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  • Lords of the Fallen im Test: Das "Dark Souls Lite" - mehr als nur eine Kopie? - Video-Update

    Trotz interessanter Ansätze bleibt Harkyn als Held eine eher blasse Figur. (PC) Quelle: PC Games

    Tolle Grafik, wuchtige Kämpfe und ein tüchtiger Schwierigkeitsgrad: Im Test zu Lords of the Fallen überprüfen wir, ob die deutsch-polnische Koproduktion es mit seinem großen Vorbild Dark Souls aufnehmen kann. Dabei klären wir auch, wieviel Frustpotenzial man für das Action-RPG mitbringen muss und ob selbst Dark Souls-Muffel auf ihre Kosten kommen.

    Es ist kein großes Geheimnis, also gleich raus damit: Ja, Lords of the Fallen eifert kräftig der Dark Souls-Reihe nach. Und warum auch nicht? Immerhin haben die Souls-Spiele eine treue Fangemeinde und machten vielen wieder die Lust am Frust schmackhaft. Eben dieser Hardcore-Anspruch war vielen Rollenspielern allerdings auch zuviel des Guten. Und da kommt Lords of the Fallen ins Spiel: Die beiden Entwicklerteams Deck 13 und CI Games wählten einen Mittelweg – ihr Action-RPG soll fordernd, aber fair bleiben, zwar manchmal schwer sein, aber nie übertrieben hart. Im Test überprüfen wir, ob dieses "Dark Souls Light"-Konzept aufgeht.

    Fast schon zweitrangig: Die Geschichte

    Yetka ist eine von mehreren NPCs, die der bruchstückhaften Geschichte leider kaum etwas hinzufügen. (PC) Yetka ist eine von mehreren NPCs, die der bruchstückhaften Geschichte leider kaum etwas hinzufügen. (PC) Quelle: PC Games In Lords of the Fallen erstellen wir keinen eigenen Helden, sondern schlüpfen in die festgelegte Rolle von Harkyn. Ohne eine erklärende Einführung begibt sich der knurrige Kämpfer und verurteilte Verbrecher zu Spielbeginn in ein abgelegenes Bergkloster. Dort haben sich die Rhogar - ein dämonisches Kriegervolk – über die Mönche hergemacht und das Gemäuer in einen finsteren Schauplatz voller Schutt und Leichen verwandelt.

    Trotz cooler Ansätze: Lords of the Fallen legt nur wenig Wert auf seine Handlung und verschenkt damit leider ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Welche Verbrechen Harkyn begangen hat, warum ausgerechnet er das Kloster erkunden muss und woher die bösartigen Rhogar kommen, das vermittelt das Spiel – wenn überhaupt - nur über sammelbare Audio-Notizen. Dabei gibt es durchaus eine Handvoll kleiner Zwischensequenzen und einige Nebencharaktere, mit denen Harkyn kurze Multiple-Choice-Gespräche führen kann. Allerdings tauchen die Figuren derart unvermittelt auf und sind teilweise so platt geschrieben, dass das Gesagte kaum in Erinnerung bleibt. Selbst der Oberschurke gibt nur ein paar belanglose Sätze von sich, bevor er wieder die Bühne für die Action freigibt. Schade, dass Deck 13 hier nicht mehr aus seinen Möglichkeiten macht – immerhin haben die Frankfurter mit Spielen wie Venetica und Jack Keane schon oft bewiesen, dass sie eigentlich ein gutes Händchen für kluge Figuren und flotte Dialoge haben.

    Planlos durch's Horrorkloster

    Der lineare Weg durch's Kloster wird durch eine dürftige Spielerführung erschwert. (PC) Der lineare Weg durch's Kloster wird durch eine dürftige Spielerführung erschwert. (PC) Quelle: PC Games Das stimmungsvolle Bergkloster mitsamt kleiner Außengebiete und Dungeons ist überschaubar aufgebaut, außerdem verläuft der Weg durch's Spiel recht linear. Trotzdem haben wir uns in dem Gemäuer voller Nebengänge und verschlossener Türen mehr als einmal verlaufen – denn Lords of the Fallen verzichtet auf moderne Spielerführung. Gerade mal eine einzelne, vage Quest-Einblendung gibt grob das nächste Ziel vor – eine Karte, Mini-Map oder Zielmarkierung sucht man vergebens. Interaktive Objekte blinken nicht auffällig, ein Questlog fehlt komplett und wenn Harkyn mal wieder vor einer verschlossenen Tür steht, ist es purer Zufall, ob er den passenden Schlüssel bereits gefunden hat (oder jemals finden wird). Das gibt dem Spiel zwar einen fordernden, angenehm altmodischen Anstrich, führt aber auch dazu, dass man manchmal planlos durch die Levels irrt und im Zweifelsfall viele Abschnitte immer wieder auf's Neue untersucht. Spätestens wenn Harkyn durch ein Portal die schick designte Rhogar-Dimension betritt, geht die Übersicht flöten: In der düsteren Dämonen-Welt ist der Weg manchmal so gut versteckt, dass man hier etwas Backtracking einplanen sollte. Da die Gegner außerdem munter respawnen, wird die Spielzeit unnötig in die Länge gestreckt: Wer sich nicht ständig verläuft, die meisten Kämpfe im ersten Anlauf schafft und nicht jedes Secret entdecken will, der kann Lords of the Fallen problemlos in 15 Stunden durchspielen. In der Praxis haben wir für unseren ersten Durchgang aber gute 28 Stunden gebraucht.

    Lords of the Fallen - Video Reviews PC und Konsole

    10:31
    Lords of the Fallen im PC-Video-Test: Dark Souls Lite aus Deutschland
    Lords of the Fallen
    04:48
    Lords of the Fallen: Testvideo der Konsolen-Version
    Spielecover zu Lords of the Fallen
    Lords of the Fallen

    Wuchtige Kämpfe, Ausrüstung in Hülle und Fülle

    Kämpfe bilden das Herzstück des Spiels. Harkyn legt sich mit verschiedensten Rhogar-Kriegern an, darunter Schildträger, Bogenschützen, schnelle Fechter und Magier, aber auch schwerfällige Hünen, die den Helden mit riesigen Schwertern und Äxten verdreschen oder ihn kurzerhand niedertrampeln. Hinzu kommen ein paar Dämonenviecher und Zombie-Varianten, die das überschaubare Gegnerangebot etwas aufpeppen. Deutlich mehr Feindestypen hätten dem Spiel zwar gut getan, doch immerhin sind die meisten Widersacher klasse designt. Speziell die größeren Rhogar-Exemplare haben mehrere Attacken und Bewegungsmuster drauf, die man tunlichst verinnerlichen sollte - sonst beißt Harkyn ruck zuck ins Gras.

    Es gibt mehr als genug Waffen und Rüstungssets zu sammeln. (PC) Es gibt mehr als genug Waffen und Rüstungssets zu sammeln. (PC) Quelle: PC Games Wie effektiv Harkyn seine Gegner ausknipst, hängt stark von seiner Ausrüstung und dem persönlichen Spielstil ab. Roben und Rüstungen haben etwa unterschiedliche Gewichtswerte – je schwerer die Klamotten, desto träger bewegt sich auch der Held. Manche Spieler werden lieber schnelle Ausweichrollen nutzen, andere bevorzugen dagegen schwere Panzerung und hohe Schilde, um Angriffen zu entgehen. Da entscheidet der persönliche Geschmack. Passend dazu finden sich jede Menge unterschiedliche Nahkampfwaffen in Truhen und bei besiegten Gegnern, darunter Schwerter, Stäbe, Dolche, Äxte, Klauen und einiges mehr. Fast alle davon lassen sich einhändig mit einem Schild kombinieren oder zweihändig für mehr Schaden schwingen. Prima! Auch das Kampfgefühl ist den Entwicklern prima gelungen: Wenn die schweren Klingen laut krachend auf Schilde prallen und die schiere Wucht der Hiebe einen Gegner von den Füßen fegt, dann kommt das glaubhaft und kraftvoll rüber! Bei aller Action entscheiden aber stets überlegtes Vorgehen und gute Reflexe über Sieg und Niederlage. Wer etwa leichte und schwere Attacken im klugem Rhythmus kombiniert, lässt deftige Schlagserien bei geringen Ausdauerkosten vom Stapel. Außerdem kann Harkyn aus dem Rennen und aus einer Vorwärtsrolle heraus zuschlagen, was weitere Attacken ermöglicht – speziell bei Bossgefechten oder beim Kampf gegen mehrere Feinde tut man gut daran, all diese Taktiken zu beherrschen.

    Instant Death

    Keine Frage: Lords of the Fallen ist wesentlich verzeihender als Dark Souls. Trotzdem ist es alles andere als leicht oder gar einsteigerfreundlich! Manche Gegner hauen Harkyn beispielsweise schon mit einem einzigen Treffer um, ganz egal wie gut er ausgerüstet ist. Das gilt auch, aber nicht nur für die toll animierten Bossgegner, die besonders hart austeilen. Hier führt oft nur langsames Vorgehen zum Erfolg – darum können sich manche Bosskämpfe etwas zäh anfühlen, wenn Harkyn minutenlang seine Gegner umkreist und Hieben ausweicht, nur um auf den richtigen Moment zu warten und dann schnell zuzuschlagen. Allerdings konnten wir so mehrere Bosse schon im ersten Anlauf besiegen, besonders in der zweiten Spielhälfte, als wir Harkyn mit guten Waffen und ausreichend Heiltränken ausgestattet hatten. Das vermeidet Frust, schmälert aber auch ein wenig das Erfolgserlebnis.

    Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite: "Lords of the Fallen im Test - Fazit und Wertung"

  • Lords of the Fallen
    Lords of the Fallen
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Release
    28.10.2014
    Leserwertung
     
    Bewerte dieses Spiel!
    Es gibt 57 Kommentare zum Artikel
    Von knarfe1000
    Ich habe LotF gestern beendet. Gerade das erste Spieldrittel ist schon heftig, 2 Bosskämpfe hart an der Frustgrenze.…
    Von TobiasHartlehnert
    Stimmt, sehe gerade der Weltrekord ohne Glitches liegt derzeit bei 43:43. Aber klar, das ist ein Speedrun, kann man…
    Von PcJuenger
    Nö nö, die sind einfach extrem gut ^^ Kann man sich schön auf Twitch anschauen, ist recht interessant.Was ja nicht…

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    • Es gibt 57 Kommentare zum Artikel

      • Von knarfe1000 Erfahrener Benutzer
        Ich habe LotF gestern beendet. Gerade das erste Spieldrittel ist schon heftig, 2 Bosskämpfe hart an der Frustgrenze. Danach wird es aber als "Haudrauf" zusehens leichter, wenn man entsprechend skillt und seine Ausrüstung verbessert.

        Vor allem technisch finde ich das Spiel großartig, die Grafik ist auf Witcher 2 Niveau. Wer keine Angst vor einer Herausforderung hat, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Meine Wertung: 8 / 10
      • Von TobiasHartlehnert Web Developer
        Stimmt, sehe gerade der Weltrekord ohne Glitches liegt derzeit bei [COLOR=#333333]43:43. Aber klar, das ist ein Speedrun, kann man mit einem normalen Durchspielen nicht vergleichen. Und mit dem ersten Durchspielen schon gar nicht  Darum gings mir ja ursprünglich. DS wurde mit der Spielzeit von…
      • Von PcJuenger Erfahrener Benutzer
        Zitat von TobiasHartlehnert
        Gut möglich, aber sicher unter Ausnutzung diverser Glitches.
        Nö nö, die sind einfach extrem gut ^^ Kann man sich schön auf Twitch anschauen, ist recht interessant.
        Was ja nicht heißt, dass Otto Normal das so hinbekommt, normal braucht man schon wenigstens seine 50 h
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Lords of the Fallen
Test: Mehr als nur ein Dark Souls-Klon? - Video-Update
Tolle Grafik, wuchtige Kämpfe und ein tüchtiger Schwierigkeitsgrad: Im Test zu Lords of the Fallen überprüfen wir, ob die deutsch-polnische Koproduktion es mit seinem großen Vorbild Dark Souls aufnehmen kann. Dabei klären wir auch, wieviel Frustpotenzial man für das Action-RPG mitbringen muss und ob selbst Dark Souls-Muffel auf ihre Kosten kommen.
http://www.pcgames.de/Lords-of-the-Fallen-Spiel-12615/Tests/Test-Mehr-als-nur-ein-Dark-Souls-Klon-Video-Update-1140762/
02.11.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/10/ON___LordsOfTheFallen_2014-10-26_20-14-12-67-pc-games_b2teaser_169.jpg
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