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Knights of the Temple (PC)

Release:
18.03.2004
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft

Mit Stahl und ein wenig Hirn

04.10.2003 15:00 Uhr
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Das blau leuchtende Schwert ermöglicht magische Angriffe. Das blau leuchtende Schwert ermöglicht magische Angriffe. Eigentlich sollte Tempelritter-Azubi Paul de Raque nur die schöne Adele aus einem Kloster nach Hause eskortieren, doch aus dem gemütlichen Sonntagnachmittags-Spaziergang wird ein ausgewachsenes Abenteuer: Der Bischof des Klosters hat sich dem Teufel verschrieben und erkennt in dem magisch begabten Mädchen eine Möglichkeit, die Pforten der Hölle zu öffnen. Als Paul eintrifft, sind der Bischof und Adele längst verschwunden und die kühne Spurensuche beginnt. In der Rolle de Raques verfolgen Sie die Fährte der beiden quer durch das mittelalterliche Europa bis in den Nahen Osten und passieren dabei sogar die Schwelle der albtraumartigen Höllenwelt, wo es zur finalen Schlacht gegen den Bischof und seine diabolischen Scharen
kommt.

Mit Stahl und ein wenig Hirn

Mit Spezial-Attacken halten Sie mehrere Monster gleichzeitig in Schach. Mit Spezial-Attacken halten Sie mehrere Monster gleichzeitig in Schach. Knights of the Temple ist ein Action-Adventure mit klarem Schwerpunkt auf den Kämpfen. Dabei stehen Ihnen zum einen typisch mittelalterliche Waffen zur Verfügung - etwa Schwert, Bogen, Armbrust oder Axt - und zum anderen erlernen Sie im Lauf des Spiels magische Fähigkeiten wie Unverwundbarkeitszauber, Heilung und sogar Feuerbälle. Mit der Zeit steigern sich die Fähigkeiten Ihres Helden: Anfangs sind nur recht unbeholfene Hiebe und Stiche mit leichten Waffen möglich, auch Kleidung und Schild sind eher dürftig, während Sie später in voller Rüstung und mit deutlich erweitertem Schlagrepertoire auf die dämonischen Horden losgehen. Zudem stellen sich Ihnen von Zeit zu Zeit besonders starke Kreaturen in den Weg - überwinden Sie diese, werden Sie mit verschiedensten Special Moves belohnt. Das Kampfsystem ähnelt dem recht einfachen Hack&Slay-Konzept aus Enclave (von denselben Entwicklern), wurde jedoch kräftig aufgebohrt: Mit hohen und tiefen Schlägen lassen sich gezieltere Attacken ausführen, außerdem können Sie jetzt im Duell seitwärts ausweichen. Zurzeit agieren die KI-Monster noch recht defensiv und greifen nur an, wenn Sie sich eine Blöße geben - das lässt sich natürlich ausnutzen: Wenn Sie wie zu einem kräftigen Schlag weit ausholen, wird Ihr Gegenüber seinerseits einen Frontalangriff wagen. Damit haben Sie jedoch gerechnet, können ausweichen und einen verheerenden Hieb durch die nunmehr schwache Deckung des Gegners anbringen. Die Action-Sequenzen werden regelmäßig durch kleinere Rätseleinlagen aufgelockert, die zudem erfreulich abwechslungsreich geraten sind. Klar, einige der obligatorischen Schalter- und Schieberätsel sind enthalten, die meisten Aufgaben erfordern aber etwas mehr Denkarbeit. So sollen Sie zum Beispiel in einem Level eine als Gedicht verschlüsselte Nachricht entziffern. In einer anderen Szene sucht ein Glöckner nach einer Leiter, um das an einem höher gelegenen Balken verhakte Seil der Alarmglocke zu erreichen. Wenn Sie jetzt den ganzen Level nach einer Leiter absuchen, werden Sie wenig Erfolg haben - die Lösung ist nämlich viel simpler: Schießen Sie einfach mit der Armbrust auf den eingeklemmten Teil der Leine, und schön löst sie sich.

Mittelalterliches Sightseeing

Wenn zwei Metallwaffen aufeinander treffen, sprühen häufig Funken. Wenn zwei Metallwaffen aufeinander treffen, sprühen häufig Funken. Bei der Auswahl der Schauplätze hat sich Starbreeze besondere Mühe gegeben. Ihre Odyssee führt Sie zu etlichen realen Kultstätten, etwa der antiken Ruinenstadt Petra in der südjordanischen Wüste. Um die Umgebung möglichst realitätsgetreu zu texturieren, sind die Entwickler eigens nach Jordanien gefahren und haben zahllose Fotos der Bauwerke, Felsen und Höhlen geschossen. Entsprechend gelungen ist das Ergebnis: Wenn Sie sich im Spiel atemlose Kämpfe vor der bombastischen Kulisse der weltberühmten Grabstätten liefern, fühlt man sich beinahe in den Film Der letzte Kreuzzug versetzt, als Indiana Jones in eben diesen Gemäuern nach dem Heiligen Gral suchte. Die eigentlichen Stärken der Grafik liegen allerdings - wie bereits in Enclave - bei den gelungenen Licht- und Farbeffekten: Glühende Schriftzeichen und Wandmalereien verleihen alten Gebäuden einen mystischen Touch, magische Waffen oder Gegenstände schimmern geheimnisvoll und heftig aufeinander geschlagene Klingen sorgen für wahre Funkenregen.

   
Justin Stolzenberg
Das im Vergleich zu Enclave deutlich komplexere Kampfsystem, die spannende Mystik-Story sowie die ausgezeichnete Präsentation machen Lust auf mehr. Für mich ist Knights of the Temple der Geheimtipp des Monats.
   
Erfahrener Benutzer
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04.10.2003 15:00 Uhr
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