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  • 2.0, 2.1 und 5.1-Boxensets und Nahfeldmonitore für den PC: Praxistipps zum Kauf und Marktübersicht

    Ein guter Sound rundet ein Spiel ab und kann auch bei der Gegnerortung helfen. Auch Multimedia macht mit soliden Lautsprechern mehr Spaß. Wir geben euch allgemeine Tipps zum Kauf von PC-Lautsprechern und Nahfeldmonitoren inklusive großer Marktübersicht.

    Mit ordentlicher klanglicher Unterstützung optimiert ihr den Genuss von Spielen, Musik und Videos. Klassischerweise setzt man dabei auf Lautsprecher, auch wenn Headsets und Kopfhörer immer mehr Absatz finden. Damit ihr die für euch besten und zu eurem Budget passenden Lautsprecher findet, klären wir euch darüber auf, welche Anschluss- Konfigurationsmöglichkeiten ihr bei Lautsprechern habt : aktiv oder passiv, analog oder digital, Stereo (2.0 oder 2.1) sowie Surroundsound (5.1). Denn all diese Faktoren haben Vor- und Nachteile und sind wichtig für eine Kaufentscheidung. Auch auf das Thema Nahfeldmonitore - der ein oder andere wird diesen Begriff bereits gehört haben - werden wir am Ende der ersten Seite ausführlich eingehen. Abschließend haben wir auf der zweiten Seite tabellarisch noch eine Marktübersicht mit 55 aktiven PC-Boxensets für euch vorbereitet.

    Aktiv oder passiv?

          

    Generell stellt sich zunächst die Frage, ob man sich aktive oder passive Lautsprecher anschaffen möchte. Passive Boxen benötigen einen separaten Verstärker und werden somit nicht direkt an den PC angeschlossen. Es handelt sich also um Lautsprecher, die man für die klassische Stereoanlage oder eine Surroundanlage mit AV-Receiver benutzt.

    Rückseite eines Yamaha-AV-Receivers. An die rot-schwarzen Anschlusspaare kommen passive BoxenRückseite eines Yamaha-AV-Receivers. An die rot-schwarzen Anschlusspaare kommen passive BoxenQuelle: Yamaha Um solche Lautsprecher wird sich unser Special aber nicht drehen, allein da der Preisrahmen für viele Nutzer schon zu hoch wäre: ein geeigneter ausgewachsener Verstärker oder AV-Receiver schlägt nämlich mit mindestens 150 bis 200 Euro zu Buche. Vielmehr konzentrieren wir uns auf die klassischen PC-Boxensysteme, die aktiv arbeiten. Das heißt: der Verstärker ist in den Boxen oder (falls vorhanden) im Subwoofer eingebaut. Die Boxen haben daher eine eigene Stromversorgung, versorgen sich also selber aktiv mit Strom. Bei sehr kleinen Boxen reicht hierfür teilweise schon ein USB-Stecker aus. Ansonsten haben die Lautsprecher ein Stromstecker und werden für die Tonübertragung typischerweise mit einem 3,5-Millimeter-Stecker am PC (Onboardsound oder Soundkarte) angeschlossen. Nebenbei: man kann ein aktives Boxenset an jedes Gerät anschließen, das eine passende Buchse als Ausgang hat - auch an den 3,5-Millimeter-Kopfhörerausgang eines Smartphones, MP3-Players oder Fernsehers. Das Prinzip der Tonerzeugung ist bei aktiven und passiven Boxen identisch - lediglich der eingebaute beziehungsweise fehlende interne Verstärker (auch Endstufe genannt) stellt den Unterschied dar. Bei aktiven Boxensets ist übrigens die Endstufe meistens in nur einer der beiden Boxen oder (falls vorhanden) im Subwoofer eingebaut. Die zweite beziehungsweise restlichen Boxen werden dann über diese Endstufe mitversorgt - sie sind also strenggenommen selber wiederum doch passiv. Allerdings raten wir vom Betrieb solcher Boxen an einem richtigen Vollverstärker oder AV-Receiver ab, da die Widerstände dieser Lautsprecher in aller Regel ungeeignet sind, außer der Hersteller gibt die Lautsprecher offiziell auch für den passiven Betrieb frei.

    Sound in 2.0, 2.1 oder 5.1?

          

    Benutzt man zwei Boxen für Stereosound mit Subwoofer, so ist von 2.1 die Rede. Die 2 steht für die zwei Boxen, die 1 für den einen Subwoofer. Bei 5.1 habt ihr also logischerweise fünf Boxen (Satellitenboxen) und einen Subwoofer. 2.0 steht folglich für zwei Boxen ohne Subwoofer. Doch was sind die Vor- und Nachteile dieser drei Grundprinzipien? Bei 5.1 könnt ihr Surroundsound nutzen: ihr platziert vorne links und rechts je eine Box, dazu mittig vorne den Centerspeaker (Speaker = Lautsprecher).

    Edifier S550: in der Mitte der Subwoofer, oben der Center-Speaker, seitlich die seitlichen Boxen für vorne und hinten.Edifier S550: in der Mitte der Subwoofer, oben der Center-Speaker, seitlich die seitlichen Boxen für vorne und hinten.Quelle: EdifierEin wenig hinter euch wird links und rechts ebenfalls je eine Box hingestellt. Den Bass übernimmt der Subwoofer. Dabei entsteht beim geeigneten Material der Eindruck eines Sounds, der von überall herkommen kann. Idealerweise könnt ihr also in Spielen genau hören, von wo genau Schritte oder Schüsse zu hören sind. In Actionfilmen wiederum umgibt euch in den passenden Szenen ein Klanggewitter. Der Nachteil: ihr bekommt natürlich zum gleichen Preis deutlich hochwertigere Stereo-Systeme, und wenn die Gegnerortung in Spielen nicht immens wichtig ist, macht ein gutes Stereo-Boxenset selbst in Actionfilmen mehr Spaß als ein mäßiges Surroundsystem zum gleichen Preis. Der Musikgenuss wird ohnehin von einem ordentlichen Stereosystem profitieren. Aber auch wer in Spielen unbedingt Gegner orten will, fährt in der Summe meist mit einem Stereoset sowie einem USB-Headset mit Surroundfunktion besser als mit einem 5.1-System. Bei Stereo wiederum stellt sich die Frage: 2.0 oder 2.1? Man kann in aller Regel sagen: bei gleichem Preis bieten die 2.0-Systeme den deutlich besseren Gesamtklang, dafür bieten 2.1-Systeme einen tieferen Bass und brachialeren Klang. Es ist daher auch Geschmackssache: wer Explosionen auch richtig spüren will und darauf verzichten kann, Sprache oder Musik kristallklar zu erleben, nimmt eher ein 2.1-Set. Wem der Bass nicht ganz so wichtig ist und bei einem 2.1-System ohnehin den Subwoofer nur mäßig weit aufdreht, der ist mit 2.0 meist besser bedient. Für 2.0 bieten sich dabei besonders die so genannten Nahfeldmonitore an, denen wir weiter unten noch ein eigenes Kapitel gewidmet haben.

    Stereo 2.0, also ohne Subwoofer: Hercules XPS 2.0 80Stereo 2.0, also ohne Subwoofer: Hercules XPS 2.0 80Quelle: HerculesÜbrigens: für die Konfiguration des PCs ist es egal, ob ihr 2.0 oder 2.1 benutzt, denn bei den aktiven PC-2.1-Systemen wird der Subwoofer nicht separat angeschlossen, sondern er kommt an den gleichen Anschluss wie 2.0-Boxen, schneidet sich selber aus dem Soundsignal nur den Bassbereich heraus und leitet die höheren Töne dann an die am Subwoofer angeschlossenen Boxen weiter. Bei 5.1 hingehen muss Windows passend eingestellt werden, und am PC sind je nach dem, ob ihr den Ton analog oder digital sendet, bis zu drei Buchsen nötig. Diese Anschlussarten werden wir im nächsten Kapitel kurz erklären.

    Analog und digital

          

    Spätestens auf den letzten Zentimetern in einem Lautsprecher ist ein Soundsignal stets analog. Das bedeutet: Stromschwankungen bringen die Membran zum Schwingen, die Schwingungen wiederum bewegen die Luft unmittelbar vor der Membran, so dass Schallwellen entstehen. Wenn ihr ein Boxenset mit einem der typischen 3,5-Millimeter-Stecker (so wie ihr sie auch von Smartphone-Kopfhörern kennt) am PC anschließt, dann handelt es sich bei dem Tonsignal, das aus der Buchse am PC kommt, ebenfalls um ein analoges Signal. Dieses bleibt bis zur endgültigen Schallwellenerzeugung auch analog. Dabei können pro Buchse (respektive pro Stecker) zwei Kanäle genutzt werden. Zum Beispiel für Stereo der Ton links und rechts. Bei einem Surroundboxenset (5.1) sind daher drei Buchsen nötig: eine für die beiden seitlichen Frontboxen, eine für die eher hinten stehenden Surroundboxen und eine, die das Signal für den Center und den Subwoofer bereitstellt. Bei der digitalen Soundübertragung wiederum verlässt kein analoger Strom den PC, sondern ein Datenstrom aus Nullen und Einsen.

    Toslink-Stecker für optisch-digitale SoundsignaleToslink-Stecker für optisch-digitale SoundsignaleQuelle: ArchivDies geschieht in aller Regel über einen optischen Ausgang, der meistens an der typischen Toslink-Steckerform zu erkennen ist. Vorteil: digital kommt das Soundsignal ohne Klangverlust (analog ist eventuell ein leichtes Rauschen möglich) bei den Boxen an, und vor allem kann digital mit nur einem einzigen Kabel Surroundsound übertragen werden. Nachteil: das Surroundboxenset muss einen eigenen Decoder (intern oder als externe Box) besitzen, der am Ende aus dem digitalen Datensignal ein analoges Surroundsignal erzeugt. Zudem muss die Soundkarte - wenn auch Spiele in Surround digital funktionieren sollen - über Dolby Digital Live oder DTS Connect verfügen. Ansonsten kommt der Spielesound nur in Stereo an. Natürlich gilt dies auch dann, wenn ihr den Ton digital zum optischen Eingang eines AV-Receivers senden wollt. Doch bei einem AV-Receiver mit HDMI-Eingang bietet sich eine andere digitale Übertragungsart an, die auch Spiele in Surround überträgt: moderne Grafikkarten haben einen eigenen Audiochip, dessen Sound ihr am HDMI-Anschluss zur Verfügung habt. Ein HDMI Kabel zwischen Grafikkarte und AV-Receiver reicht also aus.

    Nahfeldmonitore für guten 2.0-Sound

          

    In vielen Foren gelten die so genannten Nahfeldmonitore als Geheimtipp für PC-Nutzer. Was hat es damit auf sich? Nahfeldmonitore haben nichts mit LCD-Monitoren zu tun, sonder es handelt sich um Lautsprecher, die sich seitens des Herstellers an die Zielgruppe der Medienschaffenden (Musiker, Toningenieure und so weiter) richtet. Sie sind so abgestimmt, dass sie besonders gut zum unverfälschten Abhören von Sound gedacht sind, um dem Nutzer vor allem mögliche Fehler in der Soundabmischung aufzuzeigen.

    Auch ohne Subwoofer bieten Nahfeldmonitore genügend Bass. Hier: Mackie-CR4Auch ohne Subwoofer bieten Nahfeldmonitore genügend Bass. Hier: Mackie-CR4Quelle: MackieDaher der Ausdruck Monitore, denn Monitoring bedeutet so viel wie überwachen. Der Zusatz Nahfeld drückt zusätzlich aus, dass die Lautsprecher eher für Tonstudios oder Arbeitsplätze gedacht sind, also eine im Vergleich zu einer großen Bühne kurzen Distanz. Nun könnte man meinen, dass solche Nahfeldmonitore für den normalen User, der eigentlich durch den Sound unterhalten werden will, zu neutral klingen. Denn klassische Multimedia-Lautsprecher sind so abgestimmt, dass sie den Sound nicht neutral darstellen, sondern eher beschönigen und das, was dem typischen Konsumenten gut gefällt, betonen. Trotzdem sind aber gerade die Nahfeldmonitore, die aus Sicht von Profis preislich eher in den Einsteigerbereich fallen, auch für Gaming, Filme und Musik bestens geeignet. Profis kritisieren sogar häufig, dass derartige günstige Nahfeldmonitore den Sound zu sehr in Richtung eines gefälligen Multimediaklangs verfälschen und zu wenig Fehler im Sound offenbaren. Mit günstig sind dabei übrigens Preise von bis zu 400 Euro pro Lautsprecherpaar gemeint. Der Einstiegspreis bei Boxen, die als Nahfeldmonitore vermarktet werden, liegt bei etwa 70 Euro. Wir werden euch in der Marktübersicht auch einige solcher Nahfeldmonitore aufführen. Dabei sind die Nahfeldmonitore zum 2.0-Betrieb vorgesehen und bieten eine klanglich hervorragende Alternative zu 2.1-Boxensets, die bei ansonsten ähnlichem Preis klanglich sehr hinterherhinken und nur beim Bass punkten können. Natürlich haben auch die 2.0-Nahfeldmonitore einiges an Bass zu liefern, denn sie sind meist deutlich größer als die kleinen Boxen, die bei einem typischen 2.1-Set dabei sind. Wer will, kann aber auch für ein 2.0-Set später noch einen separaten Subwoofer nachkaufen.

    Nahfeldmonitore: wichtige Tipps zum Kauf

          

    Da sich Nahfeldmonitore eher an Medienschaffende und deren Tonstudio-Ausstattung richten, müsst ihr einige Kleinigkeiten beachten. Zum Beispiel ob es sich bei einem von euch auserkorenem Nahfeldmonitor-Set wirklich um ein Boxenpaar und nicht um eine einzelne Box handelt. Auch bei Paaren müsst ihr nachsehen, ob es sich um ein Paar handelt, bei dem an einer der beiden Boxen ein Lautstärkeregler vorhanden ist, oder um zwei paarweise verkaufte Einzelboxen handelt.

    Auch als Paar zu haben, aber separate Einzelboxen ohne gemeinsamer Volumeregler: M-Audio BX5Auch als Paar zu haben, aber separate Einzelboxen ohne gemeinsamer Volumeregler: M-Audio BX5Quelle: M-AudioSolche Einzelboxen haben nämlich jeweils für sich eine eigene Endstufe und somit auch je einen eigenen Stromanschluss. Die Lautsprecher sind zudem nicht untereinander verbunden, das heißt man kann deren gemeinsame Lautstärke nur vom PC aus per Software regeln, außer man nutzt einen separaten externen Regler, eine externe Soundkarte mit eigenem Lautstärkeregler oder auch ein Mischpult. An den beiden Boxen stellt man lediglich jeweils auf der Rückseite die Maximallautstärke ein. Es gibt aber auch vor allem im Preisbereich bis 250 Euro (Paarpreis) genügend Nahfeldmonitore, die ein echtes Boxenpaar darstellen, also wie gängigen PC-Boxensets funktionieren: die Boxen sind miteinander verbunden, aber nur eine der beiden Boxen verfügt über eine Endstufe und einen Stromanschluss. Dieser Lautsprecher wird dann mit dem PC verbunden und besitzt auch einen Lautstärkeregler, über den beide Boxen gleichzeitig geregelt werden. Ebenfalls zu beachten: bei Nahfeldmonitoren müsst ihr häufig die Anschlusskabel noch separat kaufen - dies macht zwar nur wenige Euro aus, aber es wäre ärgerlich, wenn man Samstag abends voller Vorfreude die frisch gelieferten Nahfeldmonitore auspackt und dann kein passendes Kabel zur Verfügung hat. Um direkt beim Thema zu bleiben, starten wir auf der nächsten Seite die Marktübersicht mit Nahfeldmonitoren und anderen 2.0-PC-Systemen.

    • Es gibt 29 Kommentare zum Artikel

      • Von Amosh Erfahrener Benutzer
        Höchstens an nem anderen PC oder am Laptop, aber die sollten auch ohne Probleme 250 Ohm vernünftig versorgen können. Bei Mobilgeräten werden die nie zum Einsatz kommen.
      • Von Herbboy Community Officer
        Zitat von Amosh
        Wie gesagt, ich betreibe die an einem AV-Receiver. Das sollte wohl kein Problem sein. Wenn die Kopfhörer doch zu leise sein sollten, kann ich die immer noch zurückschicken und mir die Variante mit 80 Ohm bestellen. ;)
        ich meinte das auch nur, falls du vlt mal doch die Kopfhörer auch woanders anschließen willst 
      • Von Amosh Erfahrener Benutzer
        Wie gesagt, ich betreibe die an einem AV-Receiver. Das sollte wohl kein Problem sein. Wenn die Kopfhörer doch zu leise sein sollten, kann ich die immer noch zurückschicken und mir die Variante mit 80 Ohm bestellen. 
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2.0, 2.1 und 5.1-Boxensets und Nahfeldmonitore für den PC: Praxistipps zum Kauf und Marktübersicht
Ein guter Sound rundet ein Spiel ab und kann auch bei der Gegnerortung helfen. Auch Multimedia macht mit soliden Lautsprechern mehr Spaß. Wir geben euch allgemeine Tipps zum Kauf von PC-Lautsprechern und Nahfeldmonitoren inklusive großer Marktübersicht.
http://www.pcgames.de/Lautsprecher-Hardware-255600/Specials/20-21-und-51-Boxensets-und-Nahfeldmonitore-fuer-den-PC-Praxistipps-zum-Kauf-und-Marktuebersicht-1176047/
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