Lineage 2-Klage: Etappensieg für süchtigen Spieler
Lineage 2: "Zu Risiken und Nebenwirkungen..."
Update vom 2. September 2010:
Oha - ein Update? Ja, denn überraschenderweise nahm ein Hawaiianisches Gericht die Klage von Craig Smallwood an. Ein von Lineage-Publisher NCSoft gestellter Antrag auf Abweisung der Klage wurde abgelehnt. Die Koreaner hatten auf einen Haftungsausschluss innerhalb der EULA verwiesen und meinten sich damit aus der Affaire ziehen zu können. Was in den meisten Fällen bisher wohl auch funktionierte, scheiterte dieses Mal. Trotzdem handelt es sich vorerst um nicht mehr als einen Etappensieg für Kläger Smallwood. In der Sache an sich, also ob beispielsweise ein Anspruch auf Schadenersatz besteht, wird erst noch entschieden werden.
Quelle: The Register
Originalmeldung:
Online-Rollenspiele wie beispielsweise Blizzards World of Warcraft sind mitunter wahre Zeitfresser. Eine Tatsache, die wohl kaum jemand bestreiten würde. Das Wort Sucht allerdings, würden aber wohl nur die Allerwenigsten in diesem Zusammenhang in den Mund nehmen. Craig Smallwood (Hawaii, USA) tut genau das, indem er behauptet abhängig von Lineage 2 zu sein. Verantwortlich dafür macht er den Hersteller des Spiels, den koreanischen Entwickler NCSoft. Zitat: Smallwood: "Wenn ich gewusst hätte, dass ich von dem Spiel süchtig werde, hätte ich nie damit angefangen." (Zumindest für ihn selbst) Folgerichtig hat er also Klage bei einem US-Gericht eingereicht.
Die Sucht nach dem Spiel hätte in quasi lebensuntauglich werden lassen. Er könne sich nicht mehr alleine anziehen, waschen und sei unfähig mit Freunden und Bekannten zu kommunizieren. Bleibt die Frage, wie viele Stunden der Kläger denn überhaupt in den virtuellen Welten von Lineage 2 verbracht hat: Seinen Angaben zufolge addiert sich deren Anzahl im Zeitraum von 2004 bis 2009 auf nicht weniger auf 20.000. Anders ausgedrückt: Von 5 Jahren Lebenszeit hat Mr. Smallwood beinahe die Hälfte (!) nur mit dem Spielen des MMORPGs verbracht.
Quelle: Wired
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- Man erhält Video-Spiele nur noch, wenn man zuerst eine einmalige (pro Spiel) oder eine generelle (für jedes Spiel des entsprechenden Herstellers) Verzichtserklärung unterzeichnet (der Wortlaut darf sich jeder selbst denken...)
oder aber:
- Man erhält zu jedem Spiel ein Handbuch in der Grösse eines A4-Ordners und der Dicke einer 50-er Packung DVD-Rohlinge. Das Handbuch enthält aber keine Anleitung zum Spiel, sondern informiert über SÄMTLICHE MÖGLICHE FOLGE-ERSCHEINUNGEN die beim Spielen entstehen können.
z.B. Punkt 14575, Absatz c, Paragraph ff7:
- Sie könnten beim Spielen einschlafen und auf die Tastatur knallen. Dabei können
a) Ihr Kopf
b) Die Tastatur
beschädigt werden.
etcetera, etcetera...
Nein, eher das hier: "Spiel kann bei längerer Spieldauer süchtig machen und den sozialen Kontakt verringern"
JMR
... und es müssen neue Aufkleber entworfen werden, neue Aufkleber hergestellt werden, neue Aufkleber bezahlt werden, da hat da er Staat gleich wieder Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft angekurbelt
Die Firma wird verklagt, zahlt dem Spieler ein paar Millionen und zukünftig muss dann auf jedem Spiel draufstehen:
" Achtung: Spiel kann Spuren von Nüssen enthalten"
Nein, eher das hier: "Spiel kann bei längerer Spieldauer süchtig machen und den sozialen Kontakt verringern"
JMR