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  • Roman-Verfilmungen: Sci-Fi für die Leinwand (TEIL 2)
    Quelle: Warner; Fox; Buena Vista

    Roman-Verfilmungen: Sci-Fi für die Leinwand (TEIL 2)

    Bei den neueren "Star Trek" Filmen mit Chris Pine als Captain Kirk scheiden sich die Geister. Die einen wünschen sich die "guten, alten Zeiten" zurück, die anderen lieben die Filme, weil es eben "Star Trek" ist und die letzten finden, dass die Neuauflage der Franchise durchaus gelungen sei. Wie auch immer man jetzt "Star Trek: Beyond" gegenüber steht: Diese Romanverfilmungen klassischer Werke lassen nicht nur "Trekkie"-Herzen höher schlagen. (Teil 2)

    Anmerkung der Redaktion: Mit "Star Trek Beyond" und "Independence Day: Wiederkehr" gibt es diesen Monat zwei neue, gigantische Sci-Fi-Filme in den Kinos. Chris Pine und Co haben uns diesmal nur mäßig begeistert, während uns "Independence Day: Wiederkehr" geradezu vom Hocker gerissen hat (Rezensionen gibt es hier und dort).
    Nachdem wir allerdings mitbekommen haben, dass nicht alle so begeistert von Emmerichs neuer Alien-Invasion sind, stand der Entschluss schnell fest, euch in einem zweigeteilten Special ein paar berühmte Sci-Fi-Romane und deren sehenswerte Verfilmungen vorzustellen (Teil 1 findet ihr: hier). Für Interessenten, die es ganz eilig haben, haben wir das Special wieder mit Links zum Kauf versehen.
    Am Ende des Artikels könnt ihr euch noch einmal den Trailer zu "Star Trek Beyond" ansehen.


    "Per Anhalter durch die Galaxis" (links: Kinofilm (2005); rechts: BBC-Version (1981)) und "Planet der Affen" wurden beide schon mehrmals verfilmt. "Per Anhalter durch die Galaxis" (links: Kinofilm (2005); rechts: BBC-Version (1981)) und "Planet der Affen" wurden beide schon mehrmals verfilmt. Quelle: Buena Vista; Fox; Universum


    Von Affen und Reiseführern


    Komplex und satirisch zeigt sich die Science-Fiction immer wieder. So auch die "Planet der Affen"-Reihe, die nach einem Roman des französischen Schriftstellers Pierre Boulle ("Die Brücke am Kwai") entstand. Der erste Film aus dem Jahre 1968 mit Charlton Heston in der Hautrolle ist ein wunderbares Beispiel dessen, was Science-Fiction alles vermag. Indem in ferner Zukunft die Rolle zwischen Mensch und Tier vertauscht wird, behandelt der Film zeitkritische Themen wie Militarismus und Rassismus. Das Ende - die Freiheitsstatue, die aus dem Sand ragt - wurde so oft zitiert und parodiert, dass sie zweifellos eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte ist. Leider ist das "Re-Imagining" von Tim Burton aus dem Jahre 2001 weit weniger gelungen. Trotz besserer Affen-Effekte enttäuscht der Film ... vielleicht auch, weil man dem Thema einfach nichts mehr hinzufügen kann.

    Sehr viel lockerer, aber nicht weniger satirisch geht es bei der Buchreihe "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams zu. Es ist die Geschichte eines harmlosen Jedermanns, Arthur Dent, der die Zerstörung der Erde überlebt, indem er sich zufällig per Anhalter auf einem Raumschiff einschmuggelt und daraufhin allerlei brüllend komische Abenteuer erlebt. Verfilmt wurde die Buchreihe gleich zweimal, das erste Mal als TV-Serie von der BBC, bis heute noch ein Meilenstein der Fernsehgeschichte. Teilweise wurde die Serie in den Sets des Ridley-Scott-Films "Alien" gedreht, die noch in einem Studio he­rumstanden. Als besonders bahnbrechend galten die schrägen und sehr witzigen Animationssequenzen, die die Einträge im Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxis" darstellen. 2005, wenige Jahre nach dem vorzeitigen Tod Adams', kam endlich die lang erwartete Kinofassung. Die Besetzung war für Fans ein Traum: Der trottelige Martin Freeman ("The Office") spielte Arthur Dent, Mos Def seinen Kumpel Ford Prefect. Und der Independent-Liebling Sam Rockwell war in der Rolle des zweiköpfigen Zaphod Beeblebrox zu sehen. Alle Zutaten stimmten - und doch war die Suppe fad. Vielleicht liegt es an den Jahrzehnten, in denen sich der Anhalter in unser kollektives Bewusstsein gebrannt hat, vielleicht auch an dem unübertrefflichen Charme der Fernsehfassung, aber die lang erwartete Kinoversion war unkomisch, langatmig und leblos.

    02:25
    Planet der Affen - Revolution: Neuer deutscher Trailer
    Spielecover zu Planet der Affen: Revolution
    Planet der Affen: Revolution

    "Solaris" (1972) und "2001: Odyssee im Weltraum" (1968) "Solaris" (1972) und "2001: Odyssee im Weltraum" (1968) Quelle: Kairos; Warner


    Drogentrips im All


    Zurück zur Komplexität: Der sicherlich größte Trip der SF-Geschichte ist "2001: Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick, den manche für einen der besten Filme aller Zeiten halten. Filmisch orientiert sich Kubricks Meisterwerk stark an dem drei Jahre zuvor erschienenen Godzilla-Film "Kaijû daisenso" von Ishirô Honda. Auch Honda war ein Meister seines Fachs, besonders was seine Bildsprache anging. Doch da hören die Ähnlichkeiten auch schon auf. "2001" basiert auf der Kurzgeschichte "The Sentinel" von Arthur C. Clarke, der neben Isaac Asimov und Robert Heinlein als einer der "großen drei" der Science-Fiction gilt. Die Geschichte handelt von einem geheimnisvollen Artefakt, das von Astronauten auf dem Mond gefunden wird und ein Signal an eine außerirdische Intelligenz sendet. Denn wer auch immer das Artefakt findet, befindet sich offensichtlich im Besitz der Technologie für Raumflüge und hat somit als Spezies eine Entwicklungsstufe erreicht, bei der sich die Kontaktaufnahme lohnt. Somit liegt "The Sentinel" - und auch "2001" - eine an für sich optimistische Grundidee zugrunde, die der Film konsequent weiterdenkt: Was ist die nächste Stufe der Evolution des Menschen? Aber auch den Gedanken der künstlichen Intelligenz greift "2001" auf. Der Bordcomputer HAL 9000 ist einer der moralisch komplexesten Schurken der Filmgeschichte, eine Reflexion seiner Zeit.


    "2001" entstand im Kalten Krieg und zu jener Zeit wurden auch auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs hervorragende SF-Romane geschrieben. Denn für viele Schriftsteller war die Flucht in fantastische Welten die einzige Möglichkeit, versteckte Regimekritik zu üben. Zu ihnen zählt der großartige polnische Schriftsteller Stanislaw Lem. Sein Roman "Solaris" von 1961 beschreibt die Einsamkeit eines Astronauten, der auf einer Raumstation im Orbit eines fremden Planeten Visionen von seiner verstorbenen Frau hat und sich einer Intelligenz ausgesetzt sieht, die die mensch­liche weit übersteigt. Zweimal wurde der Roman verfilmt, zum ersten Mal 1972 von dem großen russischen Regisseur Andrei Tarkowski, der das Buch kongenial umsetzte. Es ist ein langsamer, visuell beeindruckender und sehr atmosphärischer Film. Tarkowskis Methode, die Stadt der Zukunft in der Bildmitte zu spiegeln, war ebenso einfach wie genial ... und so stilprägend, dass man ähnliche Bilder heute noch in der Werbung sieht. 2002 wagte sich Steven Soderbergh an eine Neuverfilmung mit George Clooney in der Rolle des verwitweten Astronauten. Der Film kann weder der Romanverfilmung noch Tarkowskis Version das Wasser reichen. "Blade Runner" (1982), "Minority Report" (2002) und "Total Recall" (1990) "Blade Runner" (1982), "Minority Report" (2002) und "Total Recall" (1990) Quelle: Warner; Fox; Studiocanal


    Eine Klasse für sich:
    Philip K. Dick


    Bereits vor "Krieg der Welten" hatten Steven Spielberg und Tom Cruise zusammengearbeitet: 2002 bei der Philip-K.-Dick-Verfilmung "Minority Report". Tom Cruise spielt einen futuristischen Cop, der Morde aufklären soll, noch bevor diese begangen werden. Denn in der Abteilung Precrime der Polizei von Washington verwendet man die "Reports" dreier sogenannter "Precogs" - durch Medikamente beeinflusste "Hellseher", die in einem tranceartigen Zustand Verbrechen vorhersagen können. Der Autor, Philip K. Dick, ist einer der wohl einflussreichsten SF-Schriftsteller und einer, dessen Werke am schwersten zu verfilmen sind - oder zu verstehen. Dick hatte ein hartes Leben, oft am Rande des Existenzminimums, und schrieb unter dem Einfluss von Speed und LSD bis zu 60 Seiten am Tag, nicht alle davon sonderlich gut. Dicks Romane zeugen von Paranoia und einer ewigen Suche nach den Mysterien der Welt. Die Premiere seiner ersten Romanverfilmung erlebte er nicht mehr: Dicks Buch "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" wurde 1982 von Ridley Scott unter dem Titel "Blade Runner" mit Harrison Ford in der Hauptrolle verfilmt. Kurz bevor der Film fertig war, starb Dick an einem Herzinfarkt - Blutzoll für ein Leben am Rand des Abgrunds. Erst nach seinem Tod wurde Dick weltweit bekannt, nicht zuletzt durch Hollywood. Scotts "Blade Runner" gilt zu Recht als einer der größten SF-Filme aller Zeiten, eine düstere Vision der Zukunft: die Stadt als ein postmoderner Moloch, in der Menschen und künstliche Menschen aufeinanderprallen. Die Idylle der Kindheit, der Erinnerungen, ist eine Fälschung, ein implantierter Mikrochip in künstlich gezüchtetem Fleisch. Selten hat ein SF-Film die Filmgeschichte so radikal beeinflusst und umgelenkt wie "Blade Runner". Seitdem wagen sich Produzenten und Regisseure immer häufiger an Philip K. Dicks Stoffe. Seine Kurzgeschichte "Erinnerungen en gros" wurde von Paul Verhoeven mit Arnold Schwarzenegger und Sharon Stone in den Hauptrollen verfilmt. "Total Recall" (1990) ist ein großer, bunter, trashiger Schwanengesang auf das Monumentalkino der Achtziger, vollgepackt mit Action, Intrigen, Schießereien und Sharon Stones neonbunten Outfits. An "Blade Runner" reicht er nicht heran.

    Die aktuellste Verfilmung eines Werkes von Phillip K. Dick stellt die dystopische Serie "The Man in the High Castle" dar, die via Amazon Prime ausgestrahlt wird. Diese widmet sich der Frage, wie unsere Welt heute aussehen würde, wenn die Alliierten den zweiten Weltkrieg verloren hätten und die USA von Deutschand und Japan regiert werden würden. Dabei verfolgt die Geschichte das Leben von Spionen und denen, die sich vor dem gnadenlosen Regime verstecken müssen.

    Mal sind es Warnungen, mal sind es Albträume. Aber immer sind es Träume. Egal ob als Roman oder ein Film: Noch heute regt uns gute Science-Fiction zum Nachdenken und Mitreden an. Die Fortschritte im Bereich der visuellen Effekte sind so rasant, dass einem Filmmacher kaum noch Grenzen gesetzt sind, außer die der eigenen Fantasie. Heute kann jeder zaubern. Georges Méliès wäre glücklich ...


    Hier noch der aktuelle Trailer zu "Star Trek Beyond"
    01:07
    Star Trek: Beyond: Der finale Trailer vor dem Kinostart

    Was meint ihr? Sollten wieder mehr Science-Fiction-Filme auf Büchern basieren? Wie findet ihr "Independence Day" und "Star Trek Beyond"? Und mögt ihr's eher abgedreht wie "Per Anhalter durch die Galaxis" oder dystopisch-beunruhigend wie "Krieg der Welten"?

    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von hawkytonk Erfahrener Benutzer
        Ich kann die Serie "The Expanse" empfehlen. SciFi, Action, Drama, Thriller, Gesellschaftskritik. Und dabei sowohl mit guten Schauwerten ausgestattet als auch wirklich gut geschrieben (was für eine vom Sender SciFi produzierte Serie nicht gerade alltäglich ist).
      • Von McDrake Erfahrener Benutzer
        Eine der besten Serien überhaupt.
        Kurze knackige Staffeln und darum keine Längen (bisher). Dazu clever konzipiert und über die Schauspieler müssen wir wohl keine Worte verlieren (mal abgesehen davon, dass meine Frau Cumerbatch für mein empfinden ein wenig zu gut findet.. aber das ist ein anderes Thema ;)…
      • Von kidou1304 Erfahrener Benutzer
        yay!
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1202268
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Roman-Verfilmungen: Sci-Fi für die Leinwand (TEIL 2)
Bei den neueren "Star Trek" Filmen mit Chris Pine als Captain Kirk scheiden sich die Geister. Die einen wünschen sich die "guten, alten Zeiten" zurück, die anderen lieben die Filme, weil es eben "Star Trek" ist und die letzten finden, dass die Neuauflage der Franchise durchaus gelungen sei. Wie auch immer man jetzt "Star Trek: Beyond" gegenüber steht: Diese Romanverfilmungen klassischer Werke lassen nicht nur "Trekkie"-Herzen höher schlagen. (Teil 2)
http://www.pcgames.de/Kino-Thema-130800/Specials/Sci-Fi-fuer-die-Leinwand-1202268/
22.07.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/07/featureteil2-pc-games_b2teaser_169.jpg
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