Legend: Hand of God

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Legend: Hand of God Die meiste Zeit klickt man aber doch nur Gegner tot. Das ermüdet schnell, vor allem ist das die Schuld des Balancings: Zehn Klassenkombina­tionen aus fünf Talentbäumen stehen zur Wahl, eine Charaktererschaffung gibt es dafür nicht. Wer sich in die falsche Richtung entwickelt, muss seine Punkte gebührenpflichtig umverteilen. Manche Klassen, etwa der selbstheilende Paladin, sind übervorteilt, andere haben das Nachsehen. Bei zu schweren Kämpfen werfen Sie Heiltränke per Leertaste ein, notfalls gleich dutzendweise - Geld dafür hat man ohnehin genug. Wenige Skills pro Talentbaum, dazu ein geringes Gegnersortiment - da stellt sich schnell Kampfroutine ein.

Die motivierende Jagd nach Items ist in Legend nur rudimentär ausgebildet: Rüstungen, Schmuck und Waffen mangelt es an Abwechslung. Immerhin ist das Inventar ordentlicher Standard: Per Button werden Items automatisch sortiert, ein weiterer Tastendruck vergleicht ihre Statuswerte.

Legend: Hand of God Quelle: PC Games Auch die Schnellreisefunktion gefällt, denn Teleporter sind großzügig verteilt. Da es aber nur wenige Händler im Spiel gibt, genügt es meist, sich in die bildschöne Ortschaft Turint zurückzuziehen. Dort wartet der immer gleiche Ablauf: Items kaufen und verkaufen, dazu Mana- und Heiltränke einpacken. So gerüstet sind alle Kämpfe locker zu schaffen; wer doch mal stirbt, reinkarniert am nächsten Runenstein.

Einen schönen Anblick bietet die von Hand gestaltete Oberwelt: Handwerklich sauber umgesetzt, gefällt vor allem die vielfältige Vegetation in den abwechslungsreichen Umgebungen. Während der zwölf Stunden Spielzeit betritt man zudem mehrere zufallsgenerierte Dungeons. Die sehen dank der guten Lichteffekte zwar klasse aus, entbehren aber jeder Finesse: Gegner töten, Fässer zerschlagen, Schatztruhen plündern - es warten keine Überraschungen, keine Ideen.

Legend: Hand of God Loben muss man die Entwickler für den Versuch, ihr Spiel in eine spannende Handlung um Dämonen und die Suche nach mächtigen Artefakten zu verpacken. Bedauern muss man sie allerdings auch, da ihnen der Versuch misslungen ist: Zu wenige Charaktere und Dialoge, die Tiefgang vermissen lassen, münden in einer Geschichte, die bereits vorbei ist, noch bevor sie erzählerisch Fahrt aufgenommen hat. Da man obendrein auch auf Mehrspielermodi verzichtet hat, fehlt Legend eben das, was Diablo 2 noch immer hat: Langzeitmotivation.

Wertung zu Legend: Hand of God (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Tolle Lichteffekte und plastische Texturen in DungeonsFreche Elfe als Maus-Cursor und Lichtquelle; sie kommentiert teils sogar das SpielgeschehenSympathische HauptcharaktereGeschmeidig animierte KämpfeSchön aufgebaute Oberwelt mit abwechslungsreichen, wenn auch genretypischen GebietenViele gut vertonte Nebenfiguren ...
... in einer belanglosen GeschichteKurze SpieldauerGeringer WiederspielbarkeitswertKein MehrspielermodusSeelenlose DungeonsWenig Abwechslung bei den ItemsUnausgegorenes Balancing

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wertungsfanatiker Spiele-Enthusiast/in
        Ein weiteres Wort zur Testkompetenz: zwar habt ihr Legend noch vertretbar bewertet (71 % PCA; 79 % Gamestar; auch wenn bei diesen Zeitschriften mittlerweile auch Zweifel aufkommen, stimmt meine Einschätzung doch mit dem Mittelwert überein), doch gerade in diesem Test wird der Fehler (kein faux pas !) von Felix in 06/07 deutlich: Ohne dafür Werbung machen zu wollen, ist Dawn of Magic eben doch besser als beide Spiele, die schon anhand der Preview gelungener sein sollten als dieses Spiel (man sollte eben gerade als professioneller Spieletester genügend Abstand zur eigenen Enttäuschung/Begeisterung haben, um Spiele ordentlich zu bewerten/beurteilen).
      • Von wertungsfanatiker Spiele-Enthusiast/in
        Ein weiteres Wort zur Testkompetenz: zwar habt ihr Legend noch vertretbar bewertet (71 % PCA; 79 % Gamestar; auch wenn bei diesen Zeitschriften mittlerweile auch Zweifel aufkommen, stimmt meine Einschätzung doch mit dem Mittelwert überein), doch gerade in diesem Test wird der Fehler (kein faux pas !) von Felix in 06/07 deutlich: Ohne dafür Werbung machen zu wollen, ist Dawn of Magic eben doch besser als beide Spiele, die schon anhand der Preview gelungener sein sollten als dieses Spiel (man sollte eben gerade als professioneller Spieletester genügend Abstand zur eigenen Enttäuschung/Begeisterung haben, um Spiele ordentlich zu bewerten/beurteilen).
      • Von rapidnoise Mitglied
        Und noch ein Flop.

        Ich finde Felix hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich war gestern Abend (nach nur 4 Tagen Spielzeit) auch etwas überrascht, dass das Spiel plötzlich endete.

        Die armseeligen Skills, die man schon alle nach ca. 6 Stunden Spielzeit freigespielt hat, sind genauso vergeigt, wie die Storry, das Leveldesign (nein, ich meine hiermit nun nicht die grafische Oberfläche :-) und vor allem die fehlende Sammelwut und die Lust auf nochmal durchspielen. Im Ansatz ganz nett, aber mehr nicht.

        Und auch ich bleibe bei meiner Meinung:

        Diablo II ist und bleibt vorläufig der König. Und zwar unangefochten. Die haben (Patching hin oder her) halt das Rad in diesem Genre erfunden und ich verstehe es absolut nicht, wieso mir Andere weis machen wollen, dass ein 8eck besser rollen soll als ein Rad...

        Da ich mir glücklicherweise Legend über Ebay für einen verdammt fairen Preis ersteigern konnte, bin ich echt froh dass ich dafür nicht noch mehr Geld bezahlt habe. BTW: Ich verkaufe es nun wieder ^^
      • Von PTL88 Anfänger/in
        wtf
        der held bleibt an jedem eckchen hängen und läuft somit wie ein spasti .
        von der miesen performence ganz zu schweigen . die auch mies bleibt , da es keine einstellmöglichkeiten gibt . wenn man wenigstens hdr deaktivieren könnte , aber nüscht da (crash) . bei dualcore 6300 , ddr2 667mhz und sata , ruckl ruckl ruckl . wenn man selbst hand anlegt an die options.dat is erst mal crash angesagt . aber egal . charakterentwicklung = lächerlich . ja toll schöne kämpfe , aber immer die selben . kennste einen kennste alle .
        aber wow , BLUT , im spiel .
        das war dann wohl die "revolution"
        meine empfehlung -> 14.99 Euro , ab in die ramschkiste und alle sind zufrieden .
        mit allen zukünftigen 20 patches natürlich .

        ps: ja diablo is besser , so wie maniac mansion das beste adventure aller zeiten is und tetris das beste spiel aller zeiten und das vectrex die beste konsole aller zeiten oder doch das atari vcs oder gummihopse , seilspringen , brummkreisel blahblahblahblahblahblahblahblahblahblah
        blahblahblahblahblahblahblahblahblahblahblahblahblahblahblahblah
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      • Von Kandinata Spiele-Kenner/in
        AW:

        Eins sollte man aber nie vergessen, Diablo2 ist erst nach langer langer Patcherei zu dem geworden was es heute ist.

        Schaut euch das ganze mal in der Urversion an wo 70% der Skills nutzlos und die anderen 30% massiv overpowert waren... Wo die Gegner nahezu überall die selben waren... Wo es nur eine handvoll Spezieller Items gab (Und auch hier völlig unbalanced waren)... Wo die gesamten Items sich auch fast nur wiederholt haben... etcetera etcetera, fast überall wurde mehr als nur einmal Hand angelegt um es zu verändern.

        Das einzige was Blizzard besser gemacht hat als die anderen war das sie ihr Programm wie oben erwähnt stetig weiterentwickelten und nie liegen ließen bzw sich auf einen Nachfolger konzentrierten

        Solchen Spielen muss man einfach etwas Zeit geben sich zu entwickeln dann kann man halbwegs die Richtung sehen ob es was wird oder nicht...
      • Von IXS Spiele-Kenner/in
        AW:

        Zitat von Zapfenbaer am 24.10.2007 19:58
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Restricted Area hatte mir recht gut gefallen. Ich habe es sogar länger gespielt als Diablo 2 . Aber die Bugs machten dem Spiel den Gar aus.

        Den "Hype" um Diablo 2 kann ich bis heute nicht verstehen. Muss ich wohl auch nicht ;-)

        Legend müsste ich mir echt mal anschauen...
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