Aus eBox wird iSec: Chinesischer Kinect-Klon wird umgetauft und kommt später
Auf der offiziellen Eedoo-Homepage erinnert einfach alles an Microsofts Xbox. Vielleicht wollten die Chinesen den Verdacht des Plagiats durch die Umbenennung der eBox wenigstens ein klein wenig sich lenken.
Der chinesische Konsolenhersteller Eedoo hat den Verkaufsstart seiner Erstlingshardware verschoben. Außerdem heißt das Gerät nicht länger eBox, sondern ab sofort iSec, wobei 'Sec' für Sports Entertainment Center steht. Auch wenn der Name jetzt mehr an ein Apple-Produkt erinnert, liegt auf der Hand, beim wem sich Eedoo Anregungen für den Bau seiner Konsole geholt hat: Konzeptionell und technisch erinnert iSec nämlich extremst an das Kinect-System für Microsofts Xbox 360. Einen Hehl machten die Chinesen daraus allerdings schon bei der erstmaligen Vorstellung des Gerätes vor einigen Monaten nicht: "Wir sind die zweite Firma weltweit, die eine Controller-lose Konsole herstellt - schneller war nur Microsoft." Was sich übrigens genau im Inneren des durchaus ansehnlichen Gehäuses verbirgt, darüber gab Eedoo bislang leider noch keine Auskunft.
Hinter dem bereits mehrfach erwähnten iSec-Hersteller Eedoo steht Lenovo. Der IT-Konzern wurde im Westen vor allem aufgrund der Übernahme von IBMs PC-Sparte vor einigen Jahren bekannt. Mit iSec versucht Lenovo nun erstmals Zugang zu über 200 Millionen chinesischen Wohnzimmern zu erhalten. Die Chancen hierzu könnten gar nicht allzu schlecht stehen, da die hierzulande etablierten Konsolen (Playstation 3, Xbox 360 und Wii) im roten Riesenreich nur sehr schwer zu bekommen sind. Erscheinen soll iSec nach der nun bekannt gegebenen Verschiebung erst im 2. Halbjahr des Jahres. Ob das Gerät in Zukunft vielleicht auch im Westen aufschlagen wird, ist noch nicht bekannt.
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