Im Netz der Versuchung: Filmrezension zum Fischer-Thriller mit Matthew McConaughey
Matthew McConaughey spielt den Fischer Baker Dill, der seinem alten Dasein Lebewohl sagt und auf eine Insel zieht, wo er Hochseefischer wird und Touristen damit bespaßt. Das geht so lange gut, bis seine Ex-Frau ihn wiederfindet und ihm ihre Wunden am Körper zeigt, die ihr neuer Mann zu verantworten hatt. Sie verlangt von Baker Dill nun, ihn bei einem Bootstrip zu versenken und das stellt Dill vor eine harte Entscheidung.
Der in einem verschlafenen Nest lebende Fischer Baker Dill ist besessen davon, einen bestimmten Thunfisch zu fangen. Ständig in Geldnöten, tritt eines Tages seine Ex-Frau, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat, wieder in sein Leben. Ihr unmoralisches Angebot: zehn Millionen Dollar, wenn Dill mit ihrem neuen, brutalen Ehemann zum Fischen rausfährt und dafür sorgt, dass der Schläger nie wieder zurückkehrt.
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Steven Knight (No Turning Back) inszeniert nach eigenem Skript einen Thriller, dem eine eigenartig fiebrige Stimmung anhaftet, die an Bogart-Klassiker wie Haben und Nichthaben und Gangster in Key Largo erinnert. Dabei besticht er einerseits mit tollen Bildern, durchbricht die Spannung aber mit unnötiger Verspieltheit immer wieder. Während die Story langsam seltsam abdriftet - mehr soll hier nicht verraten werden -, kämpft der Zuschauer zudem mit einer Hauptfigur, die nicht schlecht gespielt ist, deren Schicksal einen aber irgendwie unberührt lässt.
FAZIT: Stimmiges Milieu, kruder Plot: Steven Knights Drehbuch stellt mit seinem überambitionierten Anspruch eine zu große Hürde dar.
