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  • Drei sind nicht zu stoppen

    WELTRAUM-DESPERADOS Das ungewöhnliche Heldentrio rettet wieder einmal das Universum. WELTRAUM-DESPERADOS Das ungewöhnliche Heldentrio rettet wieder einmal das Universum. Quelle: Interplay Obwohl MDK vor über zwei Jahren hier zu Lande kein großer kommerzieller Erfolg war, sahnte der von Shiny entwickelte Action-Titel Lob, Ruhm und Höchstwertungen ab. BioWare möchte die vielen Fans bis zum kommenden Frühjahr mit einem ebenbürtigen Nachfolger beglücken.
    Bereits im ersten Teil der Serie stand die Existenz des gesamten Universums auf dem Spiel - und alles nur wegen der verflixten Streamrider! Diese unsympathischen Aliens hatten es sich nämlich in den Kopf gesetzt, die Erde zu erobern und alles menschliche Leben zu vernichten. Zum Glück war Kurt Hectic zur Stelle, der mit Unterstützung des genialen Wissenschaftlers Dr. Hawkins und dessen Schöpfung Max, eines sechspfotigen Roboterhundes, das Übel abwenden konnte. MDK 2 beginnt damit, dass die drei Helden ihren Sieg feiern, als plötzlich die Alarmsirenen zu heulen beginnen und damit signalisieren: Der Spaß geht weiter.
    Im Gegensatz zum Vorgänger müssen Sie sich in BioWares Action-Adventure allerdings nicht mehr mit dem coolen Kurt Hectic begnügen, sondern dürfen auch seine beiden Mitstreiter steuern. Wie in MDK haben sich die Entwickler für die Tomb Raider-Perspektive entschieden, wobei der Spieler wieder im so genannten Snipermodus nah an das gewünschte Ziel heranzoomen kann. Diese Technik ist in einigen Szenen allerdings reines Entertainment, denn unter den etwa 20 Gegnern sind mehrere, die nur Faxen machen und nicht wirklich gefährlich sind - wie etwa die knollenförmigen Coneheads. Andererseits stoßen Sie im Spielverlauf natürlich auch auf Kreaturen, die Sie nicht mit einem herzhaften Lacher besiegen können; insbesondere die Endgegner sind schwer zu knacken, und mit solchen Zeitgenossen haben Sie es am Ende eines jeden der insgesamt zehn Spielabschnitte zu tun. Bei den ersten neun Abschnitten ist genau vorgegeben, mit welchem der drei Charaktere Sie den Streamridern die Suppe versalzen können; im letzten Abschnitt dürfen Sie sich dann aussuchen, welcher der drei Helden zum finalen Kampf die Arena betreten soll. Natürlich können Sie es mit jedem versuchen und so in den Genuss drei verschiedener Schlusssequenzen kommen. Beim Übergang von einem Kapitel zum nächsten erleben Sie stets eine witzige Zwischensequenz, in der etwa Max wie eine gesengte Sau mit einem Raumgleiter in einen Haufen der oben erwähnten Coneheads brettert, die dann wie aufgescheuchte Hühner auseinander stieben.
    Anders als bei MDK ist diesmal die Handlung kein Anhängsel, sondern gleichberechtigter Bestandteil neben den teils recht bizarren Action-Szenen. So ist es in jedem der zehn Kapitel nötig, bestimmte Rätsel zu lösen, um überhaupt gegen den jeweiligen Endgegner antreten zu dürfen. Zwischenzeitlich muss der findige Professor Hawkins seinen Kameraden aus der Patsche helfen, etwa wenn Kurt seine Fähigkeiten überschätzt und sich selbst in eine ausweglose Situation manövriert hat. Dementsprechend sind die Fähigkeiten auch recht unterschiedlich verteilt: Während Kurt in seinem schicken schwarzen Schutzanzug eher vorsichtig zu Werke geht, haut Max ordentlich auf den Putz. Die Auswahl an Waffen ist beachtlich, kann sich Kurt doch nicht nur auf Granaten und Schnellfeuergewehre verlassen, sondern sich auch mittels einer genialen Erfindung des Dr. Hawkins unsichtbar machen; mit einer anderen Entwicklung des Wissenschaftlers, dem atomkraftbetriebenen Toaster, lassen sich geröstete Scheiben verschiedener Brotsorten zum Kampf gegen die Gegner einsetzen. BioWare hat für die spektakulären Actionszenen und Rätseleien abwechslungsreiche irdische und außerirdische Umgebungen gestaltet, wobei gelegentliche Gleitflüge durchs All ähnliche Stimmung aufkommen lassen wie in den Weltraum-Levels von Unreal Tournament.
    Eigentlich hatte Shiny selbst die Fortsetzung zu MDK programmieren sollen, doch da die Mitarbeiter der US-Firma damals mit Messiah alle Hände voll zu tun hatten, übertrug Interplay das Projekt kurzerhand dem renommierten kanadischen Entwickler BioWare. Dieser setzt hier seine technisch beeindruckende OMEN-Technologie ein, die ebenfalls für das Rollenspiel Neverwinter Nights verwendet wird, das im gleichen Haus fertig gestellt wird. Besonders die Animationen der Hauptfiguren wirken sehr überzeugend und haben nichts mehr von den eckigen Bewegungen des ersten Teils. Auch die Effekte während der Kämpfe können sich sehen lassen und reichen qualitativ durchaus an den Lichtzauber von Requiem oder Heretic 2 heran. Wenn jetzt die Vertonung des abgedrehten Spektakels flott über die Bühne geht, dürfen Sie sich recht bald auf eine lustige Reise durch die Galaxie freuen.

  • MDK 2
    MDK 2
    Developer
    Bioware
    Release
    01.06.2000
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07.03.2001
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