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  • Im Himmel ist die Hölle los: Bud Spencer und Götz George sind tot

    Bud Spencer und Götz George - zwei Filmlegenden sind von uns gegangen. Quelle: 3L; dpa

    Kein gutes Wochenende für die Filmwelt: Wie erst am Sonntag bekannt wurde, verstarb bereits am 19. Juni einer von Deutschlands vielseitigsten und besten Darstellern: Götz George. Nur wenige Tage später folgte ihm dann ein Held unserer Kindheit und Jugend: Bud Spencer.

    Das Jahr 2016 ist weiterhin gnadenlos in seinem Umgang mit Idolen und Legenden: Während Bud Spencer, die Filmlegende aus Neapel, am Montagabend im Alter von 86 Jahren im Kreis der Familie verstorben ist, wurde auch bekannt gegeben, dass der fantastische Schauspieler Götz George schon am 19. Juni mit 77Jahren für immer eingeschlafen ist. Zwei Menschen, zwei großartige Filmvermächtnisse. Deswegen wollen wir noch einmal zurückblicken auf diese zwei, die auf ihre eigene Art eine Zeit geprägt haben.

    Bud Spencer - Dampfhammer und Bohnen en masse

    "Futtetènne!", das war das Lebensmotto von Carlo Pedersoli alias Bud Spencer. Im übertragenen Sinn bedeutet der Ausspruch in etwa "Platz da, ich lebe mein Leben!". Wörtlich aus dem neapolitanischen Dialekt übersetzt, könnte man auf liebenswerte Weise auch einfach "Scheiß drauf!" sagen. Diese Einstellung nahm sich der Sohn eines Industriellen zeitlebens zu Herzen, ließ sich vom Leben leiten, verlor nie die Bodenhaftung und eroberte sein Publikum im Sturm. Dabei kam Carlo Pedersoli nur zufällig zur Schauspielerei.

    Olympionike

    Bud Spencer und Terence Hill Bud Spencer und Terence Hill in "Vier Fäuste für ein Halleluja": Sie kannten sich schon aus ihrer Jugend und sind bis ins hohe Alter Freunde geblieben. Quelle: 3L Geboren wurde Pedersoli am 31. Oktober 1929 in Neapel, worauf er stets großen Wert legte. Er war Neapolitaner, kein Italiener! Als junger Mann widmete er sich voll und ganz dem Schwimmsport. Dabei war er nie sonderlich strebsam, verpasste regelmäßig das Training, rauchte wie ein Schlot und schwamm trotzdem Rekorde. Mit 21, im Jahr 1950, schwamm er als erster Italiener die 100 Meter unter einer Minute, und das, obwohl er die drei Jahre zuvor kaum trainiert hatte. 1952 und 1956 nahm er für Italien bei den Olympischen Spielen teil. Ein Jahr später hing Pedersoli die Sportlerkarriere an den Nagel, weil er das Gefühl hatte, der Erfolg würde ihm zu schnell zu Kopf steigen.

    Buddy wird geboren

    In den Folgejahren versuchte er immer wieder Neues, traute sich neue Wege zu gehen, fackelte - wie später in seinen Filmen - nicht lange, sondern packte Gelegenheiten beim Schopf. Von langfristigen Plänen im Leben hielt er nicht viel. Er studierte Jura, half In Südamerika beim Bau der Panamericana, schuftete in einer Automobilfabrik in Caracas. Geld warfen diese Jobs nie viel ab. Pedersoli hatte Schulden, also versuchte er sich anders über Wasser zu halten. Mit 31 kehrte er nach Italien zurück und nahm kleine Statistenrollen an. Eine seiner ersten: ein Leibwächter an der Seite Neros in "Quo Vadis" mit Peter Ustinow.

    Bud Spencer neben Terence Hill in "Gott vergibt ... Django nie!" Bud Spencer neben Terence Hill in "Gott vergibt ... Django nie!" Quelle: Adria Ausgerechnet seine Liebe zum Essen sollte ihm dann die Tür zur ganz großen Karriere öffnen: 1967 suchte Regisseur Guiseppe Colizzi für seinen nächsten Film ("Gott vergibt - Django nie!") jemanden mit Pedersolis Statur. Trotz einer utopischen Gagenforderung (anders hätte er seine Schulden nicht tilgen können) erhielt Pedersoli den Zuschlag. Um seinen Ruf als Sportler nicht zu schädigen, nahm er für den Part einen Künstlernamen an: Bud (aus Liebe zu Budweiser-Bier) Spencer (aus Verehrung vor Spencer Tracey).

    Bei den Dreharbeiten trifft Bud Spencer dann auch auf Mario Girotti, ebenfalls ein ehemaliger Schwimmer, den Spencer aus Jugendjahren kannte, und der sich später Terence Hill nennen sollte. Der Beginn einer innigen Freundschaft und einer fantastischen Karriere... der Rest ist Filmgeschichte.

    Vier Fäuste für ein Halleluja

    Nun hat Terence Hill, wie er selbst in einer ersten Reaktion nach der Todesnachricht Spencers sagte, seinen besten Freund verloren. Bis ins hohe Alter trafen sich die beiden immer wieder zu gemeinsamen Essen. Voller Demut betonte Spencer dabei stets, dass Hill ein echter Schauspieler wäre, er selbst nur Darsteller einer einzigen Figur: Bud Spencer. Mit 86 Jahren hat der Held unserer Jungend und Kindheit am 27. Juni nun diese Welt verlassen, und räumt im Himmel hoffentlich erst einmal gründlich auf, schließlich essen auch die Engel Bohnen. Spencers letzte Worte sollen angeblich "Danke!" gewesen sein. Das können wir an dieser Stelle nur zurückgeben: Danke Buddy! Für unvergessliche Filme, Spaß ohne Ende und einen Dampfhammer immer zur rechten Zeit!

    Götz George - Von der Bühne auf die große Leinwand

    Er selbst würde es vermutlich nicht witzig finden, aber die Vorstellung, dass Bud Spencer und Horst Schimanksi gemeinsam im Himmel einchecken Götz George in "Die Katze" Götz George in "Die Katze" Quelle: Constantin und erst einmal alles aufmischen, hat ihren Reiz. Mit der Figur des Ruhrpott-"Tatort"-Kommisars Schimanski machte sich Götz George unsterblich. Schimi soff, raufte, fluchte, er drückte dem Deutschen Fernsehen einen neuen Stempel auf. Doch Georges Anspruch war immer ein anderer. Er war ein Getriebener seiner Zunft, mit sich, seinem Umfeld und vor allem seinen Kritikern oft unzufrieden. Doch das machte Götz George auch so unverwechselbar. Er war einer der vielseitigsten und wohl auch einer der größten deutschen Darsteller der Gegenwart. Mit 77 Jahren starb George bereits am 19. Juni. Auf seinen eigenen Wunsch hin, verließ er diese Welt aber im Stillen, ohne großen Rummel, der ihm häufig zuwider war.

    Vom Theater zum Proll-Cop

    Geboren wurde George am 23. Juli 1938 in Berlin als Sohn einer Schauspielerfamilie. Das Talent war ihm also in die Wiege gelegt. 1950 feierte George sein Debüt am Berliner Hebbel-Theater, drei Jahre später sollte er seine erste kleine Filmrolle an der Seite von Romy Schneider in "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" erhalten. 1956 folgte die erste Hauptrolle in dem DEFA-Film "Alter Kahn und junge Liebe". Es folgten weitere Theater-Engagements und Filmrollen, unter anderem auch in den Filmen der Karl-May-Reihe.

    Götz George als Schimansky in "Loverboy" Götz George als Schimansky in "Loverboy" Quelle: dpa Sein großer Durchbruch beim Publikum gelang Götz George aber im Fernsehen: 1981 war er zum ersten Mal als Horst Schimanski im "Tatort" unterwegs. Insgesamt 29mal (inklusive zweier Kinofilme) schlüpfte George in die Rolle des Proll-Cops und machte Schimanski zum beliebtesten Tatort-Kommissar aller Zeiten.

    Großer deutscher Star

    In den Neunzigern feierte George aber auch in anderen, facetten-reichen Rollen Erfolge. "Der Totmacher", "Nichts als die Wahrheit", "Schtonk!" oder "Rossini" sind nur einige unvergessene Filme Georges. Was auffällt: Wie im wahren Leben spielte George oftmals einen Mann im Kampf mit sich selbst. Und meist hat er diesen haushoch gewonnen. In den letzten Jahren machte er sich vor der Kamera rar. Drehte pro Jahr noch ein, zwei Filme und kehrte dem eher ungeliebten Film- und Fernsehbetrieb lieber den Rücken. Auch oder vor allem aus diesem Grund verließ Götz George die große Bühne der Welt am 19. Juni dann auch im Stillen.

  • Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
    Von GTAEXTREMFAN
    Ehre, wem Ehre gebührt...Sarg in Rom aufgebahrt: Abschied von Bud Spencer - n-tv.de
    Von Herbboy
    Auch ein Tipp, um in Erinnerungen zu schwelgen: https://play.google.com/s... Das hatte ich schon vor einigen Monaten…
    Von sauerlandboy79
    Hier ein größeres Zitate-Sammelwerk zu Bud und Terence:In Gedenken an Bud Spencer: Seine besten Sprüche -…
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Im Himmel ist die Hölle los: Bud Spencer und Götz George sind tot
Kein gutes Wochenende für die Filmwelt: Wie erst am Sonntag bekannt wurde, verstarb bereits am 19. Juni einer von Deutschlands vielseitigsten und besten Darstellern: Götz George. Nur wenige Tage später folgte ihm dann ein Held unserer Kindheit und Jugend: Bud Spencer.
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28.06.2016
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