Border: Rezension zum Fantasy-Drama
Border ist die Geschichte um die Grenzbeamtin Tina, die aufgrund eines Gendefekts mit einer äußerst animalischen Erscheinung Leben muss. Jedoch hat sie auch die Gabe, die Emotionen der Menschen, wie etwa Angst und Scham, zu riechen, was ihr in ihrem Beruf behilflich ist. Sie lebt einsam und verlassen im Wald, bis sie Vero kennenlernt.
Angeblich wegen eines genetischen Defekts ist das Gesicht der Grenzkontrolleurin Tina entstellt, dafür scheint sie ein intuitives Gespür für Schmuggler und Verbrecher zu haben. Während ihr Vater in einem Altersheim gegen altersbedingte Demenz kämpft, wird Tina von ihrem Mitbewohner gnadenlos ausgenutzt. Das soll sich alles ändern, als Vero auftaucht, der ihr äußerst ähnlich sieht. Schon bald erfährt Tina die Wahrheit über ihre Vergangenheit und Identität.
Basierend auf einem Roman von "So finster die Nacht"-Autor John Ajvide Lindqvists reizt "Border" mit einer düsteren, innovativen Prämisse und liefert im Laufe der sich langsam entwickelnden Geschichte zahlreiche verstörende Wendungen. Regisseur Ali Abbasi traut sich, sein Debüt für den Zuschauer unangenehm zu gestalten und setzt seine Figuren häufig nicht in ein komfortables oder schmeichelhaftes Licht. Selbst Hartgesottenen wird es schwer fallen, Empathie mit Tina und Vero zu empfinden, was den Film allerdings auch interessanter macht.
Fazit: Sich langsam entwickelnder Fantasy-Horror, der verstörend ist und gleichzeitig reichen, unangenehmen Subtext bietet.
