Sneak Peek in Seattle: Drei Leser, zwei Redakteure, Left 4 Dead 2 und neue Screenshots!
An die neuen Charaktere muss man sich erst gewöhnen.
Zwischen den Buden entdeckt Andreas auch eine neue Waffe: den Granatwerfer. Unglücklich, denn gerade er hatte besonders mit ungewollten Attacken auf das eigene Team zu kämpfen - und nun benutzt er einen mobilen Mörser? Seine Teamkameraden zittern. Abgesehen von mächtigem Werkzeug in falschen Händen kommt die große Waffenauswahl in Left 4 Dead 2 gut an. Tobias: "Es macht echt Spaß, alle Waffen auszuprobieren, und man findet immer neue." Stephan faszinieren eher die "spürbaren Unterschiede zwischen den einzelnen Waffen", etwa Streuverhalten, Genauigkeit und Klang. Darüber hinaus hat Valve nun auch Nahkampfwaffen eingebaut, die unsere Leser im dichten Getümmel nur allzu gerne einsetzen. Das Problem: Wenn Sie sich für Knüppel, Gitarre, Schwert oder Kettensäge entscheiden, müssen Sie Ihre Pistole liegen lassen. Das gefällt nicht allen, Stephan zieht lieber ohne Hauwerkzeug durch die Gegend. Und das, obwohl "das liebliche Rattern einer Kettensäge auch nicht zu verachten ist".
In diesem Zusammenhang sei der hohe Gewaltgrad erwähnt, der natürlich auch unseren Lesern nicht verborgen bleibt. Da fliegen schon mal Körperteile, Blut spritzt im hohen Bogen oder Eingeweide platzen aus geöffneten Zombiebauchdecken. Mit dem Katana Köpfe abtrennen? In der gespielten Fassung kein Problem, wohl aber für Deutschland. Tobias merkt zu Recht an: "Das kommt so nie nach Deutschland." Stimmt, den Deutschen werden abtrennbare Körperteile, Leichenstapel und zu viel Blut vorenthalten.
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Stephan Alt (28):
"Mir gefällt Teil 2 definitiv besser."
Stephan Alt, 28 Jahre jung, liebt World of Warcraft und Left 4 Dead.
Das Gameplay war bereits im ersten Teil wunderbar und fühlt sich im Nachfolger noch eine Spur besser an. Einige werden sich über die langsamere Schussfrequenz der Auto-Pumpgun sicherlich ärgern, ich freue mich aber darüber. Die Optik der neuen Charaktere ist noch ungewohnt und die Zahl an Zombies hoch (was zu viel Friendly Fire führt), doch das wird sich sicher bald geben. Besonders gut: Die Levels sind nicht mehr so schlauchartig wie im ersten Teil. Zwar sorgen Hindernisse noch immer dafür, dass man in der Spur bleibt, allerdings wesentlich subtiler und schöner.
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Die Zeiten, in denen Sie nur noch mit einer oder zwei Waffen eine ganze Kampagne bestritten haben, sind vorbei.
Viele kleine Details sind es, die unsere Leser am meisten beeindrucken. Ganz vorne mit dabei sind die Hilfmittel, die Sie in Left 4 Dead 2 einsetzen dürfen: Ein fünfter Inventarplatz etwa erlaubt es Ihnen jetzt, Brand- oder Explosivmunition einzupacken. Die dürfen Sie dann auspacken und somit Ihren Kollegen zur Verfügung stellen. Das ist natürlich kurz vor einer Zombiewelle sinnvoll. Oder Sie packen eine Adrenalinspritze ein, die Sie kurzzeitig schneller macht. Auch Rohrbombe und Molotowcocktail aus Teil 1 haben Verstärkung bekommen. Mit dem Boomer-Lockstoff lenken Sie Untote ab, die dann statt auf die Spieler lieber Richtung Zombie-Parfüm hetzen. Zudem dürfen Sie nun einen Defibrillator mitnehmen, um gefallene Spieler wiederzubeleben. Allerdings müssen Sie so auf Ihr Verbandszeug verzichten. Für Waffen gibt es jetzt aufrüstbare Laservisiere, die zumindest optisch etwas hermachen.
Das größte Vergnügen für unsere Leser ist aber das Finale von "The Parish", das wir eigentlich gar nicht spielen sollten. Valve lässt sich aber erweichen und beschert unseren Lesern einen Adrenalinschub erster Güte. Es gilt, über eine Autobahnbrücke den rettenden Hubschrauber zu erreichen. Die Zombiemassen schwappen unablässig über unsere Überlebenden hinweg, Oberuntote machen das Überleben schwer. Als Andreas und Tobias den wartenden Heli erreichen, mischt ein Tank die beiden gehörig auf. Letztendlich überleben nur zwei Helden den harten Kampf, dafür mussten mehr als 960 Zombies dran glauben. Und das in nur einem einzigen Kapitel! Rufe wie "Das ging ganz schön ab!" oder "Das war das mit Abstand beste Finale!" hallen durch den Raum. Freut uns, Jungs. Uns hat es auch gefallen. Deswegen verabschieden wir uns mit einem freundlichen Dankeschön an Valve. Euer Spiel rockt.
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