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  • Triva zu Peter Jacksons zweiter Mittelerde-Trilogie Der Hobbit

    Letzen Freitag gab es ein ausführliches und hoffentlich interessantes Special zu Peter Jacksons "Der Herr der Ringe"-Trilogie. Keine Überraschung also, dass dieses Special Jacksons zweiter Mittelerde-Sage "Der Hobbit" gewidmet ist. Wer also beispielsweise noch nicht wusste, dass eigentlich Guillermo del Toro die Adaption des Romans von J. R. R. Tolkien inszenieren sollte oder dem es neu ist, dass drei der 13 Zwerge ihr Leben in und vor Moria ließen, ist hier goldrichtig!

    Die Veröffentlichung der dreiteiligen, von Warner Bros. und MGM produzierten Realverfilmung des "Hobbits" fand in den Jahren 2012, 2013 und 2014 statt. Bis dahin war es ein steiniger Weg: Ursprünglich sollte nämlich nicht Peter Jackson, sondern Guillermo del Toro ("Crimson Peak") die Trilogie für die große Leinwand inszenieren. Jackson verschaffte del Toro 2008 den Platz auf dem Regiestuhl, er selbst war als zunächst "nur" als ausführender Produzent am dem Projekt beteiligt. Zusammen mit Philippa Boyens, Fran Walsh und Peter Jackson arbeitete Guillermo del Toro monatelang an den Drehbüchern. Damals sollte das Buch noch in einem einzigen Film verarbeitet werden, später wurden zwei Filme daraus. Erst im Juli 2012 wurde entschieden, dass es doch eine Trilogie wird. Aufgrund der ständigen Drehverzögerungen und Verschiebungen durch MGM war del Toro 2010 jedoch gezwungen, sich von "Der Hobbit" zu verabschieden, um nicht seine anderen Filmprojekte zu gefährden. Im Oktober 2010 gab Warner Bros. den Ersatz für den Mexikaner bekannt: "Herr der Ringe"-Schirmherr Peter Jackson. Dieser verfolgte eine ganz andere Vision als sein Vorgänger, sodass zwei Jahre Drehvorbereitungen praktisch für die Katz waren.

    Auf zum Einsamen Berg: Die Gemeinschaft "Thorin & Co."

    Die Namen der Zwerge und auch Gandalfs sind einer Stelle in der altnordischen Völuspá entnommen, einem der bedeutendsten Gedichte des nordischen Mittelalters. Im sog. Dvergatal, altnordisch für "Zwergenzählung", werden etwa siebzig Zwergennamen aneinandergereiht. Unter anderem sind diese Namen zu finden: Dvalinn, Bífurr, Báfurr, Bömburr, Nóri, Óri, Óinn, Gandalfr (!), Fíli, Kíli, Glóinn, Dóri, Þorinn (wird als Thorin ausgesprochen). Der einzige Name, der hier nicht auftaucht, ist Balin.

    Der Meisterdieb: Bilbo Beutlin / Martin Freeman

          

    Bilbo Beutlin (Martin Freeman) Bilbo Beutlin (Martin Freeman) Quelle: Warner "In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit. Nicht in einem feuchten, schmutzigen Loch, wo es nach Moder riecht und Wurmzipfel von den Wänden herabhängen, und auch nicht in einer trockenen, kahlen Sandgrube ohne Tische und Stühle, wo man sich zum Essen hinsetzen könnte: nein, das Loch war eine Hobbithöhle, und das heißt, es war sehr komfortabel." Mit diesen Worten beginnt J. R. R. Tolkiens Roman "Der Hobbit oder Hin und zurück" und leitet den Hauptcharakter des Buches ein: Den Hobbit Bilbo Beutlin.

    Bilbo wurde am 22. September 2890 des Dritten Zeitalters (D. Z.) als Sohn von Bungo Beutlin und Belladonna Tuk geboren. Damit lag Bilbo die Abenteuerlust bereits im Blut, waren doch die Tuks eine recht abenteuerlustige und mutige Hobbitfamilie, was die anderen Hobbits eher befremdlich fanden.

    Die ersten 50 Jahre schien es so, als habe Bilbo doch nicht das Abenteuergen seiner Ahnen geerbt, denn er lebte zunächst ein recht beschauliches und bequemes Leben. Doch das sollte sich alles ändern, als Gandalf an die Tür der Hobbithöhle klopft und er 2941 D. Z. in ein gefährliches Abenteuer an der Seite des Zauberers und 13 grimmigen Zwergen hineingezogen wird. Während der Reise zum Einsamen Berg gelingt Bilbo in den Besitz des Einen Ring des Dunklen Herrschers Sauron.

    Nach seiner Rückkehr ins Auenland gilt er als reicher, kauziger Außenseiter. Er heiratet nicht und hat keine Kinder, auch wenn er seinen jungen Neffen Frodo Beutlin adoptiert. Den Ring, den er während seiner denkwürdigen Reise in den Stollen im Nebelgebirge gefunden hat, benutzt er nur dazu, um sich unsichtbar zu machen, wenn unerwartet lästige Verwandte wie die Sackheim-Beutlins vorbeikommen. Bilbo hat keine Ahnung, was es mit dem Ring wirklich auf sich hat. An seinem 111. Geburtstag (3001 D. Z.) verabschiedet Bilbo sich mit einem gewaltigen Fest von Beutelsend, vermacht den Ring Frodo und geht fort, um die letzten 20 Jahre seines Lebens in Bruchtal zu verbringen, wo er dichtet und den Großteil seines Tagebuch verfasst. Am Ende des dritten Zeitalters (3001 D. Z.) verlässt er gemeinsam mit Frodo und den Trägern der drei Elbenringe (Gandalf, Galadriel und Elrond) Mittelerde gen Wesen nach Valinor. Bilbo war der erste Ringträger, der den Ring freiwillig aufgab.

    In Peter Jacksons Mittelerde-Sage spielt der Brite Ian Holm "Aviator" den gealterten und erfahrenen Bilbo, sein Landsmann Martin Freeman ("Sherlock") verkörpert den Hobbit in seiner jüngeren, unbedarfteren Version.

    Der Zauberer: Gandalf der Graue / Ian McKellen

          

    Gandalf der Graue (Ian McKellen) Gandalf der Graue (Ian McKellen) Quelle: Warner Wo er hinkommt, ist ein gefährliches Abenteuer nicht weit: Ian McKellen ("Mr. Holmes") schlüpft für die Hobbit-Trilogie wieder in die Rolle des Zauberers Gandalf der Graue, auch Gandalf Graurock, Gandalf Sturmkrähe, Mithrandir (Sindarin für Grauer Pilger), Graumantel oder Olórin (sein Name bevor er nach Mittelerde entsendet wurde) genannt. Er ist ein Maiar, der im Dritten Zeitalter in Mittelerde in Form einer der fünf Istari in Erscheinung tritt (um 1000 D. Z.). Zusammen mit den anderen Weisen gründet Gandalf 2463 den Weißen Rat und er ist auch die treibende Kraft hinter der Reise Thorins zum Einsamen Berg. Gandalf befürchtet nämlich, dass sich Sauron mit dem Drachen Smaug zusammen tun könnte und tut alles in seiner Macht stehende, um die Rückkehr Saurons zu verhindern.

    Von Círdan bekommt er einen der Elbenringe, Narya, den Ring des Feuers, wovon aber außer ihm nur noch die beiden anderen Ringträger Elrond (Vilya) und Galadriel (Nenya) erfahren, sowie später Saruman. Er nennt sich selbst "Diener des Geheimen Feuers" und "Gebieter über die Flamme von Anor" und trägt das berühmte Schwert Glamdring. Sein Pferd ist Schattenfell, das schönste und schnellste Pferd der Rohirrim und eins der seltenen Mearas.

    Nach dem Ende des Ringkriegs verlässt er Mittelerede gemeinsam mit Bilbo, Frodo und den anderen beiden Ringträgern.

    Der Erbe des Hauses Durin: Thorin Eichenschild / Richard Armitage

          

    Thorin Eichenschild (Richard Armitage) Thorin Eichenschild (Richard Armitage) Quelle: Warner Der britischer Theater-, Fernseh- und Filmschauspieler. Richard Armitage ("Captain America: The First Avenger") spielt Thorin II., genannt Thorin Eichenschild. Er ist der Sohn von Thráin II. und der Enkel von Thrór. Den Titel Eichenschild erhielt er, als er in der Schlacht von Azanulbizar den Ast einer Eiche als Schild benutzte. In dieser Schlacht, in der er neben seinem Vater kämpfte, verlor er seinen jüngeren Bruder Frerin.

    Thorin verließ wie viele andere Zwerge 2770 D. Z. den Erebor, da der Drache Smaug sich dort niederließ und den Berg eroberte. Er entkam dem Drachen, weil er zu diesem Zeitpunkt auf Wanderschaft war. Zusammen mit seinem Vater Thráin und seinem Großvater Thrór lebte er einige Jahre in Dunland.

    Thror wurde 2790 schließlich in Moria von Azog enthauptet. Dieses Ereignis war der Auslöser für den Krieg der Zwerge gegen die Orks, der 2799 D. Z. mit einem verlustreichen Sieg der Zwerge endete. In den Folgejahren ließ sich Thorin in den Ered Luin nieder. Nach dem Tod seines Vaters in Saurons Verlies wurde er der König unter dem Berg.

    Auf einer Reise nach Bree traf er dann schließlich Gandalf, der ihn zu seiner Fahrt zum Einsamen Berg ermutigte. Daraufhin zog er im Jahr 2941 D. Z. mit zwölf Begleitern, dem Hobbit Bilbo Beutlin und streckenweise mit dem Zauberer Gandalf zum Erebor, um den Drachen Smaug zu töten oder zumindest den Schatz seiner Vorväter zurückzuerlangen. Die Gruppe der Zwerge nannte sich "Thorin & Co.".

    Im Buch starb Thorin kurz nach der Schlacht der Fünf Heere an den Verletzungen, die er erlitt, als er gegen Bolgs Leibwache vorging. Man begrub Thorin tief unter dem Einsamen Berg. Bard legte ihm den Arkenstein, den Schatz von Durins Haus, auf die Brust und Thranduil legte das Schwert Orcrist auf sein Grab, das er dem Zwerg in Gefangenschaft abgenommen hatte. Im Film wird Thorin von dem Ork Azog getötet.

    Die Thronerben Erebors: Kíli & Fíli / Aidan Turner & Dean O'Gorman

          

    Kíli (Aidan Turner) und Fíli (Dean O'Gorman). Kíli (Aidan Turner) und Fíli (Dean O'Gorman). Quelle: Warner Fíli (*2859 D. Z.) ist einer der Neffen Thorins und gehört damit ebenfalls zum Königshaus der Zwerge von Erebor. Er und sein Bruder Kíli, die jüngsten Zwerge der Truppe, sind unzertrennlich, was in der Film-Trilogie stärker betont wird als im Buch. So stellt sich Fíli in "Der Hobbit: Smaugs Einöde" gegen seinen Onkel Thorin und die Gemeinschaft, reist vorerst nicht mit nach Erebor, sondern verbleibt in der Seestadt, als sein Bruder von einem vergifteten Morgulpfeil getroffen wurde und am Rande des Todes steht. Fíli fällt später in der Schlacht der Fünf Heere (2941 D. Z.). Im Film wird er von Azog bei der Durchsuchung des Turms gefasst und getötet, im Buch stirbt er bei dem Versuch, seinen Onkel vor den Orks zu beschützen. Der Neuseeländer Dean O'Gorman ("Trumbo") stieß erst nach ungefähr einem Monat zum Cast, da die Rolle ursprünglich mit dem Briten Robert Kazinksy ("Pacific Rim") besetzt wurde, der das Projekt jedoch aus persönlichen Gründen verlassen musste.

    Er überzeugte Peter Jackson durch seine schauspielerische Leistung in der BBC-Serie "Being Human": Aidan Turner ("Chroniken der Unterwelt - City of Bones") wurde für die Rolle des Kíli (*2864 D. Z.) engagiert und verließ dafür sogar die genannte Serie, in der er eine der Hauptrollen spielte. Im Film beherrscht Kíli den Umgang mit Pfeil und Bogen meisterlich, was für einen Zwerg sehr untypisch ist. Vermutlich sollte bereits daran festgemacht werden, dass er den Elben, deren bevorzugte Waffe der Bogen ist, näher steht als andere Vertreter seiner Sippe. In der filmischen Adaption verliebt sich Kíli in die Elbin Tauriel, die seine Gefühle erwidert. Bei dem Versuch das Tor, das die Zwerge an ihrer Flucht aus dem Reich Thrandiuls hindert, zu öffnen, wird er von einem Morgul-Pfeil verletzt, der von den sie verfolgenden Orks, unter Führung von Bolg, abgeschossen wurde. Er kann geheilt werden, fällt aber später wie sein Bruder in der Schlacht der Fünf Heere, als er Tauriel (im Film) bzw. Thorin (im Buch) zu beschützen versucht.

    In der Frage, welcher der beiden Brüder der ältere ist, widersprechen sich zwei Buchquellen: Während der Stammbaum der Zwergenkönige Kílis Geburt nach der seines Bruders datiert, wird im Hobbit erwähnt, Fíli sei der jüngere. Im Film ist Fíli der ältere Brüder (Thorin bezeichnet ihn als den Thronerben). Die beiden wurden neben ihren Onkel Thorin unter dem einsamen Berg begraben.

    Die Söhne Fundins: Balin & Dwalin / Ken Stott & Graham McTavish

          

    Dwalin (Graham McTavish) und Balin (Ken Stott). Dwalin (Graham McTavish) und Balin (Ken Stott). Quelle: Warner Der schottische Schauspieler Ken Stott ("King Arthur") verkörpert den Zwerg Balin (*2763 D. Z.), den älteren Bruder von Dwalin. Balin erlebte die Plünderung des Einsamen Bergs durch Smaug (2770 D. Z.) mit und konnte gemeinsam mit Thorin sowie dessen Vater Thráin und Großvater Thrór dem goldgierigen Drachen entkommen. Er nahm an der Schlacht von Azanulbizar (2799 D. Z.) teil und begleitete bereits Thorins Vater Thráin auf einer aussichtslosen Reise (2841 D. Z.) zum Einsamen Berg, die allerdings nach der Entführung Thráins ihr Ende fand. Nach der Rückeroberung des Einsamen Bergs nach der Schlacht der Fünf Heere (2941 D. Z.), lebte Balin dort unter König Dáin. Als er Jahrzehnte später vom Reichtum Khazad-dûms hörte, machte er sich dorthin auf und wurde Herr von Moria (2989 D. Z.). Doch die Glanzzeit seines Königreiches sollte nur von kurzer Dauer sein: Schon fünf Jahre später endete seine Herrschaft, als er an einem See von einem Ork aus dem Hinterhalt mit einem Pfeil getötet und die Zwergenkolonie später vollständig vernichtet wurde. Im ersten Teil der Herr-der-Ringe-Trilogie entdecken die Gefährten in Moria die Leichen der gefallenen Zwerge sowie das Grab Balins, welches sich in der Kammer von Mazarbul, seinem früheren Wohnsitz in Moria, befindet. Aufmerksame Leser haben vielleicht gemerkt, dass der Name Balin nicht in der nordischen Völuspá auftaucht; er soll sich wohl nur auf den Namen seines Bruders reinem. Eventuell ist der Name aber nicht vollkommen aus der Luft gegriffen, sondern ist der Artusliteratur (Sir Balin) entliehen.

    Dwalin (*2772 D. Z.), der im Film von Graham McTavish ("The Finest Hours") gespielt wird, hatte ein weniger bewegtes Leben als sein Bruder: Da er 2772 D. Z. geboren ist, erlebte er den Angriff des Drachen auf die Heimstätte der Zwerge nicht persönlich mit. Er begleitete sowohl Thráin als auch Thorin auf ihren Reisen zum Erebor. Nach der Schlacht der Fünf Heere ließ er sich mit seinem Schatzanteil in Erebor nieder und soll ein stattliches, für Zwerge ungewohnt hohes Lebensalter erreicht haben.

    Die Söhne Gróins: Glóin & Óin / Peter Hambleton & John Callen

          

    Glóin (Peter Hambleton) und Óin (John Callen). Glóin (Peter Hambleton) und Óin (John Callen). Quelle: Warner Durch Gimli war er den meisten Fans ein Begriff: Glóin (*2783 D. Z.), der Vater von Gimli, ist der jüngere Bruder von Óin und wird in der dreiteilige Verfilmung von Tolkiens' Der Hobbit vom neuseeländischen Theaterschauspieler Peter Hambleton (Leinwanddebüt!) gemimt. Im der Romanvorlage hält der Zwerg zunächst nicht allzu viel von Bilbo, unterstellt ihm Einfältigkeit und Feigheit, wird jedoch nach den vielen bestandenen Abenteuern auf der Reise zum Einsamen Berg eines Besseren belehrt. Wie Dwalin ließ er sich nach der Schlacht der Fünf Herre im Erebor nieder und verbrachte dort wohl ein recht begütertes Leben. Im Buch "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" begleitet er seinen Sohn Gimli zu Elronds Rat in Bruchtal. Peter Hambleton erweckte den Steintroll durch seine Stimme und Motion Capture zum Leben.

    Wie auch bei Balin und Dwalin, findet der ältere Bruder ein wesentlich unschöneres Ende: Óin (*2774 D. Z.) lebte nach der Schlacht der Fünf Heere zunächst im Erebor, zog dann aber 2989 D. Z. mit Balin nach Moria, um das einst große Zwergenreich von den Orks zurückzuerobern. Óin starb 2994 D. Z. Ende vor den Toren Morias, als ihn der Wächter im Wasser ergriff und in die Tiefen des Sees zog; ein Schicksal, dass Frodo beinahe mit ihm geteilt hätte. In der Verfilmung wird der etwas schwerhörige Zwerg vom britisch-neuseeländischen Schauspieler und Synchronsprecher John Callen ("Anschlag auf die Rainbow Warrior") gespielt, der ursprünglich für die Rolle des Radagast und der Stimme von Smaug vorsprach.

    Das Drei-Gespann: Bifur, Bofur & Bombur / William Kircher, James Nesbit & Stephen Hunter

          

    Bifur (William Kirchner), Bofur (James Nesbit) und Bombur (Stephen Hunter). Bifur (William Kirchner), Bofur (James Nesbit) und Bombur (Stephen Hunter). Quelle: Warner Der neuseeländische Schauspieler und Filmproduzent William Kircher ("Out of the Blue - 22 Stunden Angst") spielt den Zwerg Bifur (* um 2800 D. Z.), der von den Zwergen Morias abstammt, aber nicht zu Durins Volk gehört. In der Verfilmung ist er besonders gut an der Orkaxt in seiner Stirn zu erkennen, die bei einer Schlacht dort stecken blieb und die man dort aus Mangel an medizinischem Wissen einfach stecken ließ. Diese Klinge hat insofern Schäden hinterlassen, dass Bifur nur noch Alt-Zwergisch spricht. Bifur lebte bis zu seinem Tod im Erebor. Er ist der Cousin von Bofur und Bombur.

    Bifurs Cousin Bofur (*um 2800 D. Z.) wird vom Briten James Nesbitt ("Coriolanus") verkörpert. Bofur hat in Jacksons Verfilmung von allen Zwergen wohl das beste Verhältnis zu Bilbo, da er ihn zu unterstützen und verstehen versucht. Charakteristisch für ihn sind sein Hut, sein unglaublicher Optimismus sowie seine Liebe zu Musik, Speis und Trank. Nesbitts Töchter Peggy und Mary spielen Bards (Luke Evans) Töchter Sigrid und Tilda. Seit 2014 gehört er zum Hauptcast der Mysteryserie "The Missing", dem auch Ken Stott (à Balin) angehört.
    Der neuseeländische Schauspieler Stephen Hunter mimt Bofurs übergewichtigen Bruder Bombur (*um 2800 D. Z.), der während der Wanderung durch den Düsterwald in den Verzauberten Fluss fällt und von tiefem Schlaf übermannt wird. Nachdem das Königreich unter dem Berg nach der Schlacht der Fünf Heere wieder aufgebaut war, blieb Bombur in Erebor. Schon immer "ungewöhnlich fett und schwer", wurde er später so dick, dass er von sechs jungen Zwergen von seinem Bett zum Esstisch getragen werden musste. Bei der Reise zum Einsamen Berg behindert ihn seine Fülligkeit allerdings kaum im Kampf; im Gegenteil weiß er sie geschickt gegen die Feine einzusetzen.

    Die Geburts- wie Sterbedaten der Drei sind nicht bekannt. Die Datierung "um 2800 D. Z." ergibt sich durch die Anmerkung im Buch, dass Fíli und Kíli (*2859 bzw. 2864 D. Z.) rund 50 Jahre jünger als die anderen Zwerge sind. Das gleiche gilt für Dori, Ori und Nori.

    Das Drei-Gespann Dori, Ori & Nori / Mark Hadlow, Adam Brown & Jed Brophy

          

    Dori (Mark Hadlow), Ori (Adam Brown) und Nori (Jed Brophy). Dori (Mark Hadlow), Ori (Adam Brown) und Nori (Jed Brophy). Quelle: Warner Der neuseeländischer Schauspieler und Comedian Mark Hadlow ("King Kong") spielt den Zwerg Dori (* um 2800 D. Z.), der sich besonders durch seine Stärke und seine Vorliebe für regelmäßige und reichhaltige Mahlzeiten auszeichnet. Im Buch bewahrt er Bilbo des Öfteren vor dem sicheren Tod, so trug er ihn beispielsweise auf der Flucht durch die Tunnel der Orkstadt im Nebelgebirge (bevor er ihn wegen eines Angriffs fallen lassen musste). Nach der Schlacht der Fünf Heere ließ er sich mit seinem Schatzanteil im Erebor nieder, wo er noch zur Zeit von Elronds Rat und dem Ringkrieg lebte. Die Hobbit-Trilogie ist nicht die erste Zusammenarbeit von Mark Hadlow und Peter Jackson: Der Regisseur besetzte den Schauspieler bereits in "Meet the Feebles" (1989, als Sprecher) und in "King Kong" (2005).

    Er sprach eigentlich für die Rolle des Bilbo Beutlin vor und wurde dann stattdessen als Zwerg besetzt: Adam Brown mimt Ori (* um 2800 D. Z.), der in der filmischen Adaption als das jüngste Mitglied der Truppe gilt (im Buch sind es Kili & Fili). Nach der Vertreibung des Drachen Smaug und der siegreichen Schlacht der Fünf Heere, ließ sich Ori im Erebor nieder. Als Balin mit einer Gruppe von Zwergen das verlorene Khazad-Dûm zurückerobern wollte, begleitete ihn Ori (2989 D. Z.). Dort schrieb Ori einen Großteil des Buches von Mazarbul, welches die Rückeroberung von Moria beschrieb. Ori fiel schließlich im Kampf gegen die Orks (2994 D. Z.). Man sieht sein Skelett in "Der Herr der Ringe: Die Gefährten", das in der Kammer liegt, in der sich Balins Grab befindet. Gandalf entnimmt seinen Händen das Buch und liest daraus vor.

    Der dritte im Bunde ist Nori (*um 2800 D. Z.), der wie Dori ausgiebige Mahlzeiten sehr zu schätzen weiß. Nach der gewonnen Schlacht um den Einsamen Berg lässt er sich ebenfalls im Erebor nieder und wird zu einem Gefolgsmann von Dain II., dem neuen König unter dem Berg. Nori ist ein geschickter Dieb, der sogar in Bruchtal ein paar Kerzenleuchter mitgehen lässt. Wie und wann Nori stirbt, ist nicht bekannt. Der umtriebige Zwerg wird vom Neuseeländer Jed Brophy ("District 9") verkörpert, der bereits in der Herr-der-Ringe-Trilogie einige Rollen spielte (u. a. einen Rohan-Reiter, den Warg-Reiter, an dessen Sattel Aragorn hängen bleibt und einen der Nazgûl). Wegen der Prothesen ist der Erkennungswert natürlich sehr gering. Seit 2016 ist Brophy in der Fantasy-Fernsehserie "The Shannara Chronicles" zu sehen (Nebenrolle), in der auch Gimli-Schauspieler John Rhys-Davies (Nebenrolle) sowie Manu Bennett (Hauptrolle), der den Ork Azog verkörperte, mitspielen.

    Ob Dori, Ori und Nori Brüder sind, ist unbekannt. Im Buch wird erwähnt, Dori und Nori violette Kapuzen tragen, Ori jedoch eine graue. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass erstgenannte Brüder sind und Ori in einem anderen verwandschaftlichen Verhältnis zu den beiden steht.

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Triva zu Peter Jacksons zweiter Mittelerde-Trilogie Der Hobbit
Letzen Freitag gab es ein ausführliches und hoffentlich interessantes Special zu Peter Jacksons "Der Herr der Ringe"-Trilogie. Keine Überraschung also, dass dieses Special Jacksons zweiter Mittelerde-Sage "Der Hobbit" gewidmet ist. Wer also beispielsweise noch nicht wusste, dass eigentlich Guillermo del Toro die Adaption des Romans von J. R. R. Tolkien inszenieren sollte oder dem es neu ist, dass drei der 13 Zwerge ihr Leben in und vor Moria ließen, ist hier goldrichtig!
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11.03.2016
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