Lara Croft and the Guardian of Light: Test des überraschend guten Koop-Games
Mit Koop-Mechanik und mehr Action weicht das neue Lara Croft-Abenteuer deutlich von der festgefahrenen Tomb Raider-Reihe ab. (1)
Nein, das hier ist nicht das neue Tomb Raider! Mit Lara Croft and the Guardian of Light startet Crystal Dynamics eine Art Spinoff- Reihe zur bekannten Action- Adventure-Serie. Und tatsächlich: Obwohl sich viele der bekannten Tomb Raider-Elemente auch hier wiederfinden, ist das Spielerlebnis doch ein anderes – es ist schnell, es ist kooperativ und es macht einfach Spaß! Die Story könnte nicht klischeehafter sein: Lara hopst durch irgendeinen abgelegenen Tempel mitten im Dschungel, wo sie ungewollt eine uralte, finstere Gottheit reanimiert. Diese nimmt natürlich sogleich den Weltuntergang in Angriff. Lara jagt das böse Vieh daher durch 14 Levels, muss zwischendurch sein lächerliches Gerede ertragen und es schlussendlich davon abhalten, die Menschheit auszurotten. Viel interessanter als der bedauernswerte Plot ist da schon Laras neuer Kumpel, der Dschungelkrieger Totec. Erst er macht den wohl wichtigsten Aspekt des Spiels möglich: den Koop-Modus.
Kooperativ und ausgewogen
Im Koop-Modus müssen Lara und Totec ständig zusammenarbeiten, um die Fallen zu umgehen und die Rätsel zu lösen. Lara zieht Totec beispielsweise an ihrem Kletterseil zu sich herauf oder spannt es über einen Abgrund.
Das Abenteuer lässt sich sowohl alleine als auch im Team bestreiten. In beiden Fällen erlebt man zwar das gleiche Spiel, allerdings haben die Designer alle Rätsel und Fallen an die jeweilige Spieleranzahl angepasst. Wir finden: Solo macht das Spiel zwar schon ordentlich Spaß, sein volles Potenzial entfaltet es aber erst im Koop! Die zweite wichtige Änderung gegen über den Tomb Raider- Spielen: Man steuert die Helden nicht aus der gewohnten Verfolgeransicht, sondern aus einer weit herausgezoomten, isometrischen Perspektive, die sich weder schwenken noch umschalten lässt. Lara und Totec turnen, springen und klettern in hohem Tempo durch schön gestaltete Levels, stets auf der Suche nach dem nächsten Ausgang. Der Action- Anteil ist dabei deutlich höher als in Laras früheren Abenteuern: Regelmäßig strömen zig Untote und Dämonen in die Levels, Lara und Totec setzen sich mit einer Vielzahl an Schusswaffen und einem unendlichen Bombenvorrat zur Wehr. Das wilde, effektgeladene Geballer geht dank fairem Auto-Aiming und ausreichend Munition locker von der Hand und wechselt sich in angenehmem Tempo mit Geschicklichkeits- und Rätselaufgaben ab.
Totec hingegen besitzt einen Schild, den er über seinen Kopf halten kann, 2 um Lara so eine Sprungplattform zu bieten.
Über Plattformen springen, Fallen ausweichen, Schalter betätigen – das alles wirkt vertraut, ist aber sauber umgesetzt, besonders im Koop-Modus: Da müssen die Helden nämlich einander regelmäßig unterstützen, etwa indem Lara ihren Gefährten per Kletterseil zu sich nach oben zieht oder Totec die Dame auf seinem Schild in die Höhe befördert. Diese Fähigkeiten kommen in vielen clever designten Rätseln zum Einsatz, die zwar nie wirklich fordern, aber trotzdem gut unterhalten. Zusätzlich würzen die Entwickler den Spielablauf mit kleinen Überraschungen: Da muss man etwa einen T-Rex mittels Stachelfallen ausschalten, vor einer riesigen Felskugel flüchten oder ein gigantisches Amphibien-Monster in einen fiesen Tötungsmechanismus locken. Kurzweilig und gut! Besonders motivierend für Schatzjäger: Alle Levels sind mit optionalen Zusatzaufgaben gespickt, darunter Geschicklichkeitsübungen, Speed runs, Highscore-Jagd und vieles mehr. Als Belohnung für solche Herausforderungen winken neue Waffen und Artefakte – Letztere lassen sich im Spielerinventar einsetzen und bescheren den Helden dann nützliche Boni. Fair: Wer mag, kann gespielte Levels auch jederzeit wiederholen, um verpasste Aufgaben nachzuholen.
Die PC-Version durchgecheckt
Optisch wirkt die PC-Fassung dank höherer Auflösung noch mal ein bisschen hübscher als die Konsolenversionen – das war zu erwarten. Die Steuerung jedoch ist nicht perfekt: Zwar fällt das Zielen mit der Maus etwas leichter als mit dem Gamepad, allerdings geraten manche Sprungpassagen mit der Tastatur zur Geduldsprobe. Deshalb empfehlen wir, ein Xbox-360- Pad anzuschließen, denn damit geht die Steuerung einfach angenehmer von der Hand. Einen Online-Koop-Modus hatte Crystal Dynamics zwar für das Spiel versprochen, doch enthalten ist er nicht: Lara Croft lässt sich nur lokal an einem PC im Koop spielen. Ein Online-Modus soll zwar per Patch nachgereicht werden, doch für unsere Bewertung spielt das keine Rolle.
Viel Spiel fürs Geld
Lara Croft and the Guardian of Light ist als reiner Download-Titel über Steam erhältlich. Für günstige 15 Euro bekommt man sechs bis acht Spielstunden geboten, je nachdem, wie viele Boni und Extras man erbeuten möchte. Wer wirklich alles finden und jede Herausforderung meis tern will, dürfte sogar noch etwas länger beschäftigt sein!
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Als alter Secret und Schädel Jäger habe ich übrigens jetzt schon 4h investiert und hab gerade mal Level 5 absolviert. Der Wiederspielwert ist sogar noch höher als bei anderen TombRaider (zumindest finde ich das) da es gefühlt mehr…
Das Lara Gefühl macht sich schon nach wenigen Minuten breit.. toll !!
Für den Preis ein echtes Highlight des Jahres.
Preiswerter Pflichtkauf für Lara-Fans und Co-Op Freunde.