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Killerspiele

Online-Shop-Indizierung: KJM befürchtet Empathieverlust bei Kindern und Jugendlichen

22.06.2009 16:14 Uhr
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Die KJM will drei Online-Shops, darunter gameware.at und gamesonly.at, auf den Index setzen lassen. Wegen der angebotenen Produkte sei "sozial-ethische Desorientierung" bei Kindern und Jugendlichen zu befürchten.

Das KJM-Logo Das KJM-Logo Gameware.at, gamesonly.at und ein weiterer österreichischer Online-Shop sollen auf den Index gesetzt werden. Diese Meldung sorgte jüngst für Empörung in der Spieler-Gemeinde, gar verbreitete sie sich wie ein Lauffeuer durch die deutsche Medienlandschaft. Den Antrag hierzu stellte die bayerische Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Medien (BPjM). Demnach beanstandet die KJM, dass die Versandhändler auf ihren Webseiten Spiele anbieten, die nach deutschem Recht indiziert sind. Des Weiteren wurde dem Betreiber von Gameware.at eine zweiwöchige Frist gesetzt, um etwaige Einwände gegen die drohende Indizierung vorzubringen. "Wir haben natürlich unseren Anwalt eingeschaltet und erheben Einspruch. Die Gründe für den Einspruch sind der Verstoß Die KJM-Mitglieder Die KJM-Mitglieder gegen Wettbewerbsrecht und den Gleichheitsgrundsatz", sagte Chris Veber von gameware.at im Interview mit pcgames.de. "In diesen Spielen wird Gewalt als selbstverständliche Handlungsoption und als einziges Konfliktlösungsmittel präsentiert. Bei Kindern und Jugendlichen ist durch das Zugänglichmachen und den Vertrieb derartiger Inhalte eine sozial-ethische Desorientierung zu befürchten, das Risiko einer Verrohung und eines nachhaltigen Empathieverlustes von Kindern und Jugendlichen ist nicht auszuschließen", erklärt Cornelia Freund, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der KJM, auf Anfrage von pcgames.de.

"Es bleiben hunderte andere Websites in der EU und tausende weltweit, die nicht indiziert werden, übrig. Hinzu kommen der Verstoß gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung und falsche Angaben seitens der KJM, denn wir versenden nicht an Minderjährige und haben keine Gewaltvideos auf gamesware.at. Wir verstoßen gegen kein österreichisches Recht", ist sich Veber von gameware.at sicher.

Dr. Günther Beckstein hält eine Rede im Rahmen '5 Jahre KJM'. Thema: 'Wie nimmt die Öffentlichkeit Jugendmedienschutz wahr?' Dr. Günther Beckstein hält eine Rede im Rahmen "5 Jahre KJM". Thema: "Wie nimmt die Öffentlichkeit Jugendmedienschutz wahr?" Auch gamesonly.at gerät ins Visier: Nach Auffassung der KJM sei das Internetangebot gamesonly.at gemäß §18 Abs. 1 JuSchG zu indizieren, da es geeignet sei, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden. "Das Angebot ist mindestens als jugendgefährdend einzustufen", heißt es in dem Brief von der KJM an die BPjM. Auch die auf der Webseite gezeigten Screenshots und Trailer nimmt die KJM sprichwörtlich ins Fadenkreuz. "Nachdem nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich bei den dargebotenen Trailern und Screenshots um Kunst i.S.d. Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG handelt, ist ein Abwägungsprozess zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz vorzunehmen, da nicht nur der Kunstfreiheit, sondern auch dem Jugendschutz Verfassungsrang zugebilligt wird", lässt es sich weiter aus dem Brief zitieren. Durch die reale Wirkung der Gewalthandlungen sei dem Jugendschutz eindeutig Vorrang zu gewähren. Ebenfalls stünde bei der Präsentation der Produkte nicht der künstlerische Aspekt, vielmehr aber der Werbecharakter im Vordergrund.

Online-Redakteur
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22.06.2009 16:14 Uhr
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Dein Kommentar
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24.06.2009 22:44 Uhr
Um es mal mit Pispers Worten auszudrücken:

Da rieselt der Putz von der Decke mit dem Kalk in den Köpfen um die Wette  
Neuer Benutzer
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23.06.2009 15:52 Uhr
Zitat: (Original von Vordack am 23.06.2009 15:32)
Nur den Eltern die Schuld in die Schuhe zu schieben ist stark vereinfacht, findest du nicht?

Allerdings ist daß soziale Umfeld in dem ein Kind aufwächst eines der Schlüsselfaktoren in dieser Diskussion. Genau so wie die geistige Gesundheit eines Kindes…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
23.06.2009 15:36 Uhr
Als Erwachsener kann ich das alles nicht mehr verstehen!Was hier betrieben wird ist reine Zensur!Was haben Spieleshops/versandhandel bitte mit Amokläufen und Kinderpornographie zu tun??Alles wird in einen Topf geworfen und mit unsinnigen Argumenten um sich geworfen!Das ist keine Demokratie mehr in diesem Land das ist totale Überwachung!Sorry liebe Herren Politiker ihr habt sie echt net mehr alle!Armes Deutschland!