pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

Regine Pfeiffer zur Killerspiele-Diskussion und neues Video von Matthias Dittmeyer

28.04.2009 17:16 Uhr
|
|
Nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden entbrannte erneut die emotionale Debatte um so genannte Killerspiele.

Regine Pfeiffer im Gespräch mit cynamite.de. Regine Pfeiffer im Gespräch mit cynamite.de. Cynamite.de bleibt objektiv und spricht mit Regine Pfeiffer, Schwester des Kriminologen Dr. Christian Pfeiffer, bekannt durch ihren Vergleich Electronic Arts mit einer "Schweinefirma". Wie kam es zu dieser Entgleisung? Will Frau Pfeiffer wirklich ein Verbot von Gewaltspielen? Was treibt sie an, sich mit 68 Jahren dem Thema Computer- und Videospiele zu widmen? Auf welchen wissenschaftlichen Thesen fußt Regine Pfeiffers Argumentation? Welche Probleme ergeben sich daraus?Antworten darauf finden Sie im informativen Interview auf cynamite.de.

Außerdem widmete sich Matthias Dittmeyer erneut den Killerspielen und versucht im neuesten Video, das Thema auch Branchenfremden beizubringen. So versucht er mithilfe von Playmobil-Figuren den Mehrspieler-Shooter Counter-Strike zu erklären. Ebenso interessant wie unterhaltsam. Ferner geht er auf die von Politikern immer wieder verwendeten Studien ein und versucht, sie möglichst objektiv gegenüberzustellen. Das Video finden Sie unterhalb der Meldung. Mehr dazu lesen Sie auf stigma-videospiele.de.

Online-Redakteur
Moderation
28.04.2009 17:16 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
06.05.2009 01:44 Uhr
Endlich mal ein niveausvoller Beitrag in diesem aufgeheiztem Diskussionsklima.

Früher wurde gegen das Kinderspiel "Cowboy und Indianer" gewettert. Leider hatten unsere Altvorderen bei diesem Gewetter vergessen, daß sie selber aber als Kinder "Räuber und Gendarm" gespielt haben.

Unsere "Gutmenschen" versteigern sich leider in Ihrem Wahn, uns Ihre Weltsicht aufzwingen zu müssen, sogar zu Lügen und Halbwahrheiten.
Nicht wesentlich anders verhält es sich mit diesen "Studien", die einen Zusammenhang von Spielekonsum und Gewalttätigkeit herstellen sollen. Mir fehlt in diesen Machwerken (Ich weigere mich soetwas eine Studie zu nennen!) das, was eine wirkliche wissenschaftliche Studie ausmacht: Gegenargumentation und Verifikation.
Es wird Argumentiert, daß 4 von 7 Tätern mit Gewaltspielen in Kontakt gekommen sind. Allerdings ist unbestritten, daß 7 von 7 Tätern zur Schule gegangen sind. Wie kann man da einen Zusammenhang ignoriern? Antwort: Politische Propaganda und Polemik.
Wenn ich richtig informiert bin, dann hatten nähmlich alle 7 Täter starke Probleme im schulischen Bereich. R. St. aus Erfurt wurden vom Staat die Zukunftausichten zerstört und ihm eine halbwegs erträgliche Existenz versagt. Weil er an einer weiterführende/höheren Schule die Prüfung nicht schaffte, hatte er überhaupt keinen Schulabschluß. Damit galt er als für jeden (aber vor allem für Beamte bei Arbeitsamt etc.) als ungebildet und wurde in der sozialen Herachie noch unter einem Hauptschulabsolventen einsortiert, obwohl er ein Gymnasium besuchte. Wer nicht gerade mit dem Klammerbeutel gepudert ist, weiß was das heißt! Übrigends bedurfte es erst dieser Tragödie um diesen Mißstand abzuschaffen und Durchfallern wenigstens einen geringeren Schulabschluß zu bescheinigen.

Wer ist also an solch einer Tat Schuld? Videospiele? Oder doch eine Politik, die unseren Kindern die Zukunft verbaut?
Ich behaupte Letztere.
Benutzer
Bewertung: 0
02.05.2009 22:30 Uhr
das video zum artikel ist sehr gut gemacht.
der macher hat es erstklassig verstanden in seinen darstellungen dem infantil-einfachen
verhältnissen in politikergehirnen rechnung zu tragen was hoffen lässt das dieses video auch in diesen kreisen verstanden werden KÖNNTE.

das dilemma ist eben das die politiker anhand manipulativ von erklärten spielehassern präsentierten ausschnitten von spielen urteilen ohne jemals selbst gespielt zu haben bzw dies überhaupt für nötig befinden.
zudem werden in fernsehdiskussionen immer wieder spiele zitiert (deren namen dann oft nicht genannt wird) werden die es zumindest meines wissen SO entweder gar nicht gibt oder die hier verboten sind.
so wurde in einem beitrag am nächsten tag des amoklaufes ein spiel zitiert bei dem es ziel wäre "nach hilfe suchende frauen, alte und kinder zu erschießen um so ein level aufzusteigen".
ich hab so ziemlich alles gezockt oder zumindest mal gesehen und ich weiß das es einige recht sehr abseitige spiele gibt.
aber SO etwas hab ich noch nie gehört, SO etwas wäre verboten und das zurecht.
ich seh in der spielediskussion keinen handlungsbedarf in sachen jugendschutz.
wichtig ist einzig und allein die das er auch eingehalten wird,sprich verkäufer wachsam sind und sich eltern auch mal dafür interessieren was ihre sprößlinge den ganzen tag treiben.
handlungsbedarf seh ich dagegen umsomehr
im sozialen,schulischen und gesamtgesellschaftlichem wertekanon bzw die überarbeitung und hinterfragung jenes welchen.alles sind aber dinge die arbeit, geld und mut zur veränderung erfordern.....ähm, zeit ham wir keine, für kinder und jugendliche schon mal gar nicht, geld ham wir auch nicht, für so unwichtiges wie soziales, schule und jugendeinrichtungen erst recht nicht, da gehen SO viele andere sachen vor, wo denken sie denn hin?
mut zur veränderung?ich bitte sie,ich bin politiker, man kann von uns einiges erwarten, aber DAS geht dann eben doch zu weit, also doch lieber plakativ spiele verbieten.......kost ja nix.....
Benutzer
Bewertung: 0
02.05.2009 12:27 Uhr
Zitat: (Original von baiR am 01.05.2009 23:00)

Ich habe das zwar jetzt nicht mehr aber früher hätte ich mir bei Spielen wie Dead Space fast in die Hose gemacht.
Silent Hill-Spiele habe ich auch immer gerne gespielt weil diese Spiele mehr auf Psyche gemacht sind.
Ich will nicht das sie härter bewertet werden sollen aber solche Spiele finde ich auch viel härter als Actiongames mit noch so viel Splatter.


Das stimmt... wir geht es genau so, aber ich finde einfach keinen Weg das sinnvoll (!) vor der Jugend zu schützen... sobald man 18 ist ist es ja eigentlich eh egal, daher bin ich gegen geschnittene spiele, aber naja...

Ach ja, wenn du solche spiele Mags könnte dir Call of Cthulhu empfehlen... es ist zwar schon etwas älter, und die grafik ist nicht die beste, aber sie reicht aus...
Ich finde es bei diesem spiel beeindruckend gemacht, dass nicht nur dem spieler durch schockeffekte, oder angedeutete bedrohungen angst gemacht wird, sondern dass auch der character im spiel, wenn er zu viel übernatürliches sieht erst anfängt alles verschwommen zu sehen, zu taumeln, und sich irgendwann selber erschießt wenn man Pech hat... Zudem werden auch selbst einfache ängste wie höhenangst dargestellt...

Am anfang würde ich dieses als first-person advanture bezeichnen, da du erst als dedektiv jemanden suchen musst, und im späteren verlauf des spiels wirst du zum gejagten... Ich habe es noch nicht durchgespielt, aber meiner meinung nach hat es eine der besten atmosphären die ich bis jetzt erlebt habe...
hier mal ein Trailer:
http://www.youtube.com/wa...
LG
Fabian
Community Officer
Bewertung: 0
02.05.2009 09:48 Uhr
Zitat: (Original von der-jo am 30.04.2009 18:32)
Computerspiele sind schon lange kein Isolations - sondern ein Integrationsfakor der heutigen Gesellschaft.

Wobei in der Politik wie in der "älteren" Gesellschaft, diese Botschaft noch nicht angekommen ist.

Ich halte es für sehr bedenklich, wenn im "Nachtcafe" ein gewisser Prof. Manfred Spitzer Computerspiele (Killerspiele) als größeres Problem ansieht als z. B. ein zerüttete Familie. Ich kann nachvollziehen, das Computerspiele als Katalysator für die Isolation und den Verlust sozialer Kontakte fungieren können, daraus also ein Teufelkreis wird, der dich immer weiter hinab zieht.
Jedoch gewaltverherrlichende Spiele als Hauptargument für die Verrohung unserer Gesellschaft hinzustellen und den meines Erachtens sehr viel wichtigeren Faktor "soziales Umfeld" unter den Tisch zu kehren ist einfach nur bedenklich.

Da muss noch jede Menge Aufklärungsarbeit geleistet werden, damit unser aller Hobby nicht mehr derartig stigmatisiert wird.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
01.05.2009 23:00 Uhr
Zitat: (Original von thefabian am 01.05.2009 20:09)

Ich bin immer Versucht zu sagen, dass man spiele bei denen es horden von gegnern gibt, und diese noch so brutal zerlegt werden, eher ab 16 oder unzensiert sein sollten, als spiele die eher mit der unbewussten, oder bewussten angst des spielers spielen...
Aber dies ist halt eher auf meine Persönlichkeit "zugeschnitten"...


Ich habe das zwar jetzt nicht mehr aber früher hätte ich mir bei Spielen wie Dead Space fast in die Hose gemacht.
Silent Hill-Spiele habe ich auch immer gerne gespielt weil diese Spiele mehr auf Psyche gemacht sind.
Ich will nicht das sie härter bewertet werden sollen aber solche Spiele finde ich auch viel härter als Actiongames mit noch so viel Splatter.

Verwandte Artikel

44°
 - 
Das Fernsehmagazin Spiegel TV hat den Anschlag auf dem Frankfurter Flughafen von Anfang März, bei dem zwei US-Soldaten getötet wurden, zum Anlass genommen, eine Videoreportage zu veröffentlichen. Darin gehen die zuständigen Redakteure unter anderem auf die möglichen Hintergründe der Tat ein. Im Bericht kommt auch Call of Duty: Black Ops zum Einsatz, das von Spiegel TV als "Killerspiel" beschrieben wird und das angeblich auf dem Rechner des Attentäters installiert war. mehr... [44 Kommentare]
17°
 - 
Im Schatten des Berliner Fernsehturms, direkt am Alexanderplatz, finden derzeit die Deutschen Gamestage 2011 statt - neben der GDC Europe das wichtigste Klassentreffen der deutschen Spielebranche, die dank Browsergames boomt wie nie. Zum Auftakt mussten extra weitere Stühle in den Saal gebracht werden, damit alle Platz hatten, um den Ausführungen von Adventure-König Charles Cecil, den Erfindern von Wer wird Millionär oder Bigpoint-Bigboss Heiko Hubertz lauschen zu können. PC Games fasst die besten Statements des ersten Tages zusammen. mehr... [1 Kommentar]
12°
 - 
Die Universität Köln hat eine Studie abgeschlossen, die belegt, dass durch das Spielen von Computerspielen kein erhöhtes Aggressionspotential erzeugt wird. Nur damit verbundene Begriffe seien von negativen Vorurteilen durchsetzt. mehr... [10 Kommentare]