pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

US-Professor: Kein Zusammenhang zwischen Amokläufen und Videospielen

27.01.2009 10:33 Uhr
|
|

US-Professor: Kein Zusammenhang zwischen Amokläufen und Videospielen Christopher Ferguson ist assistierender Professor in Psychologie an der A&M International University in Texas und untersuchte die Verbindung zwischen brutalen Spielen und Amokläufen in Schulen. Sein Ergebnis: Es gibt keinen Zusammenhang.

In seinem Report "The School Shooting / Violent Game Link: Casual Relationship or Moral Panic?" konzentriert er sich auf das Massaker an der Virgina Tech, das Scharmützel im Einkaufszentrum von Utah sowie den Schusswechsel an der Northern Illinois University.
Ferguson sagte, dass es keine Beweise dafür gäbe, dass die Täter aufgrund von Videospielen so gehandelt hätten. Vielmehr seien es Pressespekulationen und dubiose Möchtegern-Untersuchungen, die das behaupten.

Kritische Töne in Richtung seiner Kollegen erlaubt sich Ferguson ebenfalls: "Eine kleine Gruppe Wissenschaftler war am lautesten als es um die Verbreitung der Anti-Games-Meinung ging. Oftmals wurden die Ergebnisse anderer Wissenschaftler wissentlich ignoriert, ein anderes Mal konnten sie nicht einmal Unstimmigkeiten in ihren eigenen Untersuchungen erklären."

Ebenfalls interessant:
US-Studie: Spieler "sind alkohol- und drogenaffin"
Streitfall Entschärfung: Machen Spiele durch Bluteffekte und Splatter mehr Spaß?
GMK distanziert sich vom Kölner Aufruf - "Andersdenkende unter Pauschalverdacht"
"Spiele sind massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz"

   
Sebastian Thöing
Langsam wird's öde...
Auch wenn die Untersuchung diesmal pro Spieler ausfällt, reicht es langsam mit dem Hin und Her. Mal sind Videospiele das pure Böse, mal sind sie es nicht. Stichhaltige Untersuchungen und Statistiken existieren nicht. Der Kölner Aufruf setzte dem Ganzen die Krone auf und zog die Diskussion endgültig ins Lächerliche. Schlimm, dass Wissenschaftler und Politiker den Vorstoß mit ihrer Unterschrift unterstützten. Eine Frage hätte ich da: Haben die nichts Besseres zu tun? In Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise wohl eine durchaus angebrachte... Was damals Rockmusik war, sind heute Videospiele. Was wird es in Zukunft sein?
   
Online-Redakteur
Moderation
27.01.2009 10:33 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
12.03.2009 17:50 Uhr
Oha, habt ihr ein Professor gefunden der meint, dass Amokläufe nix mit diesen Spielen zu tun haben, unter den ganzen anderen, die das doch glauben. Hut ab. Saubere Leistung. Kocht euch noch ein paar halbgare Argumente, die ihr gegen Expertenmeinungen haltet um euer Hobby zu verteidigen.
Benutzer
Bewertung: 0
28.01.2009 19:27 Uhr
Vielen Dank für den Hinweis!
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.01.2009 16:54 Uhr
Dieser Professor lügt weil er von der Killerspielindustrie dafür bezahlt wird.
Pfeiffer 4 President!!!!
 
Community Officer
Bewertung: 0
27.01.2009 16:03 Uhr
die medien sind halt oft rückzugsgebiete für "gestörte" leute, und dann können sie natürlich eine vorlage für eine tat geben. es wird aber kein halbwegs reifer mensch, der ein halbwegs geregeltes leben hat, einfach nur durch extremen konsum von gewaltfilmen/musik/spielen - oder noch allgemeiner: konsum von geschichten "amoklaufen".

bei labilen personen oder auch kindern, die nicht mehr oder noch nicht die realität zu 100%begreifen, können natürlich übermäßig einseitig auf "machste gewalt, biste gut"-geschichten schon eher dazu führen, dass sie das auch mal "in echt" umsetzen. wenn man zB mal bei jungen kids umhört, die "heimlich" dank internet und handys massen an pornos konsumieren können, denken nicht wenige von denen, dass die sachen in den pornos normal und üblich seien auch für das normale leben. da macht ne 14-jährige nen "gangbang" mit, weil sie meint, das sei normal... ebenso KÖNNEN manche kiddies, wenn sie NUR filme/spiele/musik mit der message "kommt dir einer blöd, mach ihn halt fertig" konsumieren, ebenso ein falsches weltbild bekommen. das is ja auch einer der gründe für altersgrenzen bei medien.


natürlich muss da immer hinzukommen, dass das "reifere" umfeld sich nicht genug um diejenigen kümmert. aber selbst aufgrund von rein mündlich überlieferten grusel/helden-geschichten haben schon kinder, auch vor jahrhunderten, mal blöde dinge gemacht...  



und zu dem professor: nett von ihm, aber um zusammenhänge zwischen games und "amokläufen" zu erkennen oder sie zu verneinen, gab es noch lang nicht genug "amokläufe" von leuten, die zumindest AUCH MAL "shooter" spielen, um eine statistisch-wissenschaftlich valide aussage zu treffen...
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.01.2009 15:41 Uhr
Faktoren sind doch immer die Musik, die Filme und die Spiele die derjenige gehört, gesehn und gespielt hat. Sprich wenn einer Roy Black hörte, Sissi guckte und dabei öhmm Sims 2 spielte, tja da gibbet so ein Problem. Wo is dann der Sündenbock für die Medien und Staatsanwaltschaft?
Amokläufer sind labile, meistens in sich gekehrte Leute und meisten hochintelligent Menschen. Jüngstes Beispiel, der Kerl in Belgien, 20 Jahre alt, Klassenprimus und ja auch relativ unaufällig, bis auf das seine ehemaligen Klassenkameraden ihn schon was komisch fanden. So gesehn, auch wenn dieser Mensch scheisse baut, tun mir die Menschen sehr Leid. Aber wie gesagt Amoklaufauslöser gibbet genug, denke auch ausserhalb von PC/TV/Musik.
In ner früheren Bravo, gabs mal so ein Fall, und wer war schuld, Metallica.

Verwandte Artikel

44°
 - 
Das Fernsehmagazin Spiegel TV hat den Anschlag auf dem Frankfurter Flughafen von Anfang März, bei dem zwei US-Soldaten getötet wurden, zum Anlass genommen, eine Videoreportage zu veröffentlichen. Darin gehen die zuständigen Redakteure unter anderem auf die möglichen Hintergründe der Tat ein. Im Bericht kommt auch Call of Duty: Black Ops zum Einsatz, das von Spiegel TV als "Killerspiel" beschrieben wird und das angeblich auf dem Rechner des Attentäters installiert war. mehr... [44 Kommentare]
17°
 - 
Im Schatten des Berliner Fernsehturms, direkt am Alexanderplatz, finden derzeit die Deutschen Gamestage 2011 statt - neben der GDC Europe das wichtigste Klassentreffen der deutschen Spielebranche, die dank Browsergames boomt wie nie. Zum Auftakt mussten extra weitere Stühle in den Saal gebracht werden, damit alle Platz hatten, um den Ausführungen von Adventure-König Charles Cecil, den Erfindern von Wer wird Millionär oder Bigpoint-Bigboss Heiko Hubertz lauschen zu können. PC Games fasst die besten Statements des ersten Tages zusammen. mehr... [1 Kommentar]
12°
 - 
Die Universität Köln hat eine Studie abgeschlossen, die belegt, dass durch das Spielen von Computerspielen kein erhöhtes Aggressionspotential erzeugt wird. Nur damit verbundene Begriffe seien von negativen Vorurteilen durchsetzt. mehr... [10 Kommentare]