Einer von 12 toten Elchen, die im Spiel versteckt sind. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Diesem Umstand ist, neben einigen kleineren Bugs, der einzige wirliche Kritikpunkt, bei dem man den Machern von Magicka gewünscht hätte, sie hätten sich das fertige Spiel noch einmal angeschaut. Denn ansonsten ist das Spiel ein echt liebenswertes RPG geworden, das vor Einfallsreichtum und Liebe in der Umsetzung nur so strotzt. Besonders die liebevolle, bunte Spielwelt mit ihren ständig wechselnden Settings und der süßen Comic-Grafik überzeugt von der ersten bis zur letzten Spielminute und auch die Sounds können sich echt hören lassen. Dazu gibt es einen fast schon verboten guten Soundtrack mit einen Maintheme, das einem lange im Ohr bleibt. Die gesamte Atmosphäre ist voller Leben, voller Farbe und voller Unbeschwertheit ab dem Zeitpunkt, an dem man zu Beginn die Magiergilde, die auf Weltrettungen spezialisiert ist, verlässt. Der kleine Zauberer stürzt sich ein ein wildes Abenteuer, dessen verrückte Wendungen und abgedrehten Charaktere darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte eigentlich eher egal und auch schlecht nachzuvollziehen ist. im Grunde ist es dem Spieler doch egal, in welchen großen Kampf er da hineingezogen wird, solange es Witze am Fließband und ordentlich viele Gegnerhorden gibt, oder?
Nochmal lustiger wird die abgedrehte Zauberei übrigens im Team, denn das ganze Abenteuer lässt sich mit bis zu vier Spielern spielen und das entstehende Chaos bei überall herumfliegenden Zaubern macht mehr als Laune. Das kann aber, wie auch der Versus-Mehrspielermodus und die Offline Herausforderungen, die sich als Arenakämpfe mit immer neuen Gegnerwellen entpuppen, nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kampagne der Hauptteil des Spiels ist, den man aber nicht umbedingt zweimal spielen will. Das liegt vor allem daran, dass man beim ersten Durchspielen des Abenteuers so viele Spells erlernt hat, dass ein zweites Mal keine Herausforderung bietet. Die tolle Umsetzung des Schwierigkeitsgrades fordert hier ihren Tribut.
Insgesamt bietet Magicka als kleiner Indie-Titel ein extrem hohes Maß an Spielspaß zu einem erschwinglichen Preis. Das Abenteuer dauert wirlich lang, ist liebevoll umgesetzt und fordert den Spieler definitiv. Außerdem kann es mit einem hohen Spaßfaktor punkten. Einzig die fehlenden Speichermöglichkeiten und die niedrige Langzeitmotivation nach Beenden der Kampagne sind zu kritisieren.

:D