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  • Coming of Age: Wenn Jugendliche Tiefgang kriegen
    Quelle: Universal; Capelight; Sony

    Coming of Age: Wenn Jugendliche Tiefgang kriegen

    Jugendliche sind auch nur Menschen! Und so werden sie von den gleichen Fragen bewegt, wie alle anderen, auch in Filmen. Besonders die eine, große Überlegung steht immer im Vordergrund: "Wer bin ich eigentlich?"

    "Coming of Age", das heißt Erwachsen werden. Selbstständig Handeln, selbstständig Denken, Dinge Hinterfragen. Oftmals scheinen Filme, die gerade auf die Gruppe der "Erwachsenwerdenden" abzielen, nicht zu zeigen, was den Jugendlichen wirklich im Kopf herum geht. Da geht es nur um Liebe und Partys, philosophiert wird nur wenig. Leichte Unterhaltung, zu leicht, manchmal. Anders in Coming of Age-Filmen: Hier darf nachgedacht, über den Tellerrand hinausgeblickt werden - und das macht diese Filme auch für bereits Erwachsene interessant.
    Wir haben die besten und schönsten Coming of Age-Filme für euch zusammen gesucht:

    "Das Geheimnis von Green Lake" (2003) "Das Geheimnis von Green Lake" (2003) Quelle: Disney

    Das Geheimnis von Green Lake (2003)

          


    Im texanischen Boot-Camp Green Lake sollen jugendliche Sträflinge Löcher graben, das diene der Charakterbildung. So auch Stanley Yelnats (Shia LaBoef), der wegen des angeblichen Diebstahls dort gelandet ist. Dessen Familie wird seit Generationen dank eines Zigeuner-Fluchs vom Unglück verfolgt. Im Laufe des Films erfahren Stanley und sein neugefundener Freund Hektor nicht nur, was es mit der stumpfsinnigen Arbeit der Jungs im Lager auf sich hat, sondern es gelingt ihnen auch, diesen Fluch zu lüften.

    Basierend auf dem Roman "Löcher" von Louis Sachar, verfilmte Regisseur Andrew Davies die Geschichte des Jungen Stanleys mit viel Liebe zum Detail. Der Humor der Jugendlichen nimmt ihrer doch aussichtslosen Situation und Stumpfheit des Löchergrabens die Schärfe, dennoch klingt der Film deutlich nach.

    "Einfach zu haben" (2010) "Einfach zu haben" (2010) Quelle: Sony

    Einfach zu haben (2010)

          


    Olive (Emma Stone) ist eine normale, unscheinbare Schülerin. Als sie jedoch einem homosexuellen Freund hilft, weniger von den Mitschülern attackiert zu werden, indem die beiden so tun, als würden sie auf einer Party miteinander schlafen, entwickelt sich ein merkwürdiges Geschäft: Olive wird dafür bezahlt, so zu tun, als hätte sie kleinere Affären mit den Unbeliebten der Schule, um deren sozialen Status zu erhöhen - und muss sich mit den Folgen herumschlagen.
    Spätestens nach dieser amüsanten Komödie mit nachdenklichem Unterton avancierte Emma Stone zum Publikumsliebling jugendlicher Filmfreunde. Die zahlreichen Anspielungen auf den "Scharlachroten Buchstaben" sind kein Zufall: Will Gluck gelingt es, ebenjene Entwicklungen an eine Highschool zu versetzen. Dem Zuschauer wird auch deutlich bewusst: Alles beginnt als Spaß, bis es kein Spaß mehr ist.

    "The Diary of a Teenage Girl" (2015) "The Diary of a Teenage Girl" (2015) Quelle: Sony

    The Diary of a Teenage Girl (2015)

          


    Die 15-jährige Minnie (Bel Powley) lebt im San Fransisco der 70er Jahre, kurz also in einer Hippie-Hochburg. Sie liebt es zu zeichnen, viel mehr aber liebt sie den Freund ihrer Mutter, den Mittdreißiger Monroe (Alexander Skarsgard), mit dem sie eine Affäre beginnt, von der sie so schnell nicht loskommen wird. Irgendwo zwischen Parties, Drogen, Lust und Leidenschaft, droht sie immer mehr, ihren Bezug zur Realität zu verlieren.

    Gut durchdachtes Drama, der, wie nebenbei ein Zeichen für den Feminismus setzt, und zeigt, dass Liebe und Lust nicht immer Hand in Hand gehen. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und kämpfen allesamt mit einer individuellen inneren Zerrissenheit, besonders die selbstbewusste Minnie, halb erwachsen, halb Kind, und der impulsive Monroe, der sich offenbar nicht recht zwischen Mutter und Tochter entscheiden kann.

    "Der Club der toten Dichter" (1989) "Der Club der toten Dichter" (1989) Quelle: Disney

    Der Club der toten Dichter (1989)

          


    Zwei Neuankömmlinge treffen 19959 an der Welton Academy ein: Todd Anderson (Ethan Hawke), ein schüchterner, jedoch intelligenter Schüler, und John Keating (Robin Williams), ein unkonventioneller Englischlehrer. Inspiriert von Keating lassen seine Schützlinge den "Club der toten Dichter" wieder aufleben, dessen Sinn es ist, gemeinsam Poesie zu würdigen.

    Natürlich, Literaturfans mögen ihre Freude an dem Film haben, jedoch handelt der Film auch von dem Ringen um Selbstverwirklichung, das die Jungen, dank der konservativen Schulleitung, unter erschwerten Bedingungen bestreiten, immer bestärkt durch den ungewöhnlichen Lehrer. Ein herzerwärmendes Drama, an dessen Ende man sicher ein oder zwei Tränen der Rührung wegen vergießen darf.

    "Vielleicht lieber morgen" (2012) "Vielleicht lieber morgen" (2012) Quelle: Capelight

    Vielleicht lieber morgen (2012)

          


    Charlie (Logan Lerman) beginnt seine Highschool-Zeit als zurückgezogener Außenseiter. Nur sein Englischlehrer Mr. Anderson (Paul Rudd) nimmt sich des Jungen an, bis Charlie auf die Stiefgeschwister Sam (Emma Watson) und Patrick (Ezra Miller) trifft, die ihn in ihren Freundeskreis aufnehmen. Gegenseitig unterstützen sich die drei Freunde in allen Lebenslagen und Charlie taut nach und nach auf.
    Starbesetztes Drama nach dem gleichnamigen Roman von Stephen Chbosky, der als Regisseur fungierte. Vielleicht gerade durch diese Personalunion erhält der Film seinen berührenden Charakter und erzählt so treffend die herzerwärmende Geschichte der jugendlich-intellektuellen Außenseiter.

    "Boyhood" (2014) "Boyhood" (2014) Quelle: Universal

    Boyhood (2014)

          


    Vielleicht wird dieser Film am meisten von allen dem Genre des "Coming of Age" gerecht: Man begleitet den jungen Mason (Ellar Coltrane) zwölf Jahre lang durch sein Leben, die gesamte Zeit vom Beginn seiner Schulzeit bis zum College. Als Sohn einer alleinerziehenden Mutter durchlebt Mason gemeinsam mit seiner älteren Schwester Samantha (Lorelei Linklater) die verschiedenen Phasen des Erwachsen-Werdens, dabei ist sein Leben geprägt von häufigen Umzügen und oft wechselnden Bekanntschaften.

    Ein so großer Abschnitt des Lebens, mit so vielen Ereignissen, auf die Leinwand zu bekommen, in weniger als drei Stunden, war sicher eine Herausforderung für Regisseur Richard Linklater, die er jedoch mit Erfolg meisterte. "Boyhood" ist witzig, traurig, spannend, schön und unangenehm zugleich - wie das Leben eben ist.
    "The Breakfast Club" (1985) "The Breakfast Club" (1985) Quelle: Universal

    The Breakfast Club (1985)

          


    Fünf Schüler, die unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen einen Samstag gemeinsam in der Schule mit Nachsitzen verbringen. Das sind John Bender (Judd Nelson), ein scheinbarer Taugenichts mit großer Klappe, der Streber Brian (Anthony Michael Hall), die beliebte Claire (Molly Ringwald), Andrew (Emilio Estevez), der Sport-Star der Schule, und die merkwürdige Allison (Ally Sheedy). Nach und nach zeigt sich, was die Jugendlichen bewegt, warum sie so sind, wie sie sind, und Freundschaften entwickeln sich. Doch wie ein Damoklesschwert über allem hängt die Frage, ob diese Freundschaften bis Montag überdauern werden.

    Ein Jugendfilm, an den nur wenige heranreichen - über Vorurteile, den allgegenwärtigen Druck von Außen, Träume, Familie und Freunde: John Hughes Single-Location-Film hallt wider und erfreut das Herz, allerdings nicht, ohne einen leicht bitteren Nachgeschmack. Ein wahrer Klassiker unter den Coming of Age-Filmen.



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Coming of Age: Wenn Jugendliche Tiefgang kriegen
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http://www.pcgames.de/Kino-Thema-130800/Specials/Coming-of-Age-1207984/
16.09.2016
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