Mass Effect 2: Die DLCs im Leser-Test von Nesquick_John
Die DLCs von Mass Effect 2 im Leser-Test. (1)
Die Meinungen über die kostenpflichtigen Zusatzinhalte zu Spielen gehen noch immer auseinander. Doch laut Electronic Arts, Publisher von Mass Effect 2, bringen DLCs mehr Geld in die Kassen als die fertigen Hauptspiele. Doch ob diese "Mini-Addons" auch ihr Geld wert sind, ist dem Spieler selbst überlassen. Die drei DLCs, die Bioware bis jetzt zum Download anbietet, heißen "Kasumi - Gestohlene Erinnerungen", "Der Overlord" und "Das Versteck des Shadow-Broker" und sind alle mit einem EA-Account von social.bioware.com zu erwerben. Unser Leser Nesquick_John testet die drei DLCs.
Kasumi - Gestohlene Erinnerungen
Die DLCs von Mass Effect 2 im Leser-Test. (3)
Dieser DLC bietet Ihnen die Möglichtkeit Kasumi Goto, die beste Meisterdiebin des Universums, für Ihr Team zu rekrutieren. Der Ablauf dabei ist wie auch schon bei den meisten Teammitgliedern des Hauptspiels. Sie bekommen den Auftrag, mit Ihrem Raumschiff "Normandy" nach Citadel zu fliegen. Dort angekommen darf man nicht einmal einen Schritt selbst tun, sondern führt nur ein etwas sonderbares Gespräch mit einer gehackten Werbetafel, und schon darf man Kasumi in seinem Team begrüßen - etwas schwach im Vergleich zu den anderen Abenteuern, die Shepard erleben musste, um die anderen Teammitglieder zu gewinnen.
Doch dann nimmt die Story an Fahrt auf und an Eigentümlichkeit zu. Denn anders als in der Hauptstory zieht man einen geschickten Coup mit der neu gewonnenen Mitstreiterin - ohne andere Teammitglieder - durch und überfällt den größten Verbrecher des Universums bei dessen Party. Ergo läuft man bis zum Finale in einer schicken Sci-Fi-Ziviltracht in der Villa des Gesetzesbrechers umher. Soviel zur wieder einmal gut erzählten Geschichte des DLC.
Die Gespräche im Zusatzinhalt sind wie schon im Hauptspiel geschliffen und die Kameraeinstellungen sind ebenfalls überragend. Insgesamt ist die Präsentation der Geschichte der Meisterdiebin hervorragend. Auch die deutsche Stimme des neuen Teammitglieds ist sehr gut. Wieder einmal beweist Bioware, dass man auch kleine Nebenstorys, und so eine ist der DLC, packend erzählen kann. Wer sich diesen Inhalt gönnt, sollte Ausschau nach einem sehr bekannten Gegenstand unserer Erde halten.
Durch den Inhalt wird dem Cluster der Citadel ein neues Sternensystem zugefügt, somit kommen auch neue Planeten für Ressourcen hinzu. Es gibt zudem eine neue Waffe (Maschinenpistole) und eine neue Technologie (Tech-Schaden) zu erforschen.
Der Inhalt kostet 560 Bioware Points, umgerechnet etwa 5 Euro. Für sehr große Fans des Spiels lohnt es sich, doch der Inhalt ist für 5 Euro mit rund 30-50 Minuten Spieldauer recht teuer. Außerdem lohnte sich bei mir ein neues Teammitglied nach Beendigung der Hauptstory leider nur wenig, wer jedoch noch nicht den Abspann gesehen hat, für den ist eine weitere Schießgefährtin natürlich immer besser, vor Allem durch ihre starke Spezialfähigkeit.
Der Overlord
Die DLCs von Mass Effect 2 im Leser-Test. (2)
"Der Overlord" bietet Ihnen eine neue Questreihe, in denen sie zu einer Cerberus-Forschungsstation fliegen müssen, in der alle Mitarbeiter ausser einem von Geth getötet worden sind. Dort angekommen entdecken Sie ein (fehlgeschlagenes) Experiment von Cerberus, einen Menschen mit einer VI zu verbinden, um die Geth zu befehligen. Zur Lösung des Problems müssen Sie diesen so genannten Overlord aufhalten, einen Virus in den ganzen Weltraum zu schicken. Dazu gehören auch Fahrzeugmissionen mit dem "Hammer", die nicht sehr viel besser sind als im ersten Mass Effect-Teil. Dennoch ist die Mission des DLC äußerst spannend und die Begegnung mit den liebgewonnenen Geth aus dem ersten Teil - inklusive der schwerer zu besiegenden Kommandanten - lässt pure Actionfreude aufkommen. Am besten hingegen ist der an die Matrix-Filme erinnernde Effekt gegen Ende des DLCs. Wieder einmal beschert uns Bioware eine nette Story mit viel Emotionen und bester Mass Effect 2-Balleraction. Jedoch kommen die Gespräche während des DLC etwas zu kurz. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass auf dem ganzen Planeten nur dieser eine Mensch überlebt hat.
Die Dauer des Zusatzinhalts liegt bei ca. 60 Minuten. Der Inhalt kostet 560 Bioware Points, umgerechnet etwa 5 Euro. Der DLC ist ein sehr guter Zusatzinhalt, und wenn man einnmal 5 Euro über hat, kann man sich die nette Story und die Action gerne gönnen. Jedoch hat der DLC nichts mit der Hauptstory zu tun und enthält auch keine weiteren Zusatzfeatures.
Das Versteck des Shadow Broker
Dieser DLC führt die Story einer der Nebenmissionen des Hauptspiels fort. Wer sich noch erinnert: Liara T'Soni, eine alte Gefährtin Shepards, verfolgt auf Illium die Spuren des geheimnisvollen Shadow Broker. Durch den DLC erhalten Sie die Möglichkeit, zusammen mit Liara Hinweisen von Cerberus nachzugehen. So viel zur Story des DLC, denn jedes weitere Wort wäre zu viel. Die Story dieses Download-Inhalts ist nämlich einer der größten Pluspunkte des Zusatzinhaltes. Neben der guten Geschichte weist der Zusatzinhalt jedoch auch jede Menge Action, vor allem auch in den Cutszenes, auf. Ausserdem erfährt man mehr über die Rettung Shepards und die Einflüsse des Shadow Broker auf die Hauptstory.
Während der Mission haben Sie Liara automatisch in Ihrem Squad und können laut Bioware die Beziehung mit ihr fortsetzen. Das konnte ich leider nicht nachprüfen, da mir in Mass Effect 1 eine Beziehung mit einer Außerirdischen nicht so gefiel. Ich glaube jedoch, dass man keine erotischen Szenen erwarten dürfte.
Besonders hervorzuheben ist eine rasante Taxifahrt, in der geklärt wird, dass die einzige Waffe eines Taxis das Taxameter ist...
Zusätzlich enthält der DLC neue Forschung und die Möglichkeit, in der Informationszentrale des Shadow Broker Credits zu verdienen und rohstoffreiche Planeten zu kaufen. Außerdem darf man sich durch Überwachungsvideos weiter über Charaktere des Spiels "informieren". Somit ist es der DLC mit den meisten Zusatzfeatures. Die Spieldauer des DLC liegt ungefähr bei 80 Minuten.
Der Inhalt kostet 800 Biowarepunkte, umgerechnet ca. 8 Euro. Trotzdem lohnt sich der DLC sehr, denn er wird bestimmt Einfluss auf Mass Effect 3 haben und ist der mit Abstand beste DLC für Mass Effect 2. Ob Ihnen das jedoch 8 Euro wert ist, müssen Sie selbst entscheiden.
Fazit:
Alle drei DLC sind für Fans ihr Geld wert. Auf jeden Fall zu empfehlen sind "Das Versteck des Shadow Broker" und "Der Overlord". Meine Meinung über DLCs hat sich nach diesen Zusatzinhalten jedenfalls dramatisch verbessert. Für alle, die einen Code für das Cerberus-Netzwerk in der Verpackung des Hauptspiels haben, lohnt sich auch der Download der kostenlosen DLCs. Darin enthalten sind z.B. ein neues Teammitglied und auch weitere Missionen mit dem Hammer. Jedoch merkt man an diesen DLCs eindeutig, dass sie aus dem Hauptspiel absichtlich entfernt wurden, nicht so bei den hochqualitativen kostenpflichtigen Zusatzinhalten.
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Im Gegensatz zu Zaeed nehme ich Kasumi gerne zu Missionen mit, da ich ihre Schatten- Fertigkeit toll finde; da bedaure ich schon fast, dass sie nicht von Anfang an im Spiel war und…