Trautmann: Filmrezension zum Biopic über die Torwartlegende
Der deutsche Bert Trautmann landet nach Ende des Zweiten Weltkriegs in einem englischen Gefangenenlager, in dem sich die Insassen die Zeit mit Fußballspielen vertreiben. Bei einem der Spiele wird Trautmann vom Trainer des kleinen Vereins St. Hellens entdeckt und in die Mannschaft aufgenommen. Doch dort bleibt der junge Mann nicht lange, denn kurze Zeit später erhält er ein Angebot des erfolgreichen Club Manchester City, mit dem er 1956 zur Torwartlegende wird. In die Rolle des jungen Fußballers schlüpft David Kross, der schon in "Der Vorleser" und "Gefährten" zu sehen war. An seiner Seite sind unter anderem Freye Mavor, John Henshaw und Harry Melling zu sehen.
Den deutschen Torhüter Bert Trautmann kennen hierzulande nur wenige, in England ist er eine Legende. 1945 landet er als Wehrmachts-Soldat in einem britischen Internierungslager. Als dem Trainer eines unterklassigen Fußballvereins zufällig Trautmanns Fähigkeiten als Goalkeeper auffallen, stellt er den Deutschen entgegen aller Anfeindungen bei einem Pflichtspiel ins Tor. Es ist der Beginn einer Karriere, die Trautmann bis zu Manchester City führt. Doch seine Kriegserlebnisse holen den deutschen Biedermann immer wieder ein ...
Wie üblich bei Biopics passt auch Marcus H. Rosenmüller sein Porträt des Citizens-Torhüters, der sich 1956 in einem legendären Pokalfinale den Halswirbel brach, aus dramaturgischen Gründen an. Bis auf einen parabelhaften Moment, der Vergangenheit und Gegenwart zusammenführt, wird der moralische Aspekt der Kriegsschuld Trautmanns nur angerissen. Der Rest ist ein braves Sportler-Drama ohne große Substanz.
FAZIT: Ein Biopic mit dem Charme eines "Brassed Off" gemischt mit "Das Wunder von Bern" - und genauso harmlos-nett unterhaltsam wie diese.
