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  • Was ist Was: Filmfassungen und Verpackungsarten im Überblick

    Wer kennt das nicht? Man stöbert im stationären Laden oder in Amazon nach neuen Filmen und stolpert immer wieder über diese ominösen Begriffe "Extended Edition", "Limited Collector's Edition" oder "Steelbook" und "Digibook". Was ist das denn eigentlich? Und wie unterscheidet sich das alles voneinander? Wir haben uns diesem Problem angenommen und bringen Ordnung in das Kuddelmuddel!

    Die Film-Industrie hat sich die ein oder andere Sache ausgedacht, um den Kunden dazu zu bringen, richtig viel Geld für die Filme auszugeben: Da gibt es "Limited Collector's Editions", die unter € 100,- kaum zu kriegen sind, da gibt es "Steelbooks", die einen zum Kauf verführen, weil sie so klasse aufgemacht sind und "Extended Editions", deren Extras wir einfach nicht widerstehen können. Doch wer weiß eigentlich, was genau was ist? Was macht denn z. B. einen Director's Cut aus? Solches Wissen präsentieren wir euch in unserem neuesten Special! Damit ihr auch wisst, für was genau ihr da euer Geld hinblättert.

    Sonderverpackungen

          

    Steelbook-Cases zu "Deadpool", "The Hateful Eight" und "Star Wars: Das Erwachen der Macht" Kommen dieses Jahr neben Blu-ray & DVD auch als Steelbook heraus: Die Comicverfilmung "Deadpool" (30. Juni), Tarantinos beinharter Western "The Hateful Eight" (30. Mai) und Disneys "Star Wars: Das Erwachen der Macht" (28. April). Quelle: Fox; Universum; Disney

    Das Steelbook

          

    Beim sogenannten "Steelbook" handelt es sich um eine besondere Variante der Verpackung für Blu-ray- und DVD-Discs: Im Gegensatz zu den klassischen Hüllen werden Front und Rückseite nicht aus Plastik, sondern aus Metall angefertigt, unter dem die Kunststoffhülle nur als Träger dient. Je nach Format spricht man von einem DVD-Steelbook oder einem Blu-Ray-Steelbook. Da sie nicht die Hauptvertriebsart für physische Filme sind, werden Steelbooks häufig als Limited Editions produziert.

    Zu Beginn der Steelbook-Ära schien das Verpackungsformat bestimmten Filmgenres vorbehalten, die mit dem metallischen Look in Einklang standen. Endzeit-Spektakel wie "Terminator" und die düsteren Filme rund um Batman, den dunklen Rächer Gothams, waren geradezu prädestiniert, in einem schicken Steelbook herausgegeben zu werden. Ebenso verhielt es sich mit mythologischen Adaptionen wie "Thor" und Science-Fiction-Epen à la "Avatar - Aufbruch nach Pandora". Die Filme haben ein Millionenpublikum begeistert und erfuhren zu Recht eine Aufwertung durch die hochwertigeren Verpackungen. Inzwischen sind Steelbooks aber breit gefächert über alle Genres erhältlich. So kommen demnächst u. a. Steelbooks zu "Deadpool", "The Hateful Eight", "Star Wars: Das Erwachen der Macht", "Im Herzen der See" und "The Revenant" auf den Heimkino-Markt.

    Ab nächster Woche (7. April) exklusiv bei Amazon: Das Steelbook zum Walfang-Drama "Im Herzen der See". Ab nächster Woche (7. April) exklusiv bei Amazon: Das Steelbook zum Walfang-Drama "Im Herzen der See". Quelle: ©Amazon "Steelbook" ist der geschützte Markenname des dänischen Unternehmens Glud & Marstrand, das sich 2002 auf die Entwicklung und Produktion von besseren und stabileren Verpackungen für die Medien-Industrie konzentrierte. Vertrieben werden Steelbooks weltweit durch die Firma Scanavo, die mit dieser Art der Verpackung als Erste auf den Markt kam. Andere Hersteller für DVD- und Blu-Ray-Hüllen haben ähnliche Produkte entwickelt, die zum Beispiel unter der Bezeichnung "Metalpak" im Handel zu finden sind.

    Besonders schöne Übersichten über Filme, die auf Blu-ray oder DVD in einem Steelbook erschienen sind, finden sich unter www.zavvi.de, www.bluray-disc.de und/oder Amazon.


    Mediabooks zu "John Wick" und "Sin City 2: A Dame to Kill For". Sind im Handel erhältlich: Mediabooks zum Actionthriller "John Wick" und zur Fortsetzung von Frank Millers Kult-Graphic-Novel "Sin City 2: A Dame to Kill For". Quelle: Studiocanal; Splendid

    Das Mediabook & das Digibook

          

    Eine zweite Variante, wenn es um Sonderverpackung von Blu-ray-und DVD-Discs geht, sind die sogenannten "Mediabooks": Sie kommen in einer recht buchähnlichen Verpackung daher. Im Deckel und Boden der buchartig kaschierten Box nehmen Sleeves oder Trays die Blu-rays oder DVDs auf, während im eingehefteten oder -geklebten Booklet (optional) zusätzliche Infos in gedruckter Form auf mehreren Seiten präsentiert werden. Häufig werden Mediabooks in einer durchsichtigen Schutzhülle verpackt. Mediabooks liegen in der Größe von DVD-Hüllen vor und werden zum Schutz häufig in eine feste durchsichtige Hülle verpackt.

    Die meisten Mediabooks kommen über Österreich nach Deutschland. Aber es gibt auch deutsche Labels, die auf das Mediabook setzten: Einer dieser wenigen Anbieter ist Capelight. Durch Einsparungen bei den "Großen" wie Warner, Paramount, Sony oder Universalt sind Sonderverpackungen immer seltener geworden, da an der Verpackung zuerst gespart wird.
    Ab nächster Woche (8. April) im Handel: Das Mediabook (li.) zum Horrofilm "Howl". Ab nächster Woche (8. April) im Handel: Das Mediabook (li.) zum Horrofilm "Howl". Quelle: Capelight
    Dem Mediabook sehr ähnlich ist das "Digibook", dessen Abmessungen allerdings die von den Standardhüllen für Blu-ray-Discs aufweisen. Neben dem Filmmedium ist zudem ein herausnehmbares Booklet enthalten, das Hintergrundinformationen zur Produktion des jeweiligen Films enthält. In diesem Bereich ist Disney besonders aktiv: Das Studio hat u. a. Digibooks zu "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren", "Die Schöne und das Biest", "Bambi 1 & 2" und "Susi und Strolch 1 & 2" veröffentlicht.

    Besonders schöne Übersichten über Filme, die auf Blu-ray oder DVD in einem Mediabook erschienen sind, finden sich unter www.bluray-disc.de, www.dvd-sammlerstuecke.de und/oder www.dvdparadies.at.


    Editionen/Ausgaben (von lat. "editio" = Herausgabe)

          

    Alle drei Sonderverpackungen eignen sich optimal für hochwertige Sammeleditionen und Gesamtausgaben. Der deutsche Heimkinomarkt wird jedoch hauptsächlich von zwei Verpackungstypen geprägt: Den normalen, blauen Keep Cases bzw. Amareys (nach einem Hersteller dieser Hüllen) und den Steelbooks. Und diese können wiederum in verschiedenen Editionen bzw. Ausgaben erworben werden, die sich nicht strikt voneinander trennen lassen und oftmals zusammen daherkommen, wie es beispielsweise bei einer "Limited Collector's Edition" oder auch "Extended Collector's Edition" der Fall ist. Doch was ist was? Was kann ich von einer "Extended Edition" im Gegensatz zu einer "Collector's Edition" erwarten? Und was genau ist eine "Special Edition"? Wir klären auf!

    Extended Edition & Director's Cut

          

    Aus dem Englischen "extended" = erweitert, verlängert
    Ein prominentes Beispiel für eine Extended Edition: Die Ausgabe der "Herr der Ringe"-Trilogie. Natürlich ist auch die "Der Hobbit"-Trilogie als Erweiterte Fassung im Handel zu erwerben. Ein prominentes Beispiel für eine Extended Edition: Die Ausgabe der "Herr der Ringe"-Trilogie. Natürlich ist auch die "Der Hobbit"-Trilogie als Erweiterte Fassung im Handel zu erwerben. Quelle: Warner Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei einer "Extended Edition" um eine auf Blu-ray oder DVD veröffentlichte Fassung eines Films, die gegenüber der ursprünglichen Kinoversion zusätzliche Szenen enthält und damit eine längere Laufzeit aufweist. Von welchem Umfang das erweiterte Material ist, spielt keine Rolle: Es kann sich um einige Minuten handeln oder um Stunden, wie es beispielsweise bei den Extended Editions von Peter Jacksons "Der Herr der Ringe"-Trilogie und "Der Hobbit"-Trilogie der Fall ist. Diese Sonderausgabe läuft auch unter den Bezeichnungen "Extended Version", "Extended Cut" sowie "Special Edition". Letztere eher bei weniger umfangreichem Bonusmaterial.

    Die Idee einer erweiterten Fassung von Kinofilmen besteht zumeist darin, bei der ersten oder zweiten Heimkino-Veröffentlichung den Film mit zusätzlichen Szenen zu versehen, um den Absatz zu steigern, in Einzelfällen aber auch um eine neue Kinofassung herzustellen. Für diesen Zweck werden nach Drehschluss weitere Szenen mittels Nachdreh oder durch den Einsatz von Computern erstellt. Außerdem existieren zu Filmen, die aus politischen oder gesellschaftlichen Gründen oder wegen Überlänge gekürzt wurden, sogenannte "unzensierte Fassungen" oder "ungekürzte Filmfassungen". Diese werden häufig ebenfalls als Extended Versions bezeichnet oder das entsprechende Material wird bei der Erstellung einer Extended Version verwendet. Im Fernsehen bekommt man Extended Versions nur in Ausnahmefällen zu sehen. Extended bzw. Ultimate Edition cvon "Harry Potter und der Stein der Weisen", die neben der Kinofassung die erweiterte Fassung sowie einige Gimmicks enthält. Extended bzw. Ultimate Edition von "Harry Potter und der Stein der Weisen", die neben der Kinofassung die erweiterte Fassung sowie einige Gimmicks enthält. Quelle: Warner

    Zu jedem einzelnen Teil der "Harry Potter"-Filmreihe existiert eine sogenannte "Ultimate Edition", die nur auf Blu-ray erhältlich ist. Diese Ausgabe meint im Grunde nichts anderes als eine Extended Edition, enthält aber neben der Kinofassung und der erweiterten Fassung jeweils eine Doku in Spielfilm-Länge sowie nette Gimmicks wie etwa ein umfangreiches Fotobuch und Sammelkarten zu den Hauptcharakteren.

    Wieder etwas anderes ist der sogenannte "Director's Cut". Dabei handelt es sich um eine neue Schnittversion eines bereits veröffentlichten Spielfilms, die der Regisseur (engl. "director") nachträglich als die von ihm selbst bevorzugte Endfassung erstellt hat. Eine Extended Version hingegen entsteht unter Umständen ohne Zutun des Regisseurs und manchmal sogar gegen dessen Willen. Oft wird der Director's Cut von den Studios wegen der Länge oder Nichtgefallen abgelehnt. Überhaupt steht nur wenigen einflussreichen Regisseuren das Recht auf den Final Cut zu, also die Schnittfassung, die nach Abschluss der Produktion an den Filmverleih ausgeliefert wird. Wenn ein Film dann für die spätere Weitervermarktung als Blu-ray und/oder DVD aufbereitet wird, nutzt der Regisseur oftmals die Gunst der Stunde, tritt selbst hinter das Schnittpult und fertigt eine von ihm favorisierte Version an. Ein Director's Cut kann dabei länger, aber auch kürzer als die Erstfassung geraten.


    Limited & Collector's Edition

          

    Aus dem Englischen "limited" = begrenzt, limitiert und "collector" = Sammler
    Für die leidenschaftlichen Sammler: Limited Collector´s Editions von "Mad Max: Fury Road" und der "Harry Potter"-Filmreihe. Für die leidenschaftlichen Sammler: Limited Collector's Edition von "Mad Max: Fury Road" und der "Harry Potter"-Filmreihe. Quelle: Warner Warum haben wir diese beiden Fassungen eines Films in einem Kapitel zusammengefasst? Nun, kaum eine Collector's Edition kommt nicht gleichzeitig als "Limited Edition" daher, sodass es Sinn macht, diese beiden Ausgaben in einem Schwung abzuhandeln.

    Existiert von einem Film eine "Limited Edition", dann heißt das, dass diese Fassung nur in einer begrenzten Stückzahl vorhanden ist. Das heißt keinesfalls, dass die Auflage sehr klein sein muss, sondern sie kann ganz im Gegenteil sogar sehr hoch sein. Eine limitierte Ausgabe muss über kein Bonusmaterial verfügen, hat dieses jedoch meistens, um einen Mehrwert zum eigentlichen Produkt zu bieten. Eine schöne Übersicht über Filme, die auf Blu-ray oder DVD als Limited Edition erschienen sind, findet sich auf Amazon.

    Der Begriff einer "Collector's Edition" kann im Deutschen mit Sammleredition oder Sammlerausgabe übersetzt werden. Diese Fassungen sind wegen ihrer Extras (materieller Art) wesentlich teurer als die anderen Ausgaben und werden von ihren Besitzern daher auch wie wertvolle Sammlerstücke behandelt. Collector's Editions sind grundsätzlich limitiert, da sich somit auch der Sammlerwert erhöht.

    Während es im Film-Bereich eher weniger Limited Collector's Editions gibt, sieht das im Games-Bereich anders aus: Die Editionen kommen bei den Spielern sehr gut an und da die Nachfrage das Angebot bestimmt, gibt es zu vielen Spielen neben den normalen Fassungen diese hochwertigen und kostspieligen Sammlerausgaben.


    Disneys Platinum Edition & Diamond Edition

          

    Zu den beiden Klassikern "Dornröschen" und "Das Dschungelbuch" hat Disney jeweils eine Diamond Edition und eine Platinum Edition auf den Markt gebracht. Zu den beiden Klassikern "Dornröschen" und "Das Dschungelbuch" hat Disney jeweils eine Diamond Edition und eine Platinum Edition auf den Markt gebracht. Quelle: Disney Zum Schluss verraten wir euch noch, was es mit den ominösen "Platinum" und "Diamond Editionen" von Disney auf sich hat:

    Die sogenannte "Diamond Edition" ist eine Reihe der bekanntesten Disney-Filme, die seit Herbst 2009 in regelmäßigen Abständen auf Blu-ray und DVD erscheint. Zuvor waren diese Filme von 2001 bis Frühjahr 2009 in der "Platinum Edition" erschienen. Voraussichtlich wird Disney bis 2015 die meisten bisher erschienenen Titel sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray-Disc neu auflegen, wobei, ähnlich wie bei der Platinum Edition, in der Regel pro Jahr zwei veröffentlicht werden. Da alle Veröffentlichungen nach bestimmter Zeit wieder vom Markt genommen werden, haben die Ausgaben einen hohen Sammlerwert und sind oft nur noch für hohe Preise auf dem Gebrauchtmarkt zu erwerben. Alle Blu-rays und DVD enthalten Extras, wie etwa Spiele, Making-ofs und Musikvideos.

    Jeder Titel der Platinum Edition, der vor 1991 entstand (fast alle) und bei dem noch nicht vom Studium entwickelte CAPS-System (Computer Animation Production System) angewandt wurde, wurde vor der Veröffentlichung digital restauriert, um die ursprünglichen Bild- und Tonqualität wiederherzustellen. Bei allen später entstandenen Filmen war dies nicht nötig. Auch wurde jedem Film der Reihe der wesentlich bessere 7.1 Sound verliehen, welcher allerdings nur auf den Blu-ray-Ausgaben enthalten ist.

    Für die beiden Editionen wurden folgende Titel berücksichtigt: "Schneewittchen und die Sieben Zwerge" (1937), "Pinocchio" (1940), "Bambi" (1942), "Cinderella" (1950), "Peter Pan" (1953), "Susi und Strolch" (1955), "Dornröschen" (1959), "101 Dalmatiner" (1961), "Das Dschungelbuch" (1967), "Arielle, die Meerjungfrau" (1989), "Die Schöne und das Biest" (1991) und "König der Löwen" (1994).


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