"GTA 4 hätte indiziert werden müssen" - Zwölf Fragen an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann
Joachim Herrmann (CSU), bayerischer Innenminister.
PC Games: Sie berufen sich vielfach auf Prof. Christian Pfeiffer, den Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), der Selbstkontrollinstanzen wie die USK und FSK kritisiert und abschaffen möchte. Gleichzeitig ist das Institut Jahr für Jahr auf Millionen von Steuergeldern der Länderministerien angewiesen. Wie glaubwürdig, seriös und unabhängig sind Prof. Pfeiffer und das KFN nach Ihrer Auffassung?
Herrmann: Ich habe keinen Grund, an der Seriosität und Glaubwürdigkeit des Kriminologischen Instituts Niedersachsen zu zweifeln und erkenne keinen Zusammenhang zwischen der von Prof. Pfeiffer erhobenen Forderung nach einem Verbot von Killerspielen und einer staatlichen Unterstützung des Instituts. Prof. Pfeiffer war Justizminister der früheren SPD-Regierung von Niedersachsen; eine politische Abhängigkeit zur jetzigen CDU-Regierung besteht ja wohl kaum. Eher sehe ich finanzielle Abhängigkeiten von der Computerspielindustrie bei manchen Forschern, die einseitig die Wirkung von problematischen Computerspielen verharmlosen.
PC Games: Das deutsche Jugendschutzgesetz inklusive FSK- und USK-Prüfungen und Indizierungen gilt als das strengste und schärfste in ganz Europa. Spiele, die in Garmisch-Partenkirchen oder München indiziert oder verboten sind, können in Salzburg oder Basel selbst von Jugendlichen legal erworben werden. Gleiches gilt für die Frankreich oder die Niederlande. Sie hingegen fordern ein Verbot für diese Spiele. Sind deutsche und insbesondere bayerische Staatsbürger gefährdeter als die Bewohner unserer Nachbarländer?
Herrmann: Das deutsche Jugendschutzgesetz hilft nicht, wenn Spiele, die erst ab 18 Jahren freigegeben werden, in die Hände von Kindern gelangen, was nachgewiesen sehr häufig der Fall ist. In den von Prof. Pfeiffer aufgezeigten Beispielen wie beim Spiel "Grand Theft Auto IV" oder "Der Pate - Don Edition" hätte eine Indizierung anstelle einer Freigabe ab 18 durch die USK stattfinden müssen, was nicht der Fall war. Ihre Behauptung, diese Prüfungen seien die schärfsten in Europa, ist deshalb falsch.
PC Games: Sie fordern, dass nicht die USK, sondern die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) bei Spielen das letzte Wort haben sollte. Einen Indizierungsantrag für das häufig genannte Actionspiel "Counter-Strike" hat die Bonner Bundesbehörde vor sechs Jahren abgelehnt, die aktuelle Counter-Strike-Version ist ab 16 Jahren freigegeben. Wie begründen Sie die Verbotsforderung für dieses Produkt?
Herrmann: Ich habe kein Verbot von "Counter-Strike" gefordert, sehe allerdings mit Sorge den Suchtfaktor, den dieses Spiel besitzt, und der vielfach Ursache für schlechte schulische Leistungen bei Kindern und Jugendlichen ist.
PC Games: In einem Interview mit der ZEIT beklagen Sie, dass 18jährige Computerspiele an "17-, 16-, 15jährige" weitergeben. Fordern Sie demzufolge auch ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für Alkohol und Tabakwaren?
Herrmann: Nein.
PC Games: Wie wollen Sie ein Verbot von Erwachsenenspielen im Hinblick auf offene EU-Binnengrenzen konkret durchsetzen?
Herrmann: Ich fordere kein Verbot von Erwachsenenspielen, sondern ein Verbot gewaltverherrlichender Killerspiele. Zunächst fordern wir das Herstellungs- und Vertriebsverbot in unserem Wahlprogramm. Ein EU-weites Verbot muss auf der europäischen Ebene durchgesetzt werden. Auch im Ausland verfolgt man die in Deutschland laufende Debatte aufmerksam. Auch der Rat der EU-Innen- und -Justiz-minister hat sich mit der Thematik befasst. Die Diskussion in Deutschland wird dazu beitragen, dass auch in anderen Staaten vermehrt über Verbote nachgedacht wird. Im übrigen zeigt die Erfahrung, dass die Verbreitung eines Spiels, das verboten ist und damit nicht mehr beworben werden kann, massiv zurückgeht.
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Dieser alter Hocker Joachim wurde in seiner Kindheit von Eltern geschlagen, jetzt will er dafür die Rache geben.
Geeeee
Was denkst du was die sagen werden ?? Gar nichts weil die nichts zu melden haben!
Klar hat der Typ noch nie ein Spiel gespielt und ist mit Sicherheit nicht so ein "Fachmann" wie wir. Ich spiele seit mehr als 15 Jahren "Killerspiele" und war auch immer so eingestellt wie die meisten der kleinen Scheißer hier im Forum. Inzwischen bin ich aber Familienvater und denke auch etwas anders über diese Spiele. Allerdings sehe ich weniger das Problem in der USK und FSK sondern in dem wie die Kids an die Spiele kommen. Man sollte das ganze eher anders lösen um die "Kinder" von diesen Spielen weg zu bekommen.
Und das die Jugend immer gewalttätiger wird sieht man doch schon auf der Straße. Zu meiner Jugend haben wir unsere Streitereien noch mit Fäusten ausgetragen. Heute hat jeder verf.. kleine Scheißer ein Messer oder ne Gaspistole dabei. Und dank der amerikanischen Musikbranche ist es Cool wenn man angeschossen wurde wie 50Cent. Schlimm genug das ihr schlechte Musik macht.
Wahrscheinlich wurde ihm dann extra noch die brutalste Szene eines Spieles gezeigt und er denkt, dass alle Spiele so seien.