pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

Killerspiele

Potsdamer Forscher: "Kein Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Computerspielen"

18.12.2009 14:22 Uhr
|
Neu
|
Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) befragt Dr. Stephan Günzel vom Potsdamer Zentrum für Computerspielforschung (Digarec) zu den Themen "Killerspiele" und Suchtgefahr von Computerspielen.

Infinity Wards Modern Warfare 2 sei "Dank", steht das leidige Thema "Killerspiele" momentan wieder ganz oben auf der Agenda diverser, nicht nur branchenfremder Publikationen. So auch bei der in Potsdam ansässigen Märkischen Allgemeinen (MAZ), die in einem aktuellen Artikel zum Thema allerdings nicht nur die altbekannten, klischeebehafteten Argumente der Computerspiele-Kritiker wiederkäut, sondern eine wirkliche Kompetenz auf dem Gebiet zu Wort kommen lässt: Dr. Stephan Günzel vom Potsdamer Zentrum für Computerspielforschung (Digarec). MAZ MAZ Der studierte Philosoph vertritt dann auch eine eher differenzierte Sicht der Dinge und sieht keinen Zusammenhang zwischen der Begehung von Gewalttaten und dem Spielen gewalthaltiger Computerspiele. Viel eher sei es sogar so, dass vorhandene Gewaltphantasien im Spiel ausgelebt werden könnten.

Auch den sorglosen Umgang mit dem populistischen Begriff des "Killerspiels" sieht Günzel kritisch, da sinnlose Anwendung von Gewalt fast nie Inhalt von Computerspielen sei. Die Rahmenhandlung eines Spiels liefere in fast allen Fällen eine, wie auch immer geartete Legitimation, für das Geschehen auf dem Bildschirm.

Befragt zum Thema Suchtgefahr von Computerspielen (laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen sind 3% der männlichen Neuntklässler betroffen), antwortet er, dass insbesondere Online-Rollenspielen wie World of Warcraft, durchaus eine solche bergen würden. Es existierten durchaus Fälle, in denen Spieler die virtuellen Welten bereits dem -neudeutsch- "Real Life" vorziehen würden. Grund sei, dass im Spiel, im Gegensatz zur Wirklichkeit, meist nur das Treffen von äußerst simplen Entscheidungen gefragt sei ("Schiessen? - Ja./Nein.").

Erfahrener Benutzer
Moderation
18.12.2009 14:22 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
18.12.2009 22:37 Uhr
Könnte ja auch kaum anders sein. Bisher gab es nirgends Belege für eine negative Beeinflußung und zwar nicht nur generell, sondern auch nicht im speziellen beim Thema jüngere Spieler. Nirgends findet sich eindeutiger, wissenschaftlicher Beweis für einen Zusammenhang. Nicht bei Minderjährigen, nicht bei…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
18.12.2009 18:36 Uhr
Pah der Mann wird doch von der Killerspieleindustrie bezahlt.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
18.12.2009 18:18 Uhr
Alt bekannt....