Mass Effect 2: Die Ankunft - Der DLC im Leser-Test von Nesquick_John
Mass Effect 2: Die Ankunft im Leser-Test
Der Trailer scheint spannend, der Titel ebenso; auch der Auftakt zum lezten Mass Effect 2-DLC "Die Ankunft" von Bioware ist gelungen: Die Allianz gibt Ihnen den Auftrag, eine Forscherin aus einem Gefängnis der Batarianer zu befreien. Sie hat angeblich Beweise für eine bevorstehende Reaper-Invasion, welche die Allianz allerdings immer wieder verleugnet. Jedoch ist in der Missionsbeschreibung schon einer der größten Kritikpunkte des DLC zu finden: Sie müssen die Forscherin ohne ihr Team aus dem Gefängnis retten, da Ihre zwei Kumpanen, die Sie sonst immer an ihrer Seite haben, zu auffällig sind. So wird also eine der größten Stärken der Bioware-Spiele schon von Anfang an ausgehebelt: Kein Team hinter Shepard. Schade, wo doch erst die Teammitglieder dem Action-RPG die richtige Würze verpasst haben.
Nachdem Sie nun das Gefängnis infiltriert und derweil reichlich indiskret die paar Wachen umgenietet haben, die die wichtige Forscherin in ihrer Zelle behalten sollen, erfahren Sie schnell von dem Reaperartefakt, das die Dame gefunden hat. Nach der Flucht mit dem Shuttle fliegen Sie mit ihr zu der Station, von der sie die anstehende Reaperinvasion verhindern möchte, was schließlich zu Ihrer Aufgabe wird.
Solo-Shooter: Leider ist man im Mass Effect 2-DLC "Die Ankunft" die meiste Zeit alleine
Das Gameplay ist solide, wenn auch Mass Effect-Standard: Sie werfen sich in Deckung und schießen was das Zeug hält. Als Abwechslung dürfen Sie einmal kurz einen Mech steuern, sonst sind Sie, bis auf kleine Passagen, alleine unterwegs. Die Dialoge sind wieder schön geschrieben und geschnitten, jedoch sind keine wichtigen moralischen Entscheidungen zu treffen, wie wir es aus dem Hauptspiel kennen. Der DLC fügt sich gut in das Universum ein die Atmosphäre ist großartig und die Story durch Zeitdruck spannend. Doch die Qualität von "Versteck des Shadowbrokers" wird in allen Belangen nicht erreicht. Bei einer Spielzeit von rund eineinhalb Stunden ist das DLC auch recht kurz und bietet keine neuen wirklich wichtigen Aspekte für die Gesamtstory.
Für den Preis von 560 BiowarePoints (4,60 €) ist der neue DLC kurz und unbedeutend und nur bedingt zu empfehlen. Wer jedoch ein kleines Schmankerl fürs Warten auf Mass Effect 3 möchte, der kann noch einmal eineinhalb Stunden in das wunderbare Mass Effect-Universum abtauchen. Anmerkung: Wer Mass Effect 2 schon deinstalliert hat, der soll gewarnt sein: Wenn sie die anderen DLCs für Mass Effect 2 ebenfalls benutzt haben, so müssen sie alle bisher benutzten DLCs wieder installieren. So sollten sie vor dem Installations-K(r)ampf sicherstellen, genügend Zeit mitgebracht zu haben.
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Batarianer haben 4 Augen, die Gegner hier hatten jedoch alle nur 2. Auch von der Kopfform her…
Beim Overlord-DLC ist das Gameplay abwechslungsreich, aber die "Ankunft" hat mehr mit der Gesamtstory zu tun und leitet gut zum Teil 3 über.
Alles in allem fehlen hier doch ein paar kritikpunkte ... Angefangen von Logiklöchern bis hin zu der Tatsache, das man keinen einzigsten Batarianer im DLC sieht…