Knights of the Temple
Streitäxte haben zwar
eine kürzere Reichweite als Schwerter, verursachen dafür allerdings mehr Schaden.
Speicherfrust
Vorsicht, Frustgefahr: Das Speichersystem, das schon bei Enclave für - berechtigte - Entrüstung gesorgt hat, zählt auch in Knights of the Temple zu den Hauptkritikpunkten. Pro Level darf nur ein einziges Mal an einem fest vorgegebenen, nicht immer fair platzierten Speicherpunkt gesichert werden. So passiert es insbesondere auf den höheren Schwierigkeitsgraden des Öfteren, dass man dieselbe mehrminütige Passage drei- oder viermal wiederholen muss. Das mag in einem offen gestalteten Titel wie Far Cry (dt.) kaum stören, ist aber in einem so strikt linearen Spiel wie Knights of the Temple völlig deplatziert. Spätestens beim dritten Durchlauf verkommt der "überraschend" hervorpreschende Script-Szenen-Sarazene zur locker abgefangenen Lachnummer.
Kamera und Steuerprobleme
Die gegenüber Enclave geänderte Kameraposition sorgt für zwiespältige Gefühle: Einerseits sehen Kampfszenen ungleich spektakulärer aus, wenn die Kamera wie in Knights of the Temple um die Szenerie schwenkt und zoomt. Andererseits fällt dadurch die Steuerung nicht immer leicht: Wenn man eine Treppe hinunterläuft und die Kamera plötzlich auf eine andere Position wechselt, bleibt man häufig am Geländer hängen. Außerdem gibt es gelegentlich tote Winkel, sodass man entweder seine eigene Spielfigur oder die Gegner nicht sieht.
Animation nach Maß
Absolut überzeugend sind hingegen die Animationen. Wenn Paul geht, läuft und kämpft, sieht das flüssiger aus als in jedem anderen Spiel des Genres - das gilt auch für Die Rückkehr des Königs. Besonders der schnelle Wechsel zwischen mehreren Gegnern wirkt fantastisch: Kämpft Paul gerade mit einem Rivalen vor sich und wird plötzlich von hinten überrascht, so dreht er sein Schwert in der Hand und stößt, ohne sich umzusehen, nach hinten - in puncto Eleganz steht Knights of the Temple daher selbst Kinofilmen made in Hollywood kaum nach.

