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  • Kirby: Planet Robobot im Test - Spaßig, aber arm an Innovation

    Kirby: Planet Robobot - Das quietschbunte Hüpfvergnügen im Test (1) Quelle: Nintendo

    Knutschkugel, rosa Liebesknödel, Kultklops - Nintendos knuffigster Held hat viele Spitznamen.Und jetzt hat er auch noch ein weiteres unterhaltsames 3DS-Abenteuer im Portfolio. In Kirby: Planet Robobot bekommt unser Held mechanische Hilfe.

    Arme Samus, armer Link: Während manche Nintendo-Helden in dieser Konsolengeneration erst sehr wenige oder gar noch überhaupt keine Abenteuer erleben durften, ist der rosa Rollmops Kirby sowohl auf Wii U als auch 3DS gut vertreten. Planet Robobot ist bereits der zweite klassische Kirby-Hüpfer für Nintendos Handheld. Mit dem hohen Spieleoutput geht aber auch die oft geäußerte Kritik einher, dass die Abenteuer des rosa Wonneproppens sich tendenziell zu sehr ähneln würden. Kann Planet Robobot diese Kritik entkräftigen?

    Kirby, wie man ihn kennt

    Nein, kann es definitiv nicht: Das 2,5D-Jump&Run folgt genau dem Spielprinzip, wie es auch in den Vorgängern für 3DS und Wii der Fall war und wie man es sogar seit den frühen Spielen für Game Boy und SNES kennt. Heißt im Klartext: Wir hüpfen durch zahlreiche kunterbunte Levels, Sobald Kirby einen Robo-Anzug übergestülpt hat, haben ihm die meisten Standard-Gegner nichts mehr entgegenzusetzen! Das Feature wird aber fast zu oft benutzt. Sobald Kirby einen Robo-Anzug übergestülpt hat, haben ihm die meisten Standard-Gegner nichts mehr entgegenzusetzen! Das Feature wird aber fast zu oft benutzt. Quelle: PC Games sammeln gut versteckte Gegenstände, blasen uns bei Bedarf auf Ballonvolumen auf und segeln völlig frei durch die Luft und schlucken Gegner, um uns die ihnen eigenen Fähigkeiten einzuverleiben. Insgesamt dürfen wir das in sechs Welten mit zumeist fünf Levels plus Boss am jeweiligen Ende tun. Anders als die Genre-Konkurrenz verfügt Kirby über ein ziemlich großes Move-Repertoire: Neben seinen Standard-Bewegungen kann er auch noch auf verschiedene Arten zuschlagen und zum Beispiel auch Rutschangriffe und Stampfattacken ausführen.

    Mit aufgesaugter Kraft kommen zudem unzählige zusätzliche Spezialmanöver hinzu. Ebenso abwechslungsreich wie das Bewegungsrepertoire des Helden präsentieren sich die Levels, in denen er dieses zum Einsatz bringt: Von verschneiten Gipfeln über grüne Wiesen bis hin zu idyllischen Vorstädten, Süßigkeiten-Arealen und sogar abgefahrenen Ideen wie Casino-Welten ist hier thematisch jede Menge geboten. Auch sonst gibt sich der Titel kreativ gesehen keine Blöße und lockert das Spielgeschehen regelmäßig durch besondere Abschnitte auf, in denen wir etwa eine Art 2D-Shoot-'em-Up absolvieren oder in einem Rennauto unser Racer-Talent unter Beweis stellen. Nett! Auch die Bosse sind wieder einmal gut gestaltet, wenngleich zu einfach; schön ist, dass relativ häufig mit der dritten Dimension gespielt wird und wir die Obermotze etwa in einer kreisrunden Arena bezwingen müssen. Unter den Fieslingen befinden sich wie üblich zahlreiche allte Bekannte wie Whispy oder Kracko, nur diesmal mit einem Robo-Touch - warum, verraten wir gleich.

    Heldenhafte Robo-Hilfe

    Amiibo-Knutschkugel im Anflug
    Wo ein neues Nintendo-Spiel, da eine Amiibo-Special-Edition. Kirbys neuester 3DS-Ausflug bildet hier keine Ausnahme. Aber was bewirken die Plastik-Helden diesmal?

    Neben einer Standard-Version erscheint Kirbys neuester 3DS-Ausflug auch in einer Spezialfassung samt zuckersüßem Liebesknödel-Amiibo. Die Bedeutung der Figur im Spiel, ebenso jene der ebenfalls erhältlichen König-Dedede-, MetaKnight- und Waddle-Dee-Amiibo sowie weiterer ausgewählter, kompatibler Figuren hält sich aber in Grenzen. Halten wir den entsprechenden Plastikrecken an den NFC-Sensor des Handheld, schalten wir eine von Kirbys Kräften frei, die er ansonsten nur erhält, wenn er einen entsprechenden Gegner einsaugt. Das ist nett und erlaubt in einigen Levels eine etwas andere Spielweise als ohne Amiibo, aber vernachlässigbar. Gut so, wie wir finden! Von Amiibo-Funktionen, die massiv Einfluss auf das Spielerlebnis haben, haben wir ohnehin schon lange genug. Mögen sich andere Nintendo-Titel daran ein Beispiel nehmen.
    So viel Spaß das Spiel macht: Herausforderung bietet es keinerlei und tendenziell sogar noch weniger als die Vorgänger. Das ist aber verzeihbar, denn ganz offensichtlich richtet sich das Abenteuer an eine eher junge Zielgruppe. Schlimmer wiegt der eklatante Innovationsmangel. Ja, Planet Robobot macht Spaß so, wie es ist; allerdings war das bei den zahlreichen mehr oder weniger spielerisch identischen Vorgängern auch schon der Fall. Man wird als Kirby-Veteran das Gefühl nicht los, all die Dinge, welche das Spiel zu bieten hat, schon viel zu oft gesehen zu haben.

    Das mag Neulinge nicht stören, allerdings hätte dem Titel etwas mehr Mut zum Neuen sehr gut zu Gesicht gestanden. Fairerweise sei aber gesagt, dass das Spiel freilich nicht ganz ohne Neuerungen daherkommt: Anstelle der Superfrucht aus dem 3DS-Vorgänger, die unserem kugeligen Helden an vorgegebenen Stellen quasi übermenschliche (oder ... überknödelige?) Kräfte verlieh, schlüpft der Protagonist diesmal in mächtige Mech-Anzüge. Mit diesen haut er nicht nur mit ordentlich Karacho zu, sondern kann auch mühelos riesige Gebilde zerstören oder schwere Gegenstände heben. Besonders nett: Auch mit Mech unterm Hintern kann Kirby weiterhin die Kräfte seiner Feinde absorbieren und dann ganz besonders kräftige Spezialattacken ausführen.

    So reizend das Feature ist, verändert es das Gameplay nur marginal und schränkt es de facto ab und an sogar ein: Dadurch, dass wir in Mech-Gestalt zum Beispiel nicht mehr frei durch die Gegend fliegen können, geht ein wenig die Erkundungslust verloren auf der Suche nach Roboblocks (die wir benötigen, um zu den Bossen am Ende der Welten zugelassen zu werden) und Stickern (die wir sammeln und mit denen wir unter anderem unseren Mech schmücken können). Und während die Superfrucht zuvor zu selten zum Einsatz kam, sind die Mech-Sequenzen fast schon im Überfluss vorhanden. So gut wie in jedem Level begeben wir uns durch Abschnitte, in denen der Einsatz des mechanischen Maßanzuges Pflicht ist.

    Mechanische Machtübernahme

    Manche Bosskämpfe überraschen durch eingestreute Pseudo 3D-Abschnitte. In kreisrunden Arenen gilt es dann, Attacken auszuweichen und selbst anzugreifen. Manche Bosskämpfe überraschen durch eingestreute Pseudo 3D-Abschnitte. In kreisrunden Arenen gilt es dann, Attacken auszuweichen und selbst anzugreifen. Quelle: PC Games Erklärt wird das Vorhandensein der Mechs sowie das generell sehr mechanische Design der Welt im Rahmen der sehr simplen, aber zuckersüßen und mittels wenigen, aber beeindruckenden CGISequenzen erzählten Handlung: Eine Robo-Fabrik aus dem Weltraum fällt über das Land her und stattet alles ungefragt mit mechanischen Teilen aus, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Held, der er nun einmal ist, kann Kirby das nicht einfach geschehen lassen und schreitet verhindernd zur Tat. Viel mehr als diese Prämisse hat die Geschichte nicht zu bieten. Mehr braucht's aber auch nicht, denn als Aufhänger für das spaßige Gameplay reicht das.

    Aufgeblasener Held in 3D

    Gänzlich ohne Handlungs-Aufhänger kommen die Zusatz-Spielmodi daher, die man im Spielverlauf freischaltet. Zwei der Modi-Varianten - ein besonderer Time-Attack-Modus, den wir hier nicht spoilern wollen, sowie Boss Rush - erhalten wir nach Abschluss der Kampagne, während wir in Ki Thematische Abwechslung gibt es in Hülle und Fülle. Neben Standard-Settings wie grüne Wiesen und Schneegebirge erwartet uns zum Beispiel auch ein Casino-Setting. Thematische Abwechslung gibt es in Hülle und Fülle. Neben Standard-Settings wie grüne Wiesen und Schneegebirge erwartet uns zum Beispiel auch ein Casino-Setting. Quelle: PC Games rbys Teamjagd und Kirbys 3D Arena schon relativ früh loslegen dürfen. Teamjagd ist ein Koop-Modus für bis zu vier Spieler, in dem wir gegen besonders harte Bosse antreten dürfen. 3D Arena bietet genau das, was der Name verspricht: In echtem 3D dürfen wir Kirby hier durch kleine Arenen bugsieren und reihenweise Gegner besiegen. Diese Spielmodi sind zwar nicht sonderlich umfangreich, es ist aber trotzdem schön, dass sie allesamt ein echtes Alleinstellungsmerkmal besitzen und uns auch abseits des Hauptspiels noch etwas zu tun geben. Das wiederum ist nämlich relativ schnell absolviert: Auch wenn man wirklich alles sammeln möchte, ist man als halbwegs geübter Spieler wohl nicht länger als knapp zehn Stunden beschäftigt Technisch bietet Kirby: Planet Robobot relativ wenig Grund zur Beanstandung. Die Grafik kommt sauber daher und erinnert stark an das, was man aus den Vorgängern sowie den Super Smash Bros.-Titeln kennt - kein Wunder, sind die Entwickler auch in diese Serie doch stark involviert.

    Jedoch fehlt ihr trotz des putzigen Artdesigns ein wenig der Charme, den die Konkurrenz wie Mario und Donkey Kong zu bieten hat. Der Sound hingegen überzeugt mit fröhlichen Melodien, die zum Mitsummen einladen, und Kirbys quietschiges Stimmchen hat sowieso schon Kultcharakter. Somit erweist sich Kirbys neuester 3DS-Ausflug als kompetent gemachter Hüpfspaß, der allerdings das Problem hat, im Grunde über keinerlei eigene Identität zu verfügen. Für das nächste Spiel wünschen wir uns die Einbindung einiger Ideen aus den Spin-offs - denen gelingt es schließlich auch, Kirby in neuem Licht erscheinen zu lassen.


    Kirby: Planet Robobot (3DS)

    Spielspaß
    78 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr abwechslungsreiche Levels
    Zuckersüße Präsentation
    Kompetent gemachtes Hüpf-Gameplay
    Viel zu tun abseits der Story
    Fast durchgehend sehr einfach
    Kein Koop-Modus
    Robo-Feature zu oft genutzt
    Keinerlei Innovation
    Fazit
    Kompetent gemachter Hüpfspaß, der nichts an der über 20 Jahre alten Formel ändert.

  • Kirby: Planet Robobot
    Kirby: Planet Robobot
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Nintendo
    Release
    10.06.2016
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von PeterBathge
    Du hast vollkommen recht, das war ein Fehler. Ist korrigiert, danke.
    Von Evari0r
    Kirby: Planet Robobot im Test - Spaßig, aber arm InnovationFehlt da nicht ein AN?Oder solltes es inovativ heissen? 
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von PeterBathge Redakteur
        Du hast vollkommen recht, das war ein Fehler. Ist korrigiert, danke.
      • Von Evari0r Benutzer
        Kirby: Planet Robobot im Test - Spaßig, aber arm Innovation

        Fehlt da nicht ein AN?
        Oder solltes es inovativ heissen? 
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1199278
Kirby: Planet Robobot
Kirby: Planet Robobot im Test - Spaßig, aber arm an Innovation
Knutschkugel, rosa Liebesknödel, Kultklops - Nintendos knuffigster Held hat viele Spitznamen.Und jetzt hat er auch noch ein weiteres unterhaltsames 3DS-Abenteuer im Portfolio. In Kirby: Planet Robobot bekommt unser Held mechanische Hilfe.
http://www.pcgames.de/Kirby-Planet-Robobot-Spiel-56859/Tests/Review-Nintendo-3DS-1199278/
21.06.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/06/00_Aufmacher_Ganzseitig_Plus_Hintergrund-pc-games_b2teaser_169.jpg
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