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  • LawBreakers gespielt: Schnörkelloser Arena-Shooter von Gears of War-Schöpfer CliffyB
    Quelle: Boss Key Productions

    LawBreakers gespielt: Schnörkelloser Arena-Shooter von Gears of War-Schöpfer CliffyB

    Cliff Bleszinski meldet sich zurück. Der Branchenveteran, der maßgeblich an der Entwicklung von Unreal Tournament und Gears of War beteiligt war, arbeitet mit seinem Team der Boss Key Productions am Mehrspieler-Shooter LawBreakers, der an die Erfolge klassischer Arena-Ballereien anknüpfen will. Wir waren bei den Entwicklern vor Ort und kämpften um virtuelle Batterien. CliffyB konnte das am besten.

    Cliff Bleszinski alias CliffyB gilt als einer der einflussreichsten Entwickler in der Videospielebranche. Er war als langjähriger Mitarbeiter bei Epic Games unter anderem maßgeblich an der Entstehung der Shooter Unreal Tournament und Gears of War beteiligt. Nach einer 20-jährigen Unternehmenszugehörigkeit kündigte CliffyB im Oktober 2012 seinen Abschied von Epic Games an. Etwas mehr als ein Jahr später gründete der Entwickler die Boss Key Productions in Raleigh, North Carolina. Und dort konnten wir das neue Projekt von CliffyB jüngst spielen: LawBreakers. Mit seinem Arena-Gameplay schlägt der reine Mehrspieler-Shooter für Core-Spieler in die Kerbe klassischer Ballereien wie Unreal Tournament und Quake. Der von uns gespielte Overcharge-Modus erinnert an Capture the Flag-Partien und sorgt für hitzige Gefechte. Auch wegen der Gravitationsfelder, die zu den Besonderheiten in LawBreakers zählen. Denn die treten seit einem fehlgeschlagenen Experiment auf, das den Mond in mehrere Teile zerbrochen und die Schwerkraft der Erde verändert hat. Auf in den Kampf, auf in ein futuristisches Amerika im Jahr 2105!

    04:24
    LawBreakers: Video-Vorschau zum Arena-Shooter von CliffyB

    Laws gegen Breakers

          

    In LawBreakers treten die namensgebenden Laws gegen die Breakers in jeweils Fünfergruppen an. Kleinere Teams lassen sich ebenfalls bilden; Bots, die die Gruppen mit computergesteuerten Haudegen aufstocken, sind bislang nicht geplant. Möglicherweise ändert sich das nach dem Release von LawBreakers. Im Interview mit PC Games sagte Cliff Bleszinski, dass LawBreakers als kontinuierlich erweiterter Dienst (Stichpunkt: Game as a service) zu verstehen sei. Demnach sind nach der Veröffentlichung ergänzende Inhalte geplant. Das könnte auch für die Riege der zur Auswahl stehenden Charaktere gelten. In unserer Anspielsession durften wir LawBreakers mit acht Haudegen ausprobieren - zwei blieben uns noch verwehrt. Im fertigen Spiel besteht Zugriff auf insgesamt zehn Charaktere - fünf Laws und fünf Breakers.

    Charaktere für Cosplayer

    Die Konzepte der Charaktere stammen vorrangig von Cliff Bleszinski. Bei einer Studiotour durch die Boss Key Productions haben wir von den Designern erfahren, dass CliffyB regelmäßig mit neuen Ideen für die Haudegen im Büro aufschlägt - die Charaktere müssen also recht oft angepasst werden, bis sie der Vorstellung des Branchenveterans entsprechen. Sie alle beruhen allerdings auf dem gleichen Gedankenursprung: Cosplayer sollen möglichst einfach Kostüme zu den Charakteren erstellen können. Der Hintergrund: Durch die vor allem in den USA recht große Cosplay-Szene erhalten die Entwickler kostenlose Werbung für ihr Spiel - sei es durch Fotos auf Twitter und Facebook oder auf YouTube veröffentlichte Videos.
    Für welche der beiden Seiten wir uns entscheiden, hat keine spielerische Relevanz: Die Laws greifen auf dieselben fünf Klassen mit den gleichen Waffen und Fähigkeiten zurück wie die Breakers. Die einzelnen Charaktere unterscheiden sich also nur optisch voneinander. Wir bestimmen lediglich, ob wir uns lieber mit dem jeweils guten oder bösen Typus ins Gefecht stürzen wollen. Die Entscheidung der Entwickler ist eine nachvollziehbare: Um ein möglichst faires Balancing zu gewährleisten, sollen beide Seiten die gleichen spielerischen Voraussetzungen erhalten.

    Fünf Klassen, zehn Charaktere

          

    Mit welcher Klasse wir spielen, hat hingegen sehr wohl Gewicht. Für eine strategisch geschickte Vorgehensweise empfiehlt sich ein bunt durchgemischtes Team. Wer aber eine Gruppe ausschließlich mit Enforcer-Soldaten bilden will, nur zu! Der stellte sich auch schnell als Lieblingsklasse heraus. Denn der Kämpfer entspricht mit seinen Fähigkeiten am ehesten dem Allrounder-Typus, eignet sich also bestens für Einsteiger. Nicht nur wegen des ausbalancierten Mobilitäts-Gesundheitsverhältnisses - der Enforcer ist also gleichermaßen flink und robust. Die Soldatenklasse rattert außerdem mit einem Maschinengewehr über die Karten. Als Spezialfähigkeit greift sie auf Granaten und einen mächtigen Raketenwerfer zurück, die Schaden bei einer ganzen Gruppentraube anrichten können. Zu seinen besonderen Talenten zählt zudem eine Sprintfunktion. Permanent lassen sich die jeweils drei speziellen Talente pro Klasse jedoch nicht einsetzen: Nach jedem Einsatz müssen sie in wenigen Sekunden erst wieder aufladen.

    Die Gefechte in LawBreakers sind actiongeladen. Für unseren Geschmack gibt's zwischen den Kämpfen aber zu viel Leerlauf. Die Gefechte in LawBreakers sind actiongeladen. Für unseren Geschmack gibt's zwischen den Kämpfen aber zu viel Leerlauf. Quelle: Boss Key Productions Wer mit seiner gewählten Klasse nicht zufrieden ist, wechselt nach einem Bildschirmtod per Knopfdruck zu einer anderen. Erfahrene Spieler stürzen sich mit der agilen Assassine in die Kämpfe. Die ausgewiesene Nahkämpferin rückt Gegnern mit Messern und Säbeln auf die Pelle. Die flinke Vanguard-Klasse räumt sich hingegen mit einer mächtigen Gatling-Gun den Weg frei, der starke Titan standardmäßig mit Raketenwerfer und einer Strahlenkanone. Insgesamt wünschen wir uns ein besseres Waffen-Feedback. Ob wir den Gegner getroffen haben oder nicht, konnten wir meist nur erahnen.

    Anders als etwa in Doom, lassen sich in LawBreakers keine Waffen oder Upgrades freispielen. Stattdessen sind jeder Klasse zwei Waffen und drei Spezialfähigkeiten fest zugewiesen. Scharfschützengewehre gab es beim Anspielevent übrigens nicht zu sehen. Ungewöhnlich ist auch, dass nicht alle Kämpfer standardmäßig übers Schlachtfeld sprinten können - dieses Talent beherrschen nur ausgewählte Klassen per Spezialfähigkeit mit Abklingzeit. Weil alle Klassen ansonsten eher in einem gemächlichen Tempo unterwegs sind, spielt sich LawBreakers etwas langsamer als beispielsweise Unreal Tournanament, Quake oder das aktuelle Doom. Für unseren Geschmack gibt's zu viel Leerlauf. Vor allem nach einem Respawn: Bis wir nach der Wiederbelebung in der Basis wieder zum Ort des Geschehens gelangen, verstreichen einige Sekunden. Da heben wir uns die Sprintfähigkeit lieber für die direkten Kampfszenen auf.

    01:10
    LawBreakers: Neuer Gameplay-Trailer "Between Our Guns"

    Kopfschuss von CliffyB

          

    Zu den Besonderheiten von LawBreakers zählen vereinzelt platzierte Gravitationsfelder, die dem Gameplay eine vertikale Komponente verleihen. Zu den Besonderheiten von LawBreakers zählen vereinzelt platzierte Gravitationsfelder, die dem Gameplay eine vertikale Komponente verleihen. Quelle: Boss Key Productions Bei unserem Anspielevent durften wir auf einer kleinen bis mittelgroßen Grand-Canyon-Map mit verwinkelten Wegen und kleinen sowie größeren Kampfarenen den Overcharge-Spielmodus ausprobieren. In der an Capture the Flag und Herrschaft erinnernden Variante sammeln wir eine auf der Karte platzierte Batterie ein, bringen sie zu einem Aufladepunkt und versuchen sie solange zu verteidigen, bis sie vollständig geladen ist. Gelingt uns das zwei Mal, gewinnt unser Team die rund 15-minütige Partie. Nimmt unser Charakter in den Gefechten Schaden, laden wir seine Energie an einer Heilungsstation wieder auf. Zu den Besonderheiten von LawBreakers zählen vereinzelt platzierte Gravitationsfelder, die dem Gameplay eine vertikale Komponente verleihen. Die Areale mit verringerter Schwerkraft bringen Abwechslung in den von uns gespielten Overcharge-Spielmodus: die Haudegen springen höher, beginnen zu schweben und bewegen sich behäbiger. Netter Nebeneffekt: Das Zielen fällt in den Gravitationsfeldern entsprechend einfacher. Generell geht die Steuerung mit Maus und Tastatur gut von der Hand, nutzt das übliche Buttonschema.

    Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit - Karte und Helden wollen kennengelernt werden - machte LawBreakers durchaus Spaß. Vor allem dann, als wir gegen Cliff Bleszinski höchstpersönlich antreten durften. Dass CliffyB uns mal eben ausgeschaltet hat, erfahren wir in der Kill Cam nach einem Bildschirmtod in aller Ausführlichkeit - LawBreakers ist schließlich kein Kindergeburtstag, übermäßig brutal aber ebenso nicht. Klar auch, dass der Branchenveteran die Kill-Death-Tabelle am Ende der Partie anführte. CliffyB kann eben Shooter. Weil wir zu Beginn des Matches unseren Twitter-Namen (optional) eingegeben haben, setzt LawBreakers bei besonderen Aktionen direkt einen Tweet ins Internet ab. Damit wissen unsere Follower, dass wir derzeit in LawBreakers auf Streife gehen. Ähnlich wie bei den Charakteren (siehe Kasten) setzt Boss Key Productions auch hier auf virale und somit kostenlose Werbung.

    Release auf Steam, Mikrotransaktionen, kein Free2Play

          

    Das bislang geplante Free2Play-Konzept haben die Entwickler über Bord geworfen. LawBreakers erscheint im regulären Preismantel, "allerdings nicht zum Vollpreis von 60 US-Dollar", bestätigt CliffyB. Nähere Details verschweigen die Entwickler noch. Der auf der Unreal Engine 4 beruhende Mehrspieler-Shooter (aktuelle Version läuft in flotten 140 Fps) kommt im Sommer zunächst exklusiv über Steam für PC auf den Markt. Dass auch Versionen für PlayStation 4 und Xbox One erscheinen, ist wahrscheinlich, bislang aber nicht bestätigt. Unbeantwortet bleibt die Frage nach der Langzeitmotivation von LawBreakers. Ein Fortschrittssystem existierte in unserer frühen Version nicht, ist aber angedacht. Vermutlich lassen sich darüber Skins für die Kämpfer freischalten. Denn die Outfits sollen sich auch mit Mikrotransaktionen erwerben lassen. Wie viele Spielmodi und Maps es im finalen Spiel gibt, ließen die Boss Key Productions noch offen. Ob LawBreakers tatsächlich auf lange Sicht unterhält, muss sich erst noch zeigen. Die ersten Partien haben aber durchaus unterhalten, Potenzial ist vorhanden.

    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von AC3 Erfahrener Benutzer
        die niete cod wird also von einem viel besseren spiel "lawbreakers" ersetzt.
        denke lawbreakers wird ein voller erfolg bei steam.

        cooles game!
      • Von Sayaka Erfahrener Benutzer
        warum ist bei den neuen "arena" shootern das Bewegungstempo immer so unglaublich lahm?
      • Von HeavyM Erfahrener Benutzer
        Hmm weder doom 4 noch lawbreakers kommen nur ansatzweise an Quake live ran. Und die Grafik von Quake Live ist meines Erachtens so zeitlos wie die von Mario. Unglaublich das es in 17Jahren! kein Arena Shooter es geschafft hat, an die Qualitäten von Quake 3 anzuknüpfen. Einzig Painkiller 1 war im Ansatz sehr gut, nur irgendwie haben die Waffen nicht so gerockt. In diesem sinne: GO THROUGHT THE PORTAL TO ENTER THE COMBAT, FIGHT!!!!!
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LawBreakers
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Cliff Bleszinski meldet sich zurück. Der Branchenveteran, der maßgeblich an der Entwicklung von Unreal Tournament und Gears of War beteiligt war, arbeitet mit seinem Team der Boss Key Productions am Mehrspieler-Shooter LawBreakers, der an die Erfolge klassischer Arena-Ballereien anknüpfen will. Wir waren bei den Entwicklern vor Ort und kämpften um virtuelle Batterien. CliffyB konnte das am besten.
http://www.pcgames.de/LawBreakers-Spiel-56055/News/Vorschau-zum-Arena-Shooter-von-CliffyB-1192671/
21.04.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/04/LawBreakers_GDC_OverchargeMode-pc-games_b2teaser_169.JPG
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