Killing Floor - Test: Wie gut ist die Left 4 Dead (dt.)-Konkurrenz?
Zombie-Spiele sind momentan anscheinend groß in Mode. Neben dem Dauerbrenner Left 4 Dead (dt.) erscheint bald der fünfte Teil der Resident-Evil-Reihe für den PC. Klammheimlich hat sich jedoch eine ehemalige Mod zu Unreal Tournament 2004 zu einem vollwertigen Spiel entwickelt und ist nun per Download über Steam erhältlich. Die Rede ist von Killing Floor. Zu Beginn einer Partie wählen Sie - der Battlefield-Reihe nicht unähnlich - eine Charakterklasse (in Killing Floor "Perk" genannt) nach Ihrem Geschmack aus. Ein Berserker setzt auf Nahkampfwaffen wie Äxte und Kettensägen, ein Commando schwört auf Maschinengewehre. Je nachdem, was Sie wählen, erhalten Sie diverse Boni, wie etwa verbilligte Waffen. Mit der Zeit steigen Sie in den jeweiligen Charakterklassen auf, wer beispielsweise Zombies mit der Axt beseitigt, steigert seinen Berserker-Level, wer Mitspieler heilt, seinen Sanitäter-Level. Das Spielprinzip von Killing Floor ist schnell erklärt. Sie (und Ihre Mitstreiter) werden von sieben Angriffswellen Zombies attackiert. Mit jeder Welle treffen Sie auf stärker werdende Untote, beispielsweise unsichtbare oder keulenschwingende Exemplare. Jeder Abschuss bringt Ihnen neben den bereits erwähnten Erfahrungspunkten virtuelles Geld.
Gerade die dumme KI fällt mit fortwährender Spieldauer immer mehr auf, zu leicht sind die Zombies auszutricksen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Um die Angriffe zu überstehen, verschanzen Sie sich geschickt. Sie dürfen beispielsweise Türen verschweißen, um sich effektiver verteidigen zu können. Nach einer Weile brechen die Zombies jedoch so geschaffene Hindernisse einfach nieder. Haben Sie eine Welle überlebt, dürfen Sie Ihr verdientes Geld in einem für kurze Zeit geöffneten Shop für neue Waffen und Munition ausgeben. Dabei sollten Sie darauf achten, das zulässige Gesamtgewicht nicht zu übersteigen. Wer beispielsweise eine Kettensäge ersteht, der kann nicht auch noch eine Schrotflinte mit sich herumtragen. Außerdem dürfen Sie hier bei Bedarf Ihre aktuelle Charakterklasse ändern. Nach einer Minute schließt das Geschäft, Sie werden unsanft vor die Tür gesetzt und die nächste Angriffswelle stürmt auf Sie ein. Während des Kampfes zeigt übrigens der Pfeil am oberen Bildrand zum nächsten Standort des Shops, es bietet sich also an, sich in der Nähe zu verschanzen, um möglichst viel Zeit zum Einkaufen zu haben.
Der Mehrspielermodus ist ganz klar das Herzstück von Killing Floor. Einen echten Einzelspielermodus suchen Sie ohnehin vergebens. Es gibt keine Story (bis auf die Tatsache, dass sich alles in London abspielt), keine Charaktere, keine Zwischensequenzen. Sie spielen lediglich auf den Mehrspielerkarten - allein, denn computergesteuerte Mitstreiter gibt es ebenfalls keine. Die unteren Schwierigkeitsgrade dienen Ihnen als Solist oder mit ein bis zwei Mitspielern höchstens als Training, denn sie fordern nur bedingt. Ab dem nächsthöheren Grad sollten Sie jedoch schon zu fünft oder zu sechst antreten, sonst gehen Sie hoffnungslos unter. Unabdingbar ist auch die Absprache untereinander, was Rückendeckung, Heilung und Charakterklassen angeht.
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Bildergalerie zu Killing Floor

Ich finde die Bewegungsabläufe der Zombies sehen bei Killing Floor total spastisch aus und auch die Protagonisten bewegen sich wie als hätten sie Blei in den…