Stan & Ollie: Review zum "Dick & Doof"-Biopic
Stan Laurel und Oliver Hardy sind das wohl bekannteste Komikerduo der Welt. Mitte des vergangenen Jahrhunderts haben sie mit ihrem Humor die Welt in schallendes Gelächter versetzt. 1953 befinden sie sich noch einmal auf Tour und trotz Stans Plänen von der Schauspielkarriere und Olivers gesundheitlichen Zustands, schaffen es die beiden, sich und auch das Publikum zu begeistern. Aber ihre Probleme holen sie ein und stellen die Freunde auf eine schwere Probe.
Ein Blick hinter den Vorhang der Blödelbarden Dick & Doof: Ende der 1930er-Jahre, noch auf dem Höhepunkt ihrer Popularität, bekommt das Verhältnis von Stan Laurel zu Oliver Hardy einen Riss, als Stan aus seinem Vertrag mit Produzent Hal Roach aussteigt und Hardy eine Komödie ohne ihn dreht. 15 Jahre später touren beide gemeinsam durch die englische Provinz, in der Hoffnung auf einen neuen Geldgeber für ihren nächsten Film. Von vielen Fans noch immer geliebt, hat das berühmte Comedy-Duo dennoch seine besten Zeiten hinter sich. Noch immer versteht es das kreative Mastermind Stan Laurel zwar, neue Geschichten und neue Gags zu kreieren, doch das Alter macht vor allem Hardy zu schaffen. Als Laurel klar wird, dass aus dem neuen Film nichts wird, und Hardy nach einem leichten Schlaganfall kürzer treten muss, wird ihre jahrelange Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.
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Stan & Ollie wartet nicht mit großen Szenen und großen Gefühlen auf, sondern mit kleinen Details aus dem Leben der zwei Comedians und ebenso kleinen Gesten und Blicken im Verhältnis der beiden zueinander. So zeigt sich das Biopic als eine Liebeserklärung an die Bühne und an die Freundschaft, die sich vor allem an Kenner und Fans des legendären Duos richtet. Ein Duo, das weit mehr war als ihr deutscher Name Dick und Doof und die scheinbare Leichtigkeit ihres Spiels suggerierten: nämlich ein perfekt aufeinander abgestimmtes Vaudeville-Theater-Paar mit Sinn für Stimmung und Timing. Stellenweise zeigt sich das Biopic etwas ungelenk, findet nicht immer den richtigen Rhythmus. Doch Steve Coogan und John C. Reilly spielen ihre Parts so großartig, dass man immer wieder nur Laurel und Hardy vor sich sieht.
FAZIT: Für Liebhaber alter Filme: ein Biopic mit Charme und einem Hauch von Wehmut über den Abschied zweier einstiger Weltstars.
