League of Legends-Test: Ein Eldorado für DotA-Veteranen
Gegnerbauten wie diesen Wachturm zu zerstören, ist Ihre Hauptaufgabe im Spiel.
Riot Games, die geistigen Väter der Über-Warcraft 3-Mod Defense of the Ancients (DotA), haben mit League of Legends das selbst entwickelte Spielprinzip in ein eigenes Spiel gepackt. Auf symmetrisch angeordneten Karten steuern Sie jeweils nur einen Helden. Dessen Armeen strömen automatisch aus Spawn-Punkten auf die Basis des Feindes zu. Sie konzentrieren sich darauf, den Mannen den Weg zu ebnen und feindliche Helden zu beseitigen. Das klingt simpel, wird aber durch eine Menge Spezialisierungsmöglichkeiten extrem vielschichtig. Zunächst einmal stehen vor jeder Partie eine Fülle von Helden zur Auswahl, jeder mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen sowie vier während des Spiels ausbaubaren Spezialangriff en. Bis Sie hier Ihren Liebling gefunden haben, dauert es schon eine Weile, zumal sich einige Helden als besser spielbar herausstellen als andere. Das zehrt am Balancing des Titels. Gewonnene Matches sind Ihrer Erfahrung zuträglich. Dadurch bekommen Sie Meisterschaftspunkte, die Sie in den Kategorien Angriff , Abwehr und Wissen für verschiedene Boni eintauschen dürfen. Dadurch hat Ihr Held mehr Lebenspunkte oder teilt kräftiger aus. Hinzu kommen zwölf Zauber, die Sie nach und nach lernen und von denen Sie zwei mit in jede Schlacht nehmen dürfen. Obendrauf packt Riot noch Runen, die in verschiedenen Seltenheitsstufen Boni verleihen. Als sei das alles noch nicht genug, dürfen Sie Ihrem Helden während der Kämpfe auch noch allerlei Items kaufen, die ebenfalls Extras gewähren. Diese Vielfalt erschlägt Neulinge, ist aber ein wahres Eldorado für DotA-Veteranen.
Mit Goldstücken kaufen Sie Ihrem Helden für das laufende Match magische Items.
Ausschließlich Letztere werden sich wohl auch auf League of Legends einlassen. Denn die Schlachten sind zäh und gerade zu Beginn knüppelhart. Zu viel Zeit verbringen Sie im "Wiederbeleben"-Bildschirm und da der Titel nur online und im Team spielbar ist, müssen Neulinge oft den rauen Ton der Profi -Zocker über sich ergehen lassen. Schwierig für Erstkäufer dürfte auch der ungenaue Status des Spiels sein. Während die Server und das Matchmaking ohne Probleme funktionieren, gleichen viele Features bis jetzt noch einer Baustelle. Das Runen-System ist in der derzeitigen "Vor-Saison" noch nicht integriert. Es gibt im Moment nur zwei der über zehn angedachten Karten. Und der spiel interne Shop, in dem Sie Erfahrungspunkte gegen Boni und neue Looks für Ihre Helden eintauschen, startet wohl frühestens Ende November.
League of Legends-Test: Kurzüberblick
Grafik
Bunte, gewöhnungsbedürftige Comic-Grafik mit vielen Effekten
Sound
Unauffällige Musik, passende eigene Stimmen für jeden Helden
Steuerung
Icons und Schaltflächen sind recht klein. Wer statt Tastaturkürzeln die Maus benutzt, zieht so oft den Kürzeren.
Kopierschutz
League of Legends ist kostenlos als Download erhältlich. Die kostenpflichtige Version im Laden beinhaltet neben dem Client einen Code, mit dem Sie im spieleigenen Shop zusätzliche Boni und Aussehen für Ihre Helden freischalten können. Da dieser Shop aber erst nach der "Vor-Saison" funktioniert, haben Käufer der Box-Version zum Testzeitpunkt keinen Vorteil gegenüber Nutzern der kostenlosen Version. Der Start des Shops wurde zunächst für den 23. November angekündigt, aber mittlerweile abermals verschoben.
Testbedingungen und Bugs
Wir spielten mit der im Handel erhältlichen Sammleredition von League of Legends bis zum Patch 0.29.14. Gute 25 Stunden Spielzeit kamen im Test zusammen. Zuvor hatten wir bereits 40 Stunden in der Beta-Phase zugebracht. Abstürze traten nicht auf, auch über die Performance können wir nicht meckern.
Bildergalerie zum League of Legends-Test


HoN ist viel zu unübersichtlich. Wenn ich HoN Spiel, raff ich eigentlich garnichts. Neulich hab ichs mal wieder ausprobiert als der Sandking Klon eingeführt wurde, aber fands immernoch schlecht. Bei den Gegnern hatte irgendwie…
kann man so stehen lassen.
LoL ist zwar wirklich nett aber es fehlt einfach die Tiefe die ein HoN/DotA hat.
Wenn man kostenlose Version spielt legt man entweder 2-3 euro pro Held hin oder muss Monate lang alles zusammengrinden. Es…