Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit: Filmrezension zum Biopic
Obwohl in den 50er Jahren eine theoretische Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau herrscht, können Frauen einige Berufe nicht ausüben. Ruth Bader Ginsburg will sich damit nicht zufrieden geben und träumt davon Richterin zu werden. Sie schließt die Harvard Universität als eine der besten ab und beginnt sich, unterstützt von ihrem Mann Marty für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau einzusetzen. In Mimi Leders Drama schlüpft Felicity Jones in die Rolle von Ruth Bader Ginsburg, während ihr Mann von Armie Hammer porträtiert wird. Das Drehbuch wurde von Ginsburgs Neffen verfasst.
Ruth Bader Ginsburg sitzt seit über einem Vierteljahrhundert als Richterin am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und gilt als Ikone im Kampf um Gleichberechtigung. In den 1950er-Jahren studierte Ginsburg als eine von wenigen Frauen in Harvard Jura. Danach bewarb sie sich mit Bestnoten vergeblich bei diversen Anwaltskanzleien. Nach Jahren als Uniprofessorin zog sie mit einem als aussichtslos geltenden Fall vor Gericht, um zu demonstrieren, wie absurd Geschlechterdiskriminierung ist ...
Hauptdarstellerin Felicity Jones versteht es, den Menschen hinter der Kultfigur zu zeigen, und Mimi Leder inszeniert nach dem Drehbuch von Ginsburgs Neffen deren Kämpfen und Scheitern weitgehend ungeschönt. Auch wenn Ruths Ehemann seine Karriere ihr zuliebe zurückstellte und damit viel moderner war als andere, wurde sie nicht nur durch ihre rebellische Tochter immer wieder daran erinnert, wie weit der Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern ist.
FAZIT: Biopic über die beruflichen Anfänge einer beeindruckenden Frau, die mit ihren Überzeugungen bis heute die US-Politik prägt
