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Schweiz setzt Verbot von Killerspielen durch - Altersfreigabe-System wird eingeführt

19.03.2010 13:37 Uhr
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Der Schweizer Nationalrat hat den Bundesrat verbindlich damit beauftragt, einen Gesetzesentwurf vorzubereiten, der das Verbot sogenannter Killerspiele vorsieht. Außerdem soll es bald ein Altersfreigabe-System ähnlich der PEGI geben.

Evi Allemann von der Sozialdemokratischen Partei. Evi Allemann von der Sozialdemokratischen Partei. Update vom 18. Februar 2010:
Die Schweiz hat ein Verbot sogenannter Killerspiele verabschiedet. So beauftragt der Nationalrat der Schweiz den Bundesrat verbindlich damit, eine gesetzliche Grundlage vorzulegen, die die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen in denen grausame Gewalttäigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Erfolg führt verbietet. Kurz gesagt: Der Bundesrat soll ein Gesetzt vorlegen, um Killerspiele verbieten zu können. Im Gespräch mit der Schweizer Zeitung 20 Minuten Online gab Evi Allemann, Initiatorin des Vorstoßes und Mitglied der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP), zu verstehen, dass sich das Verbot - ähnlich wie in Deutschland - wohl lediglich auf ein Dutzend Spiele auswirken würde. Darunter fallen Mortal Kombat und Manhunt, nicht aber Titel wie Counter-Strike. Doch damit nicht genug, denn Allemann will auch im Internet striktere Regeln durchsetzen. "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die Kontrolle und Strafverfolgung im Web beschäftigt die Fachleute stark. Das Problem stellt sich ja auch in völlig anderen Bereichen wie bei der Kinderpornographie oder rassistischen Inhalten. Heute ist deshalb auch eine Art Internetpolizei am Entstehen, die Missbräuche ahndet", sagte sie im Interview mit 20 Minuten Online.

Alleman sieht es als erwiesen an, dass der andauernde Konsum von Action-Spielen Einfluss auf die Aggression der Rezipienten habe. Das Verbot soll für alle Altersgruppen gelten. Damit will Allemann den Spielern nicht ihr Hobby nehmen, sondern lediglich wahren, dass die Schweiz "diejenigen Spiele aus dem Verkehr zieht, die die Grenze des in unserer Gesellschaft Akzeptierten überschreiten." Über das Verbot hinaus wurde ein Altersfreigabe-System beschlossen, dass sich an der PEGI-Regelung orientiert. Damit wird es weniger streng als die deutsche Regelung mit der USK.

Welche tatsächlichen Auswirkungen das Verbot und die Neuregelung mit sich bringen, ist noch nicht abzusehen. Vor dem Beschluss hagelte es im Internet Proteste gegen die Initiative. Petitionen und Foren-Einträge verpufften allerdings.

Update vom 17. Februar 2010:
Die Schweiz will die Jugend besser vor sogenannten Killerspielen schützen. So soll das Jugendschutzgesetz der Schweiz verschärft werden. Bereits zwei Vorschläge zur Verschärfung liegen vor, einer wurde einstimmig angenommen und dieser sieht ein Verkaufsverbot der Gewaltspiele an Kinder und Jugendliche vor. Der zweite Vorschlag, ein absolutes Verkaufsverbot - also auch für Erwachsene geltend - wurde mit neun zu drei Stimmen angenommen. Eine eindeutige Klärung, welcher Vorschlag in Zukunft gilt, ist bislang nicht getroffen worden. Momentan werde laut golem.de überlegt, ob das PEGI-System oder eine USK-ähnliche Institution in der Schweiz eingeführt wird.

Originalmeldung vom 04. Februar 2010:
Roland Näf Roland Näf Obgleich Deutschland und die Schweiz gerade aktuell juristisch nicht unbedingt auf einer Wellenlänge zu liegen scheinen, so orientiert man sich bei unserem Nachbarn im Süden offenbar doch, zumindest vereinzelt, mitunter auch gerne an hiesigen gesetzlichen Gegebenheiten: Man ahnt es schon, bei diesem Wortlaut und in diesem Kontext kann es eigentlich wieder mal nur um das leidige Thema "Killerspiele" gehen. Zu diesem Thema hat sich Roland Näf, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SP) und Abgeordneter im Parlament des Kantons Bern, nun in einem Interview mit dem Schweizer Online-Magazin Tink geäußert. Pädagoge Näf prangert an, dass die Schweiz das einzige Land in Europa ohne mediale Schutzmechanismen sei. Dementsprechend fordert er zunächst die Einführung verbindlicher Altersfreigaben für Computer- und Videospiele.

Allerdings führen seine Überlegungen noch weiter, wenn er davon ausgeht, dass Spiele in denen man "für grausame Gewalt Punkte erhält" in 5 Jahren gänzlich verboten sein werden. Niemand müsse solche "Metzgereien" wie er sie plakativ nennt, spielen, auch Erwachsene nicht. Wer das Gegenteil behaupte sei psychisch krank.

Dabei sieht er in der Grausamkeit selbst nicht einmal als das eigentliche Problem an, sondern vielmehr den Umgang mit derselben. Wer im Spiel Gewalt erlebe, der würde sich auch im wirklichen Leben nicht mehr lange mit Diskussionen aufhalten. In diesem Zusammenhang schließt er auch einen negativen Einfluss auf das Sexualverhalten nicht aus. Immerhin relativiert er auf Nachfrage seine Thesen dahingehend, dass zumindest nicht jeder Spieler davon betroffen sein müsse.

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19.03.2010 13:37 Uhr
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21.03.2010 23:49 Uhr
fahr mal mit nem auto durch die schule.
die meisten amokläufer haben doch was gegen ihr soziales umfeld und wollen in der schule mal allen zeigen dass es auch anders geht.
mit schusswaffen is sowas einfach viel gravierender als mit nem auto oder stichwaffen oder sowas. man kann einfach nich überwältigt werden.
Erfahrener Benutzer
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21.03.2010 21:16 Uhr
Zitat: (Original von nikiburstr8x;8598749)
Zitat: (Original von think1;8596148)
ch kenne auch eine methode um amokläufe zu verhindern. ein generelles schusswaffenverbot.
warum kommt das nich? es is doch das offensichtlichste der welt. wo waffen sind wird geschossen.
man muss doch nur mal besoffen nen ausraster kriegen und schiesst irgend nen arsch um.


Und da hilft ein generelles Waffenverbot?

Im Suff kann ich auch ein Auto nehmen und damit reihenweise Leute umfahren - also muss ein Auto-Verbot her? :o
So ganz vergleichen kann man das nicht. Das Auto ist ein wichtiger, zum Teil auch unentbehrlicher Gebrauchsgegenstand. Waffen benötigt man (vom Jäger oder ähnlichem abgesehen) nur zur Ausübung seines Hobbys.
Ein Waffenverbot würde vielleicht nicht alle Amokläufe verhindern, aber so ganz abwägig ist der Gedanke nicht. Fast ausnahmslos wurden Waffen nicht über den Schwarzmarkt gekauft, wie man es auch vermuten könnte, sondern standen im Zusammenhang mit legalem Besitz.
Community Officer
Bewertung: 0
21.03.2010 20:07 Uhr
Zitat: (Original von think1;8596148)
ch kenne auch eine methode um amokläufe zu verhindern. ein generelles schusswaffenverbot.
warum kommt das nich? es is doch das offensichtlichste der welt. wo waffen sind wird geschossen.
man muss doch nur mal besoffen nen ausraster kriegen und schiesst irgend nen arsch um.
 

Und da hilft ein generelles Waffenverbot?

Im Suff kann ich auch ein Auto nehmen und damit reihenweise Leute umfahren - also muss ein Auto-Verbot her? 
Erfahrener Benutzer
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20.03.2010 13:30 Uhr
lösch mich!!!!
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.03.2010 13:25 Uhr
Gott sind die dämlich. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Jetzt warte ich nur noch auf News wie, Die Schweiz, Raubkopierer Nation Nr1.
Ja glauben die denn das plötzlich keiner mehr "killerspiele" zuhause hat! Da könnte man ja auch gleich denken dass Deutschland nächstes Jahr schuldenfrei ist.
Wie engstirnig sind die Schweizer Politiker eigentlich und wie stellen die sich die Zukunft vor?! Soweit hat wahrscheinlich keiner gedacht.

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