Mass Effect 2 Test: Weniger Rollenspiel, dafür mehr Action und Dramatik - Wertungs-Update
Die neuen Feinde in Mass Effect 2: die Kollektoren, eine eiskalte Insekten-Rasse. Was haben sie mit den Reapern aus dem Vorgänger zu tun? Finden Sie's raus!
Die Story: spannend, aber nicht perfekt
Mass Effect 2 bietet eine spannende Hauptgeschichte, die allerdings nicht an die Klasse des ersten Teils heranreicht. Das Geschehen rund um die Kollektoren ist nämlich weder besonders umfang- noch wendungsreich, zudem knüpft es nur halbherzig an die dramatischen Ereignisse des Vorgängers an. Das ist schade, da man seinen Spielstand aus dem ersten Spiel importieren kann! So wirken sich nämlich rund 20 der moralischen Entscheidungen aus Mass Effect 1 auch im zweiten Teil aus. Eben hier hatten wir aber mehr erwartet: Beispielsweise ist es für den Nachfolger unerheblich, ob der galaktische Rat am Ende von Mass Effect 1 überlebt hat oder nicht - das beeinflusst die Geschichte von Mass Effect 2 nicht. Wichtige Charaktere aus dem Vorgänger - unter Ihnen Wrex, Ashley und Liara - tauchen zwar wieder auf, nehmen aber nur kleine Nebenrollen ein und wirken eher wie schmückendes Beiwerk. Schade! Und für alle, die es gerne ganz genau wissen möchten: Wie Sie Ihren Charakter aus Mass Effect 1 in Teil 2 importieren, erklären wir in einem eigenen Artikel.
Immerhin: Einige quälende Fragen aus dem ersten Spiel werden beantwortet und Fans bekommen neuen Stoff zum Staunen und Wundern: Sie erfahren spannende neue Details zu den Geth und den Reapern, lernen Schreckliches über die Protheaner, gewinnen weitere Einblicke in die Kulturen der Quarianer und Kroganer und erkunden viele neue, faszinierende Orte. Schade allerdings, dass eine "Quest-Zentrale" wie die Zitadelle diesmal fehlt - diese riesige, wunderbar designte Raumstation aus dem ersten Mass Effect hat diesmal nur einen kleinen Auftritt und kommt in der Geschichte etwas zu kurz.
Dafür erhält Shepard wenige Stunden nach Spielbeginn sein vertrautes Raumschiff zurück: Die Normandy, hier in einer zweiten, verbesserten Version, dient ihm und seinem Team abermals als mobile Basis. Das Schiff hat nun mehrere Stockwerke, auf die sich Shepards Begleiter nach und nach verteilen, außerdem finden sich einige neue Konsolen und Apparate an Bord. An denen kann der Held beispielsweise Mails abrufen, seine Ausrüstung verbessern und Teile seiner Körperpanzerung austauschen. Shepard besitzt nun auch eine eigene Kabine, wo er sich Haustiere halten oder Musik hören kann - spielerisch sinnlose, aber doch nette Gimmicks, die der Auflockerung dienen.
Bioware hat die Sternenkarte sowie das Erkunden von Planeten für Mass Effect 2 deutlich überarbeitet und mit einigen Details verbessert. Trotzdem ist das neue System längst nicht perfekt und lässt Tiefgang vermissen.
Aufbruch ins All
Mit der Normandy reist man abermals über eine umfangreiche Sternenkarte zu entfernten Planeten, Raumstationen und Sprungtoren. Diese Karte hat Bioware für Mass Effect 2 zumindest ein wenig überarbeitet. Beispielsweise zeigen Prozentangaben an sämtlichen Systemen nun an, wie viele Planeten man schon erkundet hat - ein banales Feature zwar, doch in Mass Effect 1 hat man es noch schmerzlich vermisst! Zudem wird nun an jedem System, jeder Station und jedem Planeten angeschrieben, ob man dort eine aktive Quest hat.
Völlig überflüssig jedoch: Flüge zwischen Systemen verbrauchen nun Treibstoff. Ist er alle, muss man an Depots auftanken gehen. Ein sinnloses Feature, denn es sorgt nur dafür, dass man regelmäßig zu Depots zurückkehrt, was zwar die Spielzeit streckt, aber dem Spielspaß nicht zugute kommt. Ähnlich zweckbefreit sind die neuen Sonden, die man auf Planetenoberflächen feuert, um Ressourcen einzusammeln. Sind die Sonden verbraucht, muss man einfach in Depots neue kaufen - das hätte man sich also auch gleich sparen können.
Während man im Vorgänger vor allem eintönige, triste Orte besuchte, überzeugt Mass Effect 2 mit einer geradezu verschwenderischen Menge an toll gestalteten, abwechslungsreichen Locations: Die finstere Gangsterbastion Omega etwa, wo man schmutzige Slums, Quarantäne-Zonen und verruchte Nachtclubs durchforstet. Andere Missionen führen in Forschungsanlagen und Minenschächte, auf Weltraumstationen, Gefängnisschiffe und noch vieles mehr.
Obwohl die meisten Levels eng aufgebaut sind und kaum Platz zum Erkunden bieten, gelingt es Bioware erneut, ein glaubhaftes und einladendes Universum vor dem Spieler auszubreiten - die tolle grafische Gestaltung der Levels trägt viel dazu bei. Auch gibt's diesmal keine nervigen langen Aufzugfahrten mehr, stattdessen bekommt man nun ab und an mal einen schön animierten Ladebildschirm zu sehen. Zuweilen wirkt das Spieltempo allerdings etwas zu hastig: Mass Effect 2 ist so vollgestopft mit unterschiedlichen Locations, dass man sich bei vielen wünscht, man dürfte sie noch etwas länger und gründlicher erforschen, vor allem in Nebenmissionen. Immerhin: Die üblen Fahrzeugpassagen aus Mass Effect 1 hat Bioware zumindest für das Hauptspiel gestrichen - ein neues Bodenfahrzeug wird erst per DLC nachgeliefert und findet in diesem Test somit keine Berücksichtigung. Wer wissen möchte, wie gut Bioware die verwendete Unreal Engine 3 im Griff hat, wird hier fündig: Im Artikel Mass Effect 2 im Technik-Test plus Vergleich zwischen Mass Effect 1 und 2 von PC Games Hardware erfahren Sie alles über die Technik des Spiels.
- Mass Effect 2 Test: Einleitung und Bildergalerie
- Mass Effect 2 Test: Story und Locations
- Mass Effect 2 Test: Begleiter und Beziehungen
- Mass Effect 2 Test: Nebenmissionen und Entscheidungsfreiheit
- Mass Effect 2 Test: Deutsche Sprachausgabe und Kampfsystem
- Mass Effect 2 Test: Klassensystem und Upgrades / Fazit und Wertung
- Bildergalerie zu "Mass Effect 2 Test: Weniger Rollenspiel, dafür mehr…
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wär nett
habe ich das Ding direkt 3 mal hintereinander durchgezockt, die Story find ich einfach klasse. So musste auch Teil 2 her, hab ihn nun gerade mal ne Woche und ich mag es, viel Action, das tut der Serie gut, ein paar mehr Möglichkeiten bei der Charentwicklung hätte ich mir schon gewünscht. Hoffentlich wirds im 3. Teil dann ausgewogener ; ). Die Stimme von dem männlichen Shep ist die Höhle, ich hab das gerade mal einen Abend ausgehalten und jetzt geb ich es mir in englischen Orginalton mit dt Untertiteln (so eine Möglichkeit hätten die aber auch direkt hinzufügen können, zuoft sind dt Sprecher einfach nicht gut genug..leider in Filmen gehts doch..)ansonsten tolle Atmo, ich werde auch beim 3. Teil dabei sein und diesmal pünktlich zum Release.=)
Aber das würde nichts daran ändern das es eine grossartige inzinierung ist.
Trotz der sehr, sehr kurzen hauptgeschichte!
Denn, obwohl man gut 90% des spiels mit dem sammeln des teams zu tun hat, ist das alles prächtig in szene gesetzt und bleibt das ganze spiel über interessant.
Fazit: muss man haben!
Verflucht... wer weiss wie lange ich auf teil 3 warten muss.