Majesty 2 im Kurztest: Fantasy-Strategie mit frischen Ansätzen - mehr nicht
Fast alle Gebäude bieten teure Upgrades und Verbesserungen, die vor allem die Helden betreffen: Am Marktplatz kaufen sie sich Stärkungstränke, in Magiergilden lassen sie sich ihre Waffen verzaubern und in der Schmiede decken sie sich mit neuen Rüstungen ein. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Eigentlich gibt's nur einen Punkt, in dem sich Majesty 2 etwas von der Konkurrenz abhebt: Anders als in klassischen Fantasy-Strategiespielen haben Sie keine direkte Kontrolle über Ihre Einheiten! Stattdessen müssen Sie Ihre Untertanen mit Gold bestechen: Sie wollen einen bösartigen Oger ausschalten? Dann markieren Sie ihn per Klick mit einer Fahne und setzen ein Kopfgeld auf die Kreatur aus - und schon rennen Ihre Einheiten los und prügeln das Biest nieder. Das gleiche Prinzip funktioniert auch in anderen Fällen: Ob Erkundungs- oder Abwehraufträge - einfach per Fähnchen-Klick markieren und mit einer Belohnung versehen.
Klassisch und monoton gibt sich jedoch der übrige Spielablauf: Sie errichten ähnlich wie in Die Siedler oder Warcraft 3 eine blühende Fantasy-Siedlung mit Marktplätzen, Gildenhäusern, Tavernen und Türmen. Gold fließt automatisch auf Ihr Konto, sodass Sie sich nur darum kümmern müssen, in welcher Abfolge Sie welches Gebäude errichten.
Fast jede Einrichtung bietet eine Vielzahl von Upgrades, die für die wenigen Einheiten gedacht sind: All Ihre Kämpfer, vom Bogenschützen bis zum Kleriker, sind eigenständig agierende Helden, die ebenso gut aus einem Rollenspiel stammen könnten. Helden steigen in Erfahrungslevels auf und decken sich in Ihrer Stadt mit Ausrüstung ein. Die Einheiten werden so im Lauf einer Mission immer stärker, das motiviert zum Kauf neuer Upgrades und Fähigkeiten. Später im Spiel darf man seine Helden auch zu Gruppen zusammenfassen und wie eine typische Rollenspielparty im Kampf einsetzen. Schöne Idee!
So viel Freude man mit Gebäudebau und Heldenpflege anfangs auch hat, die Begeisterung verfliegt. Vor allem, weil sich das Bau- und Kampfprinzip niemals ändert: Man durchläuft eine spannungsarme Kampagne und spult dabei einfach stets das gleiche Schema ab. Daher spielen sich die meisten Einsätze gleich, nur der sprunghaft ansteigende Schwierigkeitsgrad sorgt zuweilen für unerfreuliche Überraschungen. Hinzu kommen nervige Dauerangriffe von Gegnern, die regelmäßig durch unzerstörbare Portale strömen und Ihre Stadt verwüsten - ein unnötiges Feature.

zu majesty 2: ein abklatsch von majesty 1 (wobei es nicht mal endlosspiele gibt...) was eine woche für laune sorgt. es kommt wirklich…