja auch keine Tomaten bewerben und mach nachher Äpfel in die Verpackung ;-):-D
        Vielleicht sorgt das ja wenigstens dafür, dass solche Firmen nicht mehr so den Mund aufreißen und große Töne spucken. Denn würde man das im Vorfeld nicht tun, wären die Spieler nachher auch nicht so enttäuscht und würden sich nicht betrogen fühlen  Da sind sie schon ein wenig selbst schuld.
      • Von Amanra Erfahrener Benutzer
        :-lol eine Sammelklage... irgendwann wird dann jeder Spielehersteller verklagt, weil irgendwas im Spiel anders ist, als gedacht. "Auf den Screenshots war ein viel saftigeres Gras zu sehen als im Spiel" 
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879086
Mass Effect 3
Mass Effect 3: Sammelklagen wegen Spielende wären laut Juristen "Zeitverschwendung"
Verschiedene Juristen haben sich zu den Klagen von Spielern geäußert: Die Sammelklagen derer, die Bioware wegen dem Spielende Werbebetrug vorwerfen, sind in den Augen der Anwälte "unverhältnismäßig" und eine "Zeitverschwendung".
http://www.pcgames.de/Mass-Effect-3-Spiel-44073/News/Mass-Effect-3-Sammelklagen-wegen-Spielende-waeren-laut-Juristen-Zeitverschwendung-879086/
20.04.2012
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2012/03/mass_effect_3_89.jpg
mass effect,rollenspiel,bioware
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