Roads: Review zum Roadmovie-Drama
Brite Gyllen ist im Marokko-Urlaub mit der Familie und hat die Schnauze voll. Deshalb stiehlt er das Wohnmobil seines Stiefvaters und will über Spanien nach Frankreich reisen, um seinen echten Vater zu finden. Das Problem: Er bringt das Wohnmobil nicht zum laufen. Dabei kann ihm der Kongolese William helfen, der in Europa seinen Bruder finden will. Die beiden werden zu Verbündeten auf der Suche nach ihren verschollenen Familienmitgliedern.
Der britische Teenager Gyllen flieht kurz vor seinem 18. Geburtstag im Marokko-Urlaub vor seiner lieblosen Mutter und seinem Stiefvater, um seinen leiblichen Vater in Frankreich aufzusuchen. Im Zuge dessen klaut er auch gleich deren Wohnmobil und gabelt den ebenfalls 17-jährigen William aus Kongo auf, der sich auch auf dem Weg nach Frankreich befindet, um seinen Bruder zu finden und zurück nach Hause zu holen. Aus der gemeinsamen Notsituation entwickelt sich schnell eine innige Freundschaft, die bald unzertrennlich sein wird.
Hier außerdem die anderen Kinostarts dieser Woche.
Sebastian Schipper widmet sich auch in "Roads" seinem Lieblingsthema, nämlich der Freundschaft, und verschiebt den Blickwinkel langsam, bedächtig und sensibel auf die Flüchtlingsthematik, ohne die Hauptfiguren aus den Augen zu verlieren oder gar sentimental auf die Tränendrüse zu drücken. Wie Schipper und sein Kameramann Matteo Cocco halten sich auch die beiden Hauptdarsteller in ihrem Spiel zurück und sorgen mit Authentizität für ein ergreifendes Roadmovie.
Fazit: Bewegender Film über eine Reise, der zurückhaltend und sensibel gleichzeitig von Freundschaft und Flucht erzählt.