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  • Gesucht & Gefunden: Regisseure und ihre Lieblingsschauspieler

    Mit "The Hateful Eight" ist letzten Donnerstag die fünfte Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Quentin Tarantino und Samuel L. Jackson in den deutschen Kinos angelaufen. WIDESCREEN nutzt diese Gelegenheit und präsentiert die 15 häufigsten Kollektivarbeiten zwischen Filmemachern und Schauspielern.

    Am Donnerstag, den 28. Februar, lief mit "The Hateful Eight" die fünfte Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Quentin Tarantino und Samuel L. Jackson in den deutschen Kinos an und eroberte sofort mühelos die Spitze der deutschen Kinocharts. Wir nehmen das als Anlass, einmal der Frage nach zu gehen, wen bestimmte Filmemacher am Liebsten engagieren, mit wem sie anscheinend am Besten zusammenarbeiten. Damit das Ganze nicht ausufert, sind mindestens fünf gemeinsame Projekte Voraussetzung, um in unserem Special gelistet zu werden.

    Links: George Cukor bei den Dreharbeiten zu 'My Fair Lady' (1964) / Mitte: 'Die Nacht vor der Hochzeit' (1940) / Rechts: 'Das siebte Kreuz' (1944) Links: George Cukor bei den Dreharbeiten zu "My Fair Lady" (1964) / Mitte: "Die Nacht vor der Hochzeit" (1940) / Rechts: "Das siebte Kreuz" (1944) Quelle: Warner; MGM; MGM

    15. George Cukor & Katharine Hepburn

          

    Unser erstes Pärchen bildet der US-amerikanische Filmregisseur George Cukor und Katherine Hepburn, die Rekord-Oscarpreisträgerin in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin". Während Letztere die begehrte Trophäe bei zwölf Nominierungen ganze vier Mal erringen konnte, erhielt George Cukor (1899 - 1983)
    • 60 Spielfilme

    Katherine Hepburn (1907 - 2003)
    • in 8 Filmen mitgewirkt (13%)

    Spencer Tracy (1900 - 1967):
    • in 5 Filmen mitgewirkt (8%)
    Cukor den Oscar in der Kategorie "Beste Regie" nach vier vergeblichen Anläufen erst 1965 für "My Fair Lady" (mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle). Katherine Hepburn lieferte in Cukors "Eine Scheidung" im Jahr 1932 ihr Leinwanddebüt ab und spielte in den folgenden Jahrzehnten bei acht seiner Produktionen mit. Und obwohl George Cukor von 1930 bis 1981 bei etwa 60 Spielfilmen Regie geführt hat und acht Rollen dagegen etwas mickrig wirken, hat der Regisseur keinen anderen Schauspieler öfter eingesetzt als Katharine Hepburn. Auf dem zweiten Platz liegt mit fünf Auftritten der 20 Jahre lang zu den Spitzenstars von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) gehörige Spencer Tracy, der ab 1941 bis zu seinem Tod 1967 eine heimliche Beziehung mit Hepburn führte. Die Schauspielerin hatte sich früh die Filmrechte am Theaterstück "The Philadelphia Story" gesichert, weshalb sie nach dem außerordentlichen Erfolg der Produktion am Broadway beim Verkauf an MGM bestimmen durfte, wer den Film inszeniert und wer an ihrer Seite vor der Kamera stehen wird. Hepburn wählte als Regisseur George Cukor und bestimmte Cary Grant und James Stewart zu ihren Co-Stars. Der Film mit dem deutschen Titel "Die Nacht vor der Hochzeit" war ein voller Erfolg. Links: Oswald Morris und John Huston bei den Dreharbeiten zu 'Der Mann, der König sein wollte' (1975) / Rechts: 'Der Schatz der Sierra Madre' (1947) Links: Oswald Morris und John Huston bei den Dreharbeiten zu "Der Mann, der König sein wollte" (1975) / Rechts: "Der Schatz der Sierra Madre" (1947) Quelle: Sony ;Warner

    14. John Huston & Humphrey Bogart

          

    In unserer nächsten Kooperation treffen zwei Koryphäen ihres Faches aufeinander: John Huston und Humphrey Bogart. Ersterer hat an einigen der größten amerikanischen Filmklassiker mitgearbeitet und einiges zur Erfindung und Erneuerung des Kinos beigetragen. Die Spielfilme, in John Huston (1906 - 1987):
    • 41 Spielfilme

    Humphrey Bogart (1899 - 1957):
    • an 6 Filmen mitgewirkt (15%)
    denen er Humphrey Bogart als Darsteller besetzte, gehören zu seinen bekanntesten Regiearbeiten, so u. a. "Die Spur des Falken" (1941) oder "African Queen" (1951). Sechs Mal konnte Huston den 1999 zum größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten gewählten Humphrey Bogart für seine insgesamt 41 Produktionen gewinnen. Beide Seiten profitierten von dieser Zusammenarbeit erheblich. Den Beitrag Hustons zur Entwicklung des Kinos äußert sich auch in der häufigen Beschäftigung des Kameramanns, der als der bedeutendste und innovativste des englischen Kinos gilt, nämlich des Briten Morris Oswald. Beginnend mit "Moby Dick" aus dem Jahr 1956 arbeitete Huston mit dem britischen Cutter Russel Lloys an 11 Projekten zusammen, bis die Kooperation schließlich 1975 endete. Links: Ridley Scott bei den Dreharbeiten zu 'Robin Hood' (2010) / Mitte: 'Gladiator' (2000) / Rechts: 'Der Mann, der niemals lebte' (2008) Links: Ridley Scott bei den Dreharbeiten zu "Robin Hood" (2010) / Mitte: "Gladiator" (2000) / Rechts: "Der Mann, der niemals lebte" (2008) Quelle: Universal; UIP; Warner

    13. Ridley Scott & Russel Crowe

          

    Der neuseeländisch-australische Schauspieler Russel Crowe wird zwangsläufig mit dem britischen Filmemacher und Produzent Ridley Scott in Verbindung gebracht. Woran das liegt? An ihrer äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit am Monumentalfilm "Gladiator" (2010), der 24 Filmpreise Ridley Scott (*1937)
    • 25 Spielfilme

    Russel Crowe (*1964)
    • an 5 Filmen mitgewirkt (20%)
    gewonnen haben und für weitere 27 nominiert gewesen sein soll (laut IMDb). Und dies überdeckt die Tatsache, dass Crowe nur in 5 von 25 Projekten Ridley Scotts eine Rolle übernommen hat und deshalb auch in unserer Liste recht abgeschlagen auf Platz 13 landet; allerdings hat der Regisseur auch mit keinem Schauspieler häufiger zusammengearbeitet als mit dem Australier. Bei der Wahl eines geeigneten Soundtracks für seine Produktionen griff Scott am Häufigsten, nämlich 6 Mal, auf den deutschen Filmkomponisten und Musikproduzenten Hans Zimmer zurück, der 1995 für "Der König der Löwen" einen Oscar erhielt und als einer der einflussreichsten und bekanntesten Filmkomponisten der Gegenwart gilt. Der italienische Cutter Pietro Scalia schnitt 10 von Scotts Filmen und erhielt für "Black Hawk Down" (2001) seinen zweiten Oscar in der Kategorie "Bester Filmschnitt". Links: John Ford bei den Dreharbeiten zu 'Mogambo' (1953) / Mitte: 'Der Sieger' (1952) / Rechts: 'Früchte des Zorns' (1940) Links: John Ford bei den Dreharbeiten zu "Mogambo" (1953) / Mitte: "Der Sieger" (1952) / Rechts: "Früchte des Zorns" (1940) Quelle: Warner; Studiocanal; Fox

    12. John Ford & John Wayne

          

    John im Doppelpack: Ford gehörte über Jahrzehnte zu den erfolgreichsten und renommiertesten Filmemachern Hollywoods. Mit vier Oscars in der Kategorie "Beste Regie" ist er Rekordpreisträger. Besonders für das Westerngenre hat sich Ford mit Produktionen wie "Ringo" (1939), "Der Schwarze Falke" (1956) oder "Der Mann, der Liberty Valance erschoß" (1962) verdient gemacht, war aber auch außerhalb des Genres äußerst erfolgreich. John Ford (1894 - 1973):
    • 70 Spiel(Ton-)filme (Stummfilme fast alle verschollen)

    John Wayne (1907 - 1979):
    • bei 17 Filmen mitgewirkt (24%)

    Henry Fonda (1905 - 1982):
    • bei 8 Filmen mitgewirkt (11%)

    Maureen O´Hara (1920 - 2015):
    • bei 5 Filmen mitgewirkt (7%)
    Meistens mit dabei: Fords langjähriger Freund John Wayne, den er durch die Besetzung in seinen Filmen zum Weltstar machte. Ford drehte besonders gerne im Monument Valley und machte die Ebene dadurch zu einer beliebten Kulisse für Western. Aber auch außerhalb des Westerngenres war der Regisseur sehr erfolgreich. John Wayne spielte in 17 Filmen Fords mit und trat in seiner 50-jährigen Karriere kontinuierlich als Hauptdarsteller in Westernfilmen auf, die ihn zu einem der erfolgreichsten und bestbezahltesten Hollywoodschauspieler seiner Zeit machten. Besonders gerne inszenierte Ford auch Henry Fonda, der 1981 einen Ehrenoscar erhielt und den sechsten Rang auf der vom American Film aufgestellten Liste der 25 größten männlichen Filmlegenden innehat. Auch die irisch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin Mauren O'Hara verdankt ihren Erfolg im großen Maße John Ford, mit dem sie in 5 Filmen zusammenarbeitete. Sie spielte häufig die temperamentvolle und resolute Heldin.

    Links: Billy Wilder & I. A. L. Diamond / Mitte: 'Das Appartement' (1960) / Rechts: 'Manche mögen's heiß' (1959) Links: Billy Wilder & I. A. L. Diamond / Mitte: "Das Appartement" (1960) / Rechts: "Manche mögen's heiß" (1959) Quelle: ARD Degeto; Fox; Alamode

    11. Billy Wilder & Jack Lemmon

          

    Billy Wilder (1906 - 2002):
    • 27 Spielfilme

    Jack Lemmon (1925 - 2001):
    • bei 7 Filmen mitgewirkt (26%)
    Gesucht - gefunden: Wer hätte ahnen können, dass die erste Kooperation von Billy Wilder und Jack Lemmon, die Kultkomödie "Manche mögen's heiß" aus dem Jahr 1959, Lemmon zum bevorzugten Hauptdarsteller des Regisseurs avancieren ließ und somit den Grundstein für eine äußerst solide und erfolgreiche Zusammenarbeit legen sollte, die ihren Ausdruck in insgesamt 7 Spielfilmen fand. Sowohl Wilder als auch Lemmon wurden unzählige Male für ihre Leistungen und Darbietungen ausgezeichnet. Als Drehbuchautor war Wilder I. A. L. Diamond am Liebsten, der ihn bei 12 seiner Projekte unterstützte und mit dem letzten Film des Kultfilmemachers 1981 ebenfalls seine Karriere beendete.

    Links: Woody Allen bei den Dreharbeiten zu 'To Rome With Love' (2012) / Mitte: 'Hannah und ihre Schwestern' (1985) / Rechts: 'Manhatten Murder Mystery' (1993) Links: Woody Allen bei den Dreharbeiten zu "To Rome With Love" (2012) / Mitte: "Hannah und ihre Schwestern" (1985) / Rechts: "Manhatten Murder Mystery" (1993) Quelle: Tobis; Fox; Columbia

    10. Woody Allen & Mia Farrow

          

    Dieses einstige Dream-Team ist sich heute spinnefeind: Woody Allen und seine Ex-Partnerin Mia Farrow. Der Filmregisseur und die Schauspielerin wurden 1980 ein Paar, worauf sie ab 1982 bis 1992 in 13 seiner 46 Filme mitspielte. Die Zusammenarbeit endete mit der Trennung der beiden und sorgte für Aufsehen, da Beziehung über der Zuneigung des Filmemachers zu Farrows Adoptivtochter Soon-Yi zerbrach. Allen wurde insgesamt 24 Mal für den Oscar nominiert und konnte die Woody Allen (*1935):
    • 46 Spielfilme

    Mia Farrow (* 1945):
    • bei 13 Filmen mitgewirkt (28%)

    Diane Keaton (*1946):
    • bei 8 Filmen mitgewirkt (17%)
    Auszeichnung vier Mal mit nach Hause nehmen. Allen, der auch als Komiker, Autor, Schauspieler und Musiker tätig ist, gilt als einer der produktivsten Filmregisseure unserer Zeit. Mit der Besetzung Farrows führte Woody Allen die Tradition fest, seiner aktuellen Lebensgefährtin die Hauptrollen in seinen Filmen zu verschaffen. Vor Farrow war dies Diane Keaton gewesen, mit der der Filmemacher 8 Mal zusammen arbeitete und die für "Der Stadtneurotiker" 1978 den Oscar in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" erhielt. Hinter der Kamera setzte Allen auf wesentlich mehr Kontinuität als vor der Kamera: Die meisten seiner Filme schnitten von 1977 bis 1998 die Cutterinnen Susan E. Morse und von 1999 bis heute Alisa Lepselter. Allens Stamm-Kameramann wurde für 12 Produktionen der Italiener Carlo Di Palma.
    Links: Martin Scorsese bei den Dreharbeiten zu 'Wolf of Wall Street' (2013) / Mitte: 'Aviator' (2004) / Rechts: 'Taxi Driver' (1976) Links: Martin Scorsese bei den Dreharbeiten zu "Wolf of Wall Street" (2013) / Mitte: "Aviator" (2004) / Rechts: "Taxi Driver" (1976) Quelle: Universal; Buena Vista; Neue Visionen

    9. Martin Scorsese & Robert De Niro

          

    Ein relativ treuer Genosse ist auch der Filmemacher Martin Scorsese. Auf dem Treppchen seiner Lieblingsschauspieler geht Gold an Robert de Niro, Silber teilen sich Leonardo DiCaprio und Harvey Keitel. Scorsese teilt sich selbst zusammen mit Christopher Nolan und Steven Spielberg mit Martin Scorsese (*1942):
    • 25 Spielfilme

    Robert De Niro (*1943):
    • bei 8 Filmen  mitgewirkt (32%)

    L. Di Caprio (*1974) / Harvey Keitel  (*1939):
    • bei 5 Filmen mitgewirkt (20%)
    jeweils sieben Filmen in den Top 250 der IMDb den Titel des erfolgreichsten noch lebenden Regisseurs. In seinen insgesamt 25 Spielfilmen besetzte er Robert de Niro, einen der führenden Charakterdarsteller des US-amerikanischen Films, 8 Mal. Den Schauspieler Leonardo DiCaprio begleitete Scorsese seit 2002 auf seinem Weg zu einem der bestbezahlten und erfolgreichsten Darsteller Hollywoods und trug durch die Zusammenarbeit in 5 Filmen wesentlich zu dessen Erfolg bei. So heimste DiCaprio für "Aviator" (2004) und "The Wolf of Wall Street" (2013) zwei seiner sechs Oscar-Nominierungen ein. Harvey Keitel, der als herausragender Vertreter des Method Acting gilt, setzte Scorsese ebenfalls in 5 seiner 25 Filme in Szene.
    Doch niemand konnte Martin Scorseses Anerkennung und Treue so sehr gewinnen wie die US-amerikanische Cutterin Thelma Schoonmaker, die sich seit den 1980ern für den Schnitt bei all seinen Filmen (ca. 20) verantwortlich zeichnet und für ihre Arbeit bereits drei Oscars gewonnen hat.

    Links: Ethan und Joel Cohan bei den Dreharbeiten zu 'Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?' (2008) / Mitte: 'Fargo' (1995) / Rechts: 'Fargo' (1995) Links: Ethan und Joel Cohan bei den Dreharbeiten zu "Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?" (2008) / Mitte: "Fargo" (1995) / Rechts: "Fargo" (1995) Quelle: Tobis; Concorde; Concorde

    8. Joel und Ethan Coen & Frances McDormand

          

    Eine ganze Riege an Schauspielern hat es den Coen-Brüdern angetan. Ganz oben mit dabei: Frances McDormand. Dies könnte unter Umständen damit zusammenhängen, dass die Schauspielerin seit 1984 mit Joel Coen verheiratet ist. Damit soll ihr auf keinen Fall die Schauspielkunst Joel Coen (*1954) & Ethan Coen (*1957)​:
    • 19 Spielfilme

    Frances McDormand (*1957):
    • bei 8 Filmen mitgewirkt (42%)

    J. Goodmann (*1952) / S. Buscemi (*1957):
    • bei 6 Filmen mitgewirkt (32%)
    abgesprochen werden; der Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" in Fargo (1997; Regie: Joel Coen) bescheinigt ihr Können. Ihr Ehmann und sein Bruder setzten McDormand in 8 ihrer 19 Spielfilme in Szene und damit zwei Mal häufiger als ihre beiden anderen Lieblinge John Goodmann und Steve Buscemi. Eine enge Zusammenarbeit verbindet die Coen-Brüder seit 1984 mit dem Musiker Carter Burtwell, der die Filmmusik zu 15 ihrer Produktionen beisteuerte. Seinen Durchbruch feierte er mit seinen Kompositionen zu dem Thriller "Blood Simple - Eine mörderische Nacht" (1984), dem Erstlingswerk der Coen-Brüder als Regisseure. Hinter der Kamera bevorzugen Joel und Ethan Coen den in 20 Jahren zwölf Mal für den Oscar nominierte britischen Kameramann Roger Deakins, der bei 12 ihrer Spielfilme mitwirkte.

    Links: Tim Burton bei den Dreharbeiten zu 'Alice im Wunderland' (2010) / Mitte: 'Edward mit den Scherenhänden' (1990) / Rechts: 'Big Fish' (2003) Links: Tim Burton bei den Dreharbeiten zu "Alice im Wunderland" (2010) / Mitte: "Edward mit den Scherenhänden" (1990) / Rechts: "Big Fish" (2003) Quelle: Disney; Fox; Columbia

    7. Tim Burton & Johnny Depp

          

    Das wohl bekannteste Regisseur-Schauspieler-Gespann bilden Tim Burton und Johnny Depp. Die erste Zusammenarbeit erfolgte im Jahr 1990 mit dem Film "Edward mit den Scherenhänden", durch die Depp seine Wandlungsfähigkeit das erste Mal unter Beweis stellen konnte. Ungewöhnlich und extravagant - so waren die meisten Figuren angelegt, die Burton für Depp vorsah: sei es der verrückte Hutmacher in "Alice im Wunderland" Tim Burton (*1958):
    • 17 Spielfilme

    Johnny Depp (*1963):
    • bei 8 Filmen mitgewirkt (47%)

    Helena Bohnam Carter (*1966):
    • bei 7 Filmen mitgewirkt (41%)
    (2010) oder der geheimnisvolle Willy Wonka in "Charlie und die Schokoladenfabrik" (2005). Depp wirkte bei 8 von insgesamt 17 Spielfilmen Burtons mit. Aber Tim Burton hatte noch einen weiteren Liebling, nämlich die britische Schauspielerin Helena Bonham Carter. Diese hatte er 2001 bei den Dreharbeiten zu "Planet der Affen" kennen gelernt und war mit ihr bis 2014 liiert. Bonham Carter wirkte an 7 Filmprojekten ihres ehemaligen Lebensgefährten mit, zuletzt in "Dark Shadows" (2012). Johnny Depp ist Patenonkel der beiden gemeinsamen Kinder. Die weitreichendste Zusammenarbeit verbindet Burton jedoch nicht mit einem Schauspieler, sondern mit dem Komponisten Danny Elfman. Dieser steuerte die Musik zu allen Produktionen Burtons, mit Ausnahme von "Ed Wood" (1994) und "Sweeny Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" (2007), bei und heimste für das gemeinsame Projekt "Big Fish" (2003) eine seiner vier Oscar-Nominierungen in der Kategorie "Beste Filmmusik" ein. Treu verbunden ist Burton seit 1992 auch dem Cutter Chris Lebenzon, der an 12 seiner Filme mitarbeitete.

    Links: Antonio Banderas und Robert Rodriguez bei den Dreharbeiten zu 'Machete Kills' (2013) / Mitte: 'Machete Kills' / Rechts: 'Desperado' (1995) Links: Antonio Banderas und Robert Rodriguez bei den Dreharbeiten zu "Machete Kills" (2013) / Mitte: "Machete Kills" / Rechts: "Desperado" (1995) Quelle: Universum; Universum; Sony

    6. Robert Rodriguez & Danny Trejo

          

    Es zahlt sich immer aus, als Schauspieler einen Filmemacher in der Familie zu haben. In besonderem Maße trifft das auf Danny Trejo zu, dessen Cousin der vielfach ausgezeichnete Regisseur Robert Rodriguez ist: in der Hälfte der Filme seines Verwandten durfte er mitspielen, in "Machete" Robert Rodriguez (*1968):
    • 21 Spielfilme

    Danny Trejo (*1944):
    • bei 10 Filmen mitgewirkt (48%)
    (2010) übernahm er dann sogar die Hauptrolle. Zu Rodriguez' weiteren Lieblingen gehört Antonio Banderas, der bekannteste spanische Schauspieler der Gegenwart. Die Zusammenarbeit begann 1995 mit "Desperado" und äußerte sich zuletzt in "Machete Kills" (2013). Insgesamt wirkte Banderas in 8 der 21 Filme Rodriguez' mit und damit ein Mal häufiger als die mexikanisch-US-amerikanische Schauspielerin Salma Hayek, die damit den dritten Platz der Favoriten des Regisseurs mexikanischer Herkunft belegt, obwohl sie nun bereits seit 13 Jahren in keinem seiner Filme mehr mitwirkte. Von 1990 bis 2007 war Robert Rodriguez mit Elizabeth Avellan verheiratet, die trotz der Trennung bis heute als Produzentin an den Filmproduktionen ihres Ex-Mannes beteiligt ist. Gemeinsam gründeten die beiden im Jahr 2000 ihre Firma Troublemaker Studios. Insgesamt hat Avellan bei 13 von 21 Filmen mitgewirkt.

    Links: Quentin Tarantino bei den Dreharbeiten zu 'Django Unchained' (2012 ) / Mitte: 'The Hateful Eight' (2015) / Rechts: 'Pulp Fiction' (1994) Links: Quentin Tarantino bei den Dreharbeiten zu "Django Unchained" (2012 ) / Mitte: "The Hateful Eight" (2015) / Rechts: "Pulp Fiction" (1994) Quelle: Sony; Universum; Scotia

    5. Quentin Tarantino & Samuel L. Jackson

          

    Was wäre ein Quentin Tarantino ohne Samuel L. Jackson? Und was wäre Samuel L. Jackson ohne Quentin Tarantino? Gut, dass dies ein Szenario bleibt, denn mit "The Hateful Eight" ist am 28. Januar die inzwischen sechste Zusammenarbeit zwischen dem Autorenfilmer und dem Schauspieler in den deutschen Kinos angelaufen und bahnt sich ihren Weg an die Spitze der Kinocharts: Tarantino unchained! Und es ist gerade Jackson, der mit seiner unglaublichen Präsenz dem Film seinen ganz Quentin Tarantino (*1963):
    • 10 Spielfime

    Samuel L. Jackson (*1948):
    • bei 5 Filmen mitgewirkt (50%)
    eigenen Stempel aufdrückt. Seinen Durchbruch in Hollywood verdankt Jackson seiner Rolle in Quentin Tarantinos Kultfilm "Pulp Fiction" (1994), die ihm eine Oscar-Nominierung als "Bester Nebendarsteller" einbrachte. Jackson war an 5 von 10 Filmprojekten Tarantinos beteiligt. Maßgeblich an der Gestaltung der Spielfilme des zweifachen Oscarpreisträgers beteiligt war die Cutterin Sally Menke. Auf ihre Kompetenz vertraute Quentin Tarantino bei 7 seiner Produktionen und hätte dies sicherlich noch länger getan, wäre Menke nicht 2010 verstorben. Ein Markenzeichen Tarantinos sind u. a. seine langen Kamerafahrten. Für die zeichnet sich zum großen Teil der Kameramann und dreifache Oscar-Preisträger Robert Richardson verantwortlich. Dieser war bereits für seine Arbeit in "Inglourious Basterds" (2009) für den Oscar nominiert und hat auch bei den diesjährigen Verleihungen die Chance, ein viertes Mal die Trophäe in der Kategorie "Beste Kamera" zu gewinnen. Links: Peter Jackson bei den Dreharbeiten zu 'Der Hobbit: Eine unerwartete Reise' (2012) / Mitte: Jed Brophy als Nori / Rechts: 'Der Herr der Ringe - Die zwei Türme' (2002) Links: Peter Jackson bei den Dreharbeiten zu "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" (2012) / Mitte: Jed Brophy als Nori / Rechts: "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" (2002) Quelle: Warner; Warner; Warner

    4. Peter Jackson & Jed Brophy

          

    Jeder kennt Peter Jackson. Der Neuseeländer ist seit seiner Regiearbeit in der "Der Herr der Ringe" -Trilogie, die insgesamt 17 Oscars erhielt (3 davon gingen an Jackson), eigentlich jedem ein Begriff. Einer seiner ersten Filme war 1992 der Horrorfilm "Braindead", der heute Kultstatus genießt und dem Genre des "Funsplatter" angehört, das Jackson mit "Bad Taste" (1987) gewissermaßen erfunden hat. Peter Jackson (*1961):
    • 16 Spielfilme

    Jed Brophy (*1963):
    • bei 9 Filmen mitgewirkt (56%)
    Weitaus weniger bekannt ist der ebenfalls aus Neuseeland stammende Schauspieler Jed Brophy, der bisher an 9 der insgesamt 16 Filme von Jackson mitgewirkt hat. Das hängt wohl damit zusammen, dass Brophy stets nur kleinere Nebenrollen spielte, bis Jackson ihn dann für die Rolle des Zwerges Nori in seiner "Der Hobbit" - Trilogie auswählte. Der Erkennungswert ist wegen der Prothesen zwar auch wieder relativ gering, aber immerhin darf sich Brophy rühmen, der Lieblingsschauspieler von Peter Jackson zu sein. Wen es interessiert: Der Schauspieler war in "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" als einer der Nazgûl zu sehen, in den anderen Fortsetzungen übernahm er u. a. zwei Mal die Rolle eines Orcs (Snaga: Orc, der ausgeweidet wird, nachdem er sich an Merry und Pippin vergreifen wollte; Sharku: Wargreiter, an dem Aragorn hängen bleibt) und schlüpfte in die Rolle eines Reiters von Rohan.
    Zu einem großen Teil ist der Erfolg der beiden Filmtrilogien auch der Drehbuchautorin Fran Walsh zu verdanken, der Lebenspartnerin Peter Jacksons seit 1987. Oft wirkte sie auch als Co-Produzentin mit, weshalb sie 2004 nicht nur mit dem Oscar für das "Beste adaptiertes Drehbuch" ausgezeichnet wurde, sondern die begehrte Trophäe auch in der Kategorie "Bester Film" erhielt. Die Zusammenarbeit zwischen Jackson und Walsh erstreckt sich bisher auf 12 von insgesamt 16 Spielfilmen. Gemeinsam gründeten die beiden die Produktionsfirma WingNut Films. Kleines Schmankerl: Für die Schreie der Nazgûl wurden am Computer bearbeitete Schreie von Fran Walsh verwendet.
    Als Cutter für seine Produktionen setzte Jackson am häufigsten, nämlich 7 Mal, auf den Neuseeländer Jamie Selkirk, der für "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" mit dem Oscar in der Kategorie "Bester Schnitt" ausgezeichnet wurde.

    Links: Wes Anderson bei den Dreharbeiten zu 'Moonris Kingdom' (2012) / Mitte: 'Darjeeling Limited' (2007) / Rechts: 'Grand Budapest Hotel' (2014) Links: Wes Anderson bei den Dreharbeiten zu "Moonris Kingdom" (2012) / Mitte: "Darjeeling Limited" (2007) / Rechts: "Grand Budapest Hotel" (2014) Quelle: Tobis; Fox; Fox

    3. Wes Anderson & Bill Murray

          

    Wie erkannt man am besten einen Film von Wesley Wales "Wes" Anderson? Ein starker Hinweis könnten die Schauspieler Bill Murray, Owen Wilson, Eric Chase Anderson, Mark Mothersbaugh und/oder Jason Schwartzman sein. Treten zwei oder sogar drei von den oben genannten Wes Anderson (*1969):
    • 10 Spielfilme

    Bill Murray (*1950) / Owen Wilson (*1968):
    • bei 7 Filmen mitgewirkt (70%)

    J. Schwartzman (*1980) / E. C. Anderson (*1973):
    • bei 6 Filmen mitgewirkt (60%)
    Personen gemeinsam in einem Film auf, dann kann man sich sogar sehr sicher sein, dass hier Anderson seine Finger im Spiel hat. Am Liebsten sieht der Filmemacher Bill Murray oder Owen Wilson vor der Kamera: in 7 seiner insgesamt 10 Filmprojekte wirkte mindestens einer der beiden Schauspieler mit. Wilson und Anderson lernten sich beim Philosophie-Studium an der University of Texas zusammen und schrieben gemeinsam das Drehbuch für "Die Royal Tenenbaums" (2001), das ihnen eine Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bestes Originaldrehbuch" einbrachte. Auch den zweiten Platz müssen sich zwei Schauspieler teilen: Jason Schwartzman und Andersons Bruder Eric Chase haben bisher in 6 Filmprojekten des US-amerikanischen Regisseurs mitgewirkt. Ersterer gab 1998 in "Rushmore" sein Leinwanddebüt. Mit 5 Auftritten rangiert Mark Mothersbaugh auf Platz drei der Lieblingsschauspieler von Wes Anderson. Während der Regisseur vor der Kamera sein Vertrauen überwiegend in diese fünf Künstler setzt, arbeitete er hinter der Kamera bisher bis auf wenige Ausnahmen mit dem Kameramann Robert David Yeoman zusammen.

    Links: Paul Thomas Anderson bei den Dreharbeiten zu 'The Master' (2012) / Mitte: 'Punch-Drunk Love' (2002) / Rechts: 'The Master' (2012) Links: Paul Thomas Anderson bei den Dreharbeiten zu "The Master" (2012) / Mitte: "Punch-Drunk Love" (2002) / Rechts: "The Master" (2012) Quelle: Senator; Senator; Senator

    2. Paul Thomas Anderson & Philip Seymour Hoffman

          

    Paul Thomas Anderson. Schon mal gehört? Mit seinen insgesamt 7 Werken gehört Anderson sicherlich nicht zu den bekanntesten Filmemachern, wurde 2009 aber für "There Will Be Blood" (2007) bereits in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie" für den Oscar nominiert, hat zahlreich andere Regiepreise abgestaubt und wurde in einigen Bestenlisten schon hoch gehandelt. Diese Anerkennung verdankt Paul Thomas Anderson (*1970):
    • 7 Spielfilme

    Philip Seymour Hoffman (1967 - 2014):
    • bei 5 Filmen mitgewirkt (71%)
    Anderson sicherlich auch dem begnadeten Charakterdarsteller Philip Seymour Hoffman, der von 1996 bis 2012 in 5 der 7 Spielfilme sein Können unter Beweis stellte. Wegen des frühzeitigen Todes des Schauspielers im Jahr 2014 werden wir von diesem Duo leider nichts mehr sehen.
    Anderson setzte allerdings nicht nur vor, sondern auch wortwörtlich hinter der Kamera auf Kontinuität: Die Arbeit des Kameramanns Robert Elswit hat es dem Regisseur bei der ersten Kooperation so angetan, dass er diesen für alle Filmen außer "The Master" (2012) engagierte. Links: Garry Marshall bei den Dreharbeiten zu 'Exit to Eden' (1994) / Rechts: 'Plötzlich Prinzessin 2' (2004) Links: Garry Marshall bei den Dreharbeiten zu "Exit to Eden" (1994) / Rechts: "Plötzlich Prinzessin 2" (2004) Quelle: Buena Vista

    1. Garry Marshall & Héctor Elizondo

          

    Und zum guten Schluss präsentieren wir mit "Pretty Woman" - Regisseur Garry Marshall und Héctor Elizondo stolz unsere Nummer eins. Dieses Gespann ist relativ unbekannt, dabei hat Elizondo in allen (!) 17 Produktionen des Filmemachers Garry Marshall (*1934):
    • 17 Spielfilme

    Héctor Elizondo (*1936):
    • hat bei 17 Filmen mitgewirkt (100%)
    mitgewirkt! Das erste gemeinsame Projekt war 1982 "Küss mich, Doc", in dem Elizondo aber nicht dem Haupt-Cast angehörte. Überhaupt ist der Schauspieler bei Marshall immer nur in profilierten Nebenrollen zu sehen, allerdings brachte ihm allein sein zehnminütiger Auftritt als Hotelmanager in "Pretty Woman" (1990) eine Nominierung als "Bester Nebendarsteller" für den Golden Globe ein.


    Weiterhin arbeiteten unter anderen auch Don Siegel & Clint Eastwood, Steven Soderborgh & Matt Damon, Alfred Hitchcock & Leo G. Caroll, Werner Herzog & Klaus Kinski, Terence Fisher & Christopher Lee, Dennis Dugan & Adam Sandler, Anthony Mann & James Stewart sowie Sam Raimi & Bruce Campbell häufiger zusammen.

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Kino
Gesucht & Gefunden: Regisseure und ihre Lieblingsschauspieler
Mit "The Hateful Eight" ist letzten Donnerstag die fünfte Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Quentin Tarantino und Samuel L. Jackson in den deutschen Kinos angelaufen. WIDESCREEN nutzt diese Gelegenheit und präsentiert die 15 häufigsten Kollektivarbeiten zwischen Filmemachern und Schauspielern.
http://www.pcgames.de/Kino-Thema-130800/Specials/SpecialRegisseureUndSchauspieler-1184748/
29.01.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/01/5_TB_bei_AiW__JD_in_EmdS__HBC_in_Big_Fish-pc-games_b2teaser_169.jpg
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