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  • Roman-Verfilmungen: Sci-Fi für die Leinwand
    Quelle: Universal; Warner; Paramount; CMS

    Roman-Verfilmungen: Sci-Fi für die Leinwand

    Das Sequel zu "Independence Day" wurde von Fans seit 20 Jahren erwartet, doch die Reaktionen fielen mehr als nur unterschiedlich aus: Die einen freuen sich über großartiges Effekt-Kino, die anderen bemängeln den Plot des Films.. Allen Sci-Fi-Fans, denen diese typischen Alien-Action-Streifen gegen den Strich gehen, empfehlen wir hier einige klassische Verfilmungen zu Science-Fiction-Romanen. Den ersten Teil gibt es heute, den zweiten nächste Woche, passend zum Kino-Start von "Star Trek Beyond".

    Anmerkung der Redaktion: Mit "Star Trek Beyond" und "Independence Day: Wiederkehr" gibt es diesen Monat zwei neue, gigantische Sci-Fi-Filme in den Kinos. Letzterer, der bereits am 14. Juli angelaufen ist, hat uns ziemlich vom Hocker gerissen (die Rezension findet ihr hier).
    Nachdem wir allerdings mitbekommen haben, dass nicht alle so begeistert von Emmerichs neuer Alien-Invasion sind, stellen wir euch in einem zweigeteilten Special (den zweiten Teil gibt es nächste Woche, passend zum Start von "Star Trek Beyond") ein paar Verfilmungen klassischer Science-Fiction Romane vor. Für Interessenten, die es ganz eilig haben, haben wir die das Special gleich mit Links zum Kauf versehen.
    Den Trailer zu "Independence Day" findet ihr am Ende des Artikels.


    Beginne der Sci-Fi-Magie


    Er war ein Zauberer und sein größter Trick war die Verzauberung der Welt: der Filmpionier Georges Méliès (1861-1938), der tatsächlich als Bühnenmagier angefangen hat. Richtig bekannt wurde er mit seinen fantastischen Filmen. Sie waren nicht nur das Abbild einer grauen Realität. Sie waren eine Flucht in wundersame Welten. Méliès schaute in den Himmel und er sah mehr als nur Sterne: Er sah menschliche Mondgesichter und futuristische Raketen. Er war ein Träumer. Und so manche seiner Träume hat er von einem anderen Visionär - nämlich Jules Verne. Ohne die Romane Jules Vernes (20.000 Meilen unter dem Meer) sähe die Filmwelt von heute vielleicht ganz anders aus. Denn die kreativen Funken, die von fantastischen Romanen und deren Autoren auf die Filmwelt übersprangen, entfachen bis heute ein Feuerwerk der Kreativität.
    Ein Schriftsteller braucht nur wenige Worte, um auf dem Papier andere Planeten entstehen zu lassen. Ein Filmemacher braucht mehr: Kulissen, Darsteller, Effekte, Musik. Und doch bedingen sich die beiden scheinbar gegensätzlichen Welten. Das merkt man besonders in der Science-Fiction. Zum Beispiel Georges Méliès, dessen mit Abstand bekanntester Film, "Die Reise zum Mond" ("Le voyage dans la lune") von 1902, sich auf die Romane "Von der Erde zum Mond" von Jules Verne sowie "Die ersten Menschen auf dem Mond" von H. G. Wells bezieht. Es war, wie es so schön heißt, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft - der Schnittpunkt zwischen Film und fantastischer Literatur. Von links nach rechts: "20.000 Meilen unter dem Meer"(1954), "Die Zeitmaschine" (1960), "Krieg der Welten" (2005) und "1984" (1984) Von links nach rechts: "20.000 Meilen unter dem Meer"(1954), "Die Zeitmaschine" (1960), "Krieg der Welten" (2005) und "1984" (1984) Quelle: Disney; Warner; Paramount; Fox


    Am Anfang war das Wort


    Kaum einer hat die Filmwelt so sehr zum Träumen gebracht wie Jules Verne. Sein Roman "20.000 Meilen unter dem Meer" beispielsweise wurde an die zehn Mal verfilmt, angefangen mit einer Stummfilmfassung aus dem Jahre 1905. Die wohl bekannteste ist die Disney-Verfilmung von 1954 von Regisseur Richard Fleischer mit Kirk Douglas und Peter Lorre. Das Design des U-Boots "Nautilus" von Harper Goff gehört bis heute zu den ikonischsten Schöpfungen der Filmgeschichte - und der Kampf gegen die Tentakel eines Riesenkraken bleibt ebenfalls unvergessen.
    Ebenso wie Verne gehört auch H.G. Wells, einer der Urväter der Science-Fiction, zu denen, die Science-Fiction-Fans und Filmemachern eine wahre Schatztruhe hinterlassen haben. Sein Roman "Die Zeitmaschine" wurde mehrfach verfilmt. Die wohl bekannteste Version ist die von George Pal aus dem Jahre 1960 - mit Rod Taylor in der Rolle des viktorianischen Erfinders, der eine Maschine baut, mit der er durch die Zeit reisen kann. Und in einer düsteren Zukunft landet, in der sich die Menschheit in zwei "Teile" gespalten hat: die utopisch angehauchten "Eloys", postmoderne Hippies ohne Arg, und die blinden Kannibalen "Morlocks".
    George Pals Film ist heute noch ebenso schrullig wie albtraumhaft. Es ist ein Film, der schwer zu übertreffen ist, wie Regisseur Simon Wells auf die harte Tour lernen musste: Sein Remake der "Zeitmaschine" von 2002, mit Guy Pearce in der Hauptrolle, ist kurzweilig, aber leblos.
    Auch H.G. Wells' Roman "Krieg der Welten" musste öfters als Vorlage für eine Verfilmung herhalten. 1953 drehte Regisseur Byron Haskin eine Version, die dem Roman nur bedingt gerecht wurde, sie verlegte die Handlung aus dem viktorianischen England ins Amerika des Kalten Kriegs. Und die berühmt-berüchtigten dreibeinigen Kriegsmaschinen der Invasoren vom Mars wurden hier zu fliegenden Untertassen. Übrigens nahm sich 2005 Steven Spielberg des Stoffes an - mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Auch dieses Mal wurde die Handlung nach Amerika verlegt und ordentlich auf den Kopf gestellt, aber immerhin blieben die dreibeinigen Metallmonster aus dem Buch erhalten. Spielbergs Version war weniger eine Verfilmung von H.G. Wells als ein Porträt Amerikas der Bush-Jahre: eine düs­tere, albtraumhafte Welt in ständigem Kriegszustand und ständiger Angst.
    Eine ähnliche Art der Gesellschaftskritik bietet Michael Radfords Verfilmung des Klassikers "1984" von George Orwell. "1984" ist eine klassische Liebesgeschichte, erzählt im Totalitarismus. Es ist ein Liebesdreieck, bei dem der eifersüchtige Dritte kein anderer ist als der alles verschlingende Staat, hier verkörpert durch den sogenannten "Großen Bruder". John Hurt spielt in der Verfilmung Winston Smith, der durch Gehirnwäsche und Folter in einem futuristisch-kommunistischen England im Jahr 1984 seine wahre Liebe Julia verrät. Radford hat Orwells Vision buchstabengetreu und entsetzlich bedrückend umgesetzt. Von links nach rechts: "Fahrenheit 451"(1966); "I, Robot" (2004) und "Star Troopers" (1998) Von links nach rechts: "Fahrenheit 451"(1966); "I, Robot" (2004) und "Star Troopers" (1998) Quelle: Universal; Fox; Disney


    Das Goldene Zeitalter


    Wie anders war doch das Klima im sogenannten "Goldenen Zeitalter" der Science-Fiction, einer Zeit, in der das Genre noch von Optimismus strotzte. Noch lebte man nicht in Angst vor der Atombombe und noch waren die Träume der SF-Autoren - die Erdumrundung, die Mondlandung - nicht erfüllt. Es war eine Zeit der Versprechungen. Noch konnte man träumen. Zu den bekanntesten Autoren zählten unter anderem Ray Bradbury ("Fahrenheit 451") und Isaac Asimov ("I, Robot"). Auch Bradbury und Asimov übten Gesellschaftskritik. Bradburys "Fahrenheit 451" - benannt nach der Temperatur, bei der Papier zu brennen beginnt - ist eine heute noch aktuelle Warnung vor den Gefahren des Totalitarismus. Im Amerika der Zukunft dient die Feuerwehr nur noch einem Zweck: Bücher zu verbrennen. Der "Feuerwehrmann" Guy Montag läuft zur Gegenseite über und schließt sich einer autonomen Gruppe an, deren Mitglieder je ein Buch auswendig lernen, damit dieses nicht in Vergessenheit gerät. 1966 hat François Truffaut den Roman verfilmt.

    Bahnbrechend war auch Isaac Asimov. Seine "drei Gesetze der Robotik" haben nicht nur SF-Autoren aller Couleur beeinflusst, sondern auch Wissenschaftler, die sich mit der Entwicklung von Robotik und Kybernetik befassen. Sein Buch "I, Robot" aus dem Jahre 1950 wurde 2004 von Regisseur Alex Proyas mit Will Smith in der Hauptrolle verfilmt. Statt einer philosophischen Abhandlung über künstliche Intelligenzen kämpft sich Will Smith bei der Ermittlung in einem Mordfall durch eine Horde iPod-artiger CGI-Roboter. Verloren ging dabei der Geist des Buchs. Asimov war ein Schriftsteller, dessen Werk von Humanismus und einem tiefen Glauben an die Menschheit geprägt war. Alles Dinge, mit denen die nächste Generation der SF-Schriftsteller Schluss gemacht hat. Dune" (1984) "Dune" (1984) Quelle: CMS Zu dieser nächsten Generation zählen unter anderem Robert Heinlein und Frank Herbert. Robert Heinleins bekannter Roman "Starship Troopers" aus dem Jahre 1959 ist bis heute umstritten: Kritiker werfen dem Buch faschistoide und militaristische Tendenzen vor. Kein Wunder also, dass der Roman 1997 ausgerechnet von einem Provokateur auf dem Regiestuhl wie Paul Verhoeven ("Basic Instinct") verfilmt wurde. Das Resultat ist ein spannender, actionreicher und vor allem sehr satirischer Blick auf militärische Abenteuer - die Erde befindet sich im Kriegszustand mit einem Planeten voller Rieseninsekten. "Starship Troopers" ist ein Film, der bei aller Action zu einer tieferen Betrachtung einlädt. Es steckt mehr dahinter, als man meint. Wie auch bei den Romanen von Frank Herbert.
    Herbert hatte als Journalist angefangen. Als er an einer Reportage über die Geologie eines Sandstrands im US-Bundesstaat Oregon arbeitete, hatte er das Gefühl, dass die Sanddünen lebendig wären, einen Willen besäßen. Sein Roman "Dune", zu Deutsch "Der Wüstenplanet", ist der bis heute kommerziell erfolgreichste SF-Roman aller Zeiten. Viele halten ihn für den besten Science-Fiction-Roman der Welt. "Der Wüstenplanet" und seine Fortsetzungen behandeln Themen, die ihrer Zeit weit voraus waren: ein erbitterter Machtkampf dekadenter, galaktischer Adelshäuser um schwindende Ressourcen in einer kargen Wüstenregion und das damit einhergehende Aufkeimen von religiösem Fundamentalismus. Der "Wüstenplanet" bedient sich aus der Lebensgeschichte des Propheten Mohammed, aus dem Zen-Buddhismus, der Problematik des Opiumhandels und dem Aufkommen der OPEC-Staaten. 1984 kam die Verfilmung von Regisseur David Lynch in die Kinos. Der Film wurde von Publikum und Kritikern weitgehend belächelt - zu Unrecht. Und auch Autor Frank Herbert zeigte sich zufrieden mit der Verfilmung. "Dune" ist in vieler Hinsicht ein klassischer Lynch-Film: schräg, skurril und visuell einfallsreich. Angeblich gibt es einen fast acht Stunden langen Director's Cut des Films, der dem komplexen Roman wohl eher gerecht wird als die Kinofassung.


    02:30
    Independence Day: Wiederkehr - Neuer Trailer zur Bedrohung aus dem All
    Spielecover zu Independence Day: Wiederkehr
    Independence Day: Wiederkehr

    Was meint ihr?
    Sind solche Roman-Verfilmungen für euch Alternativen zum Action-Kino á la Emmerich?
    Wecken die dystopischen Ideen vieler Sci-Fi-Autoren euer Interesse?
    Was erwartet ihr von "Independence Day: Wiederkehr" und "Star Trek Beyond", den zwei großen Sci-Fi-Filmen des Monats?

    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von Batze Erfahrener Benutzer
        Du musst ganz am Anfang starten, sonst bist du wirklich Hoffnungslos verloren, aber dann geht es sogar sehr gut, es reit sich alles einander und ist dann in sogenannte Zyklen aufgebaut. Also so nach Jahrhunderten.
        Wenn du da mal starten willst empfehle ich dir die [URL="http://www.perry-rhodan.net/ebooks…
      • Von MichaelG Erfahrener Benutzer
        Zitat von Batze
        Ich hoffe ja immer noch das sich irgendeiner mal erneut an den Stoff von Perry Rhodan rantraut.:-]
        Perry Rhodan ? Da gibts wieviele Bücher, wieviele Handlungsbögen ? Sieht da überhaupt einer durch ? Wollte da mal einsteigen aber weiß weder wo ich anfangen noch wo ich aufhören könnte.
      • Von Enisra Erfahrener Benutzer
        ach ja Dune, war schon nen toller Film, aber hat auch irgendwie so nur noch die Hälfte mit dem Buch zu tun und in allen Versionen wird der Islamische Einfluss bzw. Vokabular der Zensunni Fremen rauszensiert

        Aber so hätte ich ja am liebsten ne Verfilmung, eher im Stil von Game of Thrones bzw. The Expanse, von the Sprawl Trilogie aka. Neuromancer und dem Hyperion Cantos, grade das erste Buch Hyperion würde sich EXTREM gut für ne Serie eignen
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Roman-Verfilmungen: Sci-Fi für die Leinwand
Das Sequel zu "Independence Day" wurde von Fans seit 20 Jahren erwartet, doch die Reaktionen fielen mehr als nur unterschiedlich aus: Die einen freuen sich über großartiges Effekt-Kino, die anderen bemängeln den Plot des Films.. Allen Sci-Fi-Fans, denen diese typischen Alien-Action-Streifen gegen den Strich gehen, empfehlen wir hier einige klassische Verfilmungen zu Science-Fiction-Romanen. Den ersten Teil gibt es heute, den zweiten nächste Woche, passend zum Kino-Start von "Star Trek Beyond".
http://www.pcgames.de/Kino-Thema-130800/Specials/Science-fiction-Romane-1201714/
15.07.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/07/feature-scifi-pc-games_b2teaser_169.jpg
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