Kult: Heretic Kingdom
Religion ist Tod. Tod der Religion! Unter diesem Motto verfolgt und bestraft die Inquisition jeden, der nur ansatzweise zu Göttern betet. Als ob das nicht genug wäre, leidet die Bevölkerung der Häretischen Königreiche unter den Intrigen der machtsüchtigen Thronanwärter. Mittendrin: eine junge Kämpferin, die ein altes, magisches Artefakt vernichten muss, um den Einfluss der Inquisition zu stärken.
Jenseits des Lebens
Wenn Sie gar nicht in die Rolle der unerfahrenen Heldin schlüpfen möchten, werden Sie enttäuscht. Denn Kult verzichtet auf mehrere Charakterklassen, wie sie in vergleichbaren Rollenspielen zu finden sind. Dafür punkten die Häretiker mit einem Paralleluniversum. Jederzeit wechseln Sie auf Knopfdruck in die Totenwelt. Solche Dimensionsreisen sind etwa dann ganz nützlich, wenn Sie einer bevorstehenden Niederlage im Kampf ausweichen wollen. Doch selbst im Jenseits ruhen Sie nicht in Frieden, denn hie und da greifen den Spieler Traumwesen, Geister und Dämonen an. Praktisch: Mithilfe solcher Teleportationen schleichen Sie sich unbemerkt an Ihre Feinde heran, reisen in die Welt des Lebens zurück und führen einen Überraschungsangriff aus. Doch trotz dieser Innovation kommt Kult nicht an Sacred heran: Mit seiner kurzen Spielzeit und 50 Quests bietet Heretic Kingdoms lediglich ein Fünftel des Umfangs der Konkurrenz. Auch die simple Charakterentwicklung überzeugt nicht ganz: Die junge Dame bildet sich hauptsächlich in Magiekunst weiter, Spieler mit Vorlieben für Krieger kommen deshalb nicht auf ihre Kosten. Deshalb nur ein "Befriedigend".

